Neu bedacht …

Jeder, der schon einmal etwas renoviert hat, kennt ihn:

‚Den Punkt der größten Zerstörung‘,

der unbarmherzig und unumgänglich eintritt, wenn das Alte entfernt wurde, um dem Neuen Platz zu machen.

SD-GroeßteZerstoerung

Um diesen psychologischen Tiefpunkt des Projektes zu ertragen, bedarf es der Gelassenheit eines Zen-Mönchs, aber auch der Gewissheit

‚Ab jetzt kann es nur noch aufwärts gehen!‘.

Der Beschluss, das Schuppendach zu erneuern, war schon vor einiger Zeit gefallen. Beheimatete der Schuppen doch am einen Ende den Zugang zum Eisspeicher und am anderen den ‚Maschinenraum‘ mit Wärmepumpe, Hygiene- und Pufferspeicher.

SD-Eiszapfen

Denn was Irgendwer insgeheim seit langem wusste, wurde in schneereichen Wintern durch meterlange Eiszapfen offenbar: Ein nicht unwesentlicher Anteil der Energie, die Irgendwer mit LEO_2 mühsam der Umwelt abgerungen hatte, wurde derselben großzügig über das Dach des Maschinenraums  wieder zurückgegeben. – Politisch korrekt, aber energietechnisch ein Schildbürgerstreich.

Es war natürlich eine Frage der Siedler-Ehre, das ganze Projekt so auszutüfteln, dass es vollständig im Selbermacher-Modus ausgeführt werden konnte. – Ohne den Einsatz schwerer Maschinen und mit einem Minimum an Kollateralschäden, die praktisch unausweichlich waren, sobald Handwerker die Szene betraten.

SD-Schiefe-Ebene

Unter Ausnutzung der Vorzüge einer ‚Schiefen Ebene‘ und wohldosiertem Einsatz von ‚Reibung‘ konnte die alte Dachdeckung im Ein-Mann-Prinzip vom Dach geschafft werden …

Außerdem wollte Irgendwer keinerlei terminliches Risiko eingehen, das dadurch vorprogrammiert war, dass Handwerker die Szene gerade nicht betraten. Üblicherweise mit der schwerwiegenden und vollständig nachvollziehbaren Begründung:

‚ Es is se leider nimmer ausg’aunga …‘

Und so wurde, nachdem die Zerstörung vollbracht war, in Eigenregie …

… der ärgste Schutt beseitigt …

SD-Baustellen-Monk

… Maß genommen …

SD-Maß

… gebohrt …

SD-Mauerbank-Vorbereitung

… gezimmert …

SD-Dachstuhl

… gesägt …

SD-Zuschnitt

… geschraubt …

SD-OSB-Platten-Schrauben

… ausgerichtet …

… und gehämmert …

SD-Naegel

Denn die 525 Schindeln wollten mit mehr als 2.600 Nägeln ja auch befestigt werden (wir danken unseren Nachbarn für Ihre Geduld!).

Schließlich trat aber jener zweite Moment jeder Renovierung ein, für den der Tüftler und Selbermacher lebt, und der die ganzen Mühen rechtfertigte:

‚Die Vollendung‘.

SD-Die-Vollendung-3

Die Erinnerungen an das alte Schuppendach würden bald verblasst sein.

SD-SchuppenVorher

In Memoriam ‚Altes Schuppendach‘: Dieses Baujuwel aus Well-Eternit musste im Jahre des Herrn 2017 Neuem weichen …

Denn die letzten Reste warteten schon auf den Abtransport.

SD-Schutt

Und der ehemalige Dachstuhl würde bald dem Bullerjan als Nahrung dienen …

SD-Holz-Fuer-Bullerjan

Herbstliche Gewohnheiten (2)

Nachdem eine ungewöhnlich warme erste Septemberhälfte die Siedler mit sommerlichen Temperaturen verwöhnt hatte, begann nun unaufhaltsam der Herbst in Pannonien Einzug zu halten. Bald würde LEO_2 wieder aus seinem Sommerschlaf erwachen, um für die wohlige Temperierung der Siedlerhütte zu sorgen.

2015-2016-herbst

Es wurde herbstlich in z-village …

Alles war vorbereitet:

Routinemäßig hatte Irgendwer eine kleine Sole-Probe gezogen und mit dem Refraktometer den Frostschutz geprüft, der erwartungsgemäß unverändert bei einem Wert von ca. -25°C lag.

2015-2016-refraktometermessung-frostschutz

Der Frostschutz wurde mittels Refraktometer geprüft: OK.

Sicherheitshalber hatte er in diesem Zuge auch gleich ein paar Liter Sole nachgefüllt, denn mit dem Sinken der Temperatur im Solekreis würde auch der Soledruck im Winter wieder ein wenig zurückgehen.

Auch hatte er trotz der warmen September-Temperaturen den Kühlmodus wieder beendet. Aufgrund der kühlen Nächte war es auch nicht mehr notwendig, mit der passiven Kühlung nachzuhelfen. Viel wichtiger war es nun, den Eisspeicher im September auf Maximaltemperatur aufzuladen. – Denn im Herbst standen die ‚fetten‘ Monate mit den höchsten Arbeitszahlen des ganzen Jahres bevor, auf die sich Irgendwer schon insgeheim freute …

Zu Irgendwessen Herbst-Ritualen zählte auch der Rückblick auf das vergangene LEO_2-Jahr, der sich wie folgt darstellte.

Bis auf den Jänner mit zwei Kälteperioden war der Winter 2015/2016 ungewöhnlich mild verlaufen. Der Frühling war aber nur sehr stotternd in die Gänge gekommen.

2015-2016-temperaturen-und-eisbildung-leo_2

Erst im Jänner hatte sich mit einem Maximum von knapp 7m3 nennenswert Eis im Eisspeicher gebildet, das aber Mitte Februar schon wieder vollständig geschmolzen war.

Das war auch der Grund, warum die Siedlerhütte nur einen vergleichsweise niedrigen Jahres-Gesamtwärmebedarf von 16.725 kWh (inkl. Warmwasser) gehabt hatte. Bei einer Jahres-Arbeitszahl von knapp 4,6.

2015-2016-leistungsdaten-leo_2

Leistungsdaten 2015/2016 auf die Monate herunter gebrochen: Die höchsten Monats-Arbeitszahlen hatte es naturgemäß in den Herbstmonaten September bis November und dann wieder im Frühjahr (April und Mai) gegeben. Dann, wenn die Wärmequelle relativ warm und die mittlere Vorlauftemperatur der Wärmepumpe relativ niedrig sind …

Obwohl über die gesamte Heizperiode nur die halbe Kollektorfläche genutzt worden war, konnten trotzdem beachtliche 10.484 kWh über den Kollektor geerntet werden – und das vorwiegend in der kalten Jahreshälfte.

2015-2016-kollektorernte-und-heizwaermebedarf-leo_2

Der milde Wetterverlauf hatte sich auch positiv auf die Kollektorernte ausgewirkt …


Weitere Informationen: Details zu den Messdaten der LEO_2 Pilotanlage sind hier zu finden …

Und täglich grüßt das Murmeltier …

Unzählige Male hatte Irgendwer diesen Film schon genossen, in dem Bill Murray alias Phil Connor denselben Tag immer und immer wieder durchlebte.

Und nun kam er sich gerade genauso vor: Wieder war der ‚Gaskassier‘ dagewesen und wieder hatte dieser den unveränderten Zählerstand abgelesen. Und wieder hatte sich Irgendwer diebisch gefreut, dass er im letzten Jahr keinen einzigen Kubikmeter Gas verbraucht hatte. – Dank seines Wärmepumpensystems LEO_2, das seine Siedlerhütte nun schon seit drei 3 Jahren verlässlich und monovalent erwärmte …

Und wieder war ihm diese etwas verstörende Gasrechnung ins Haus geflattert. Dieses Mal über den satten Betrag von € 73,44. – Für NICHTS! – Seiner Meinung nach, zumindest …

Das Energieversorgungsunternehmen sah das selbstverständlich anders:

  • Energie Preis: € 0,– (soweit waren sie sich ja noch einig)
  • Energie Grundpreis: € 15,– (pro Jahr)
  • Netz Grundpreis: € 30,– (pro Jahr)
  • Entgelt für Messdienstleistungen: € 16,20 (pro Jahr)
  • … exklusive MWSt. versteht sich …

Aber dieses Mal sollte es nicht – wie die Jahre davor – bei dem Vorsatz bleiben, das Gas nun endgültig abzumelden. Nein. Lange genug hatte er diesem Faulpelz von Gaszähler Asyl gewährt! Dieses Mal würde er Ernst machen …

Und es war dann doch einfacher und unkomplizierter als gedacht. Ein Termin wurde vereinbart, ein tatkräftiger junger Mann machte sich ans Werk und in wenigen Minuten war der Gaszähler ausgebaut, die Gasleitung zugepfropft und verplombt.

Ausbau-Gaszähler

Schnell erledigt: Der Abbau des Gaszählers …

Zum wohlfeilen Pauschalpreis von € 36,– zzgl. eines Stopfens mit 1″ Außengwinde in der verzinkten Ausführung (man wollte sich ja nicht lumpen lassen) um weitere € 2,20.

Aber damit war die Sache nun ein für allemal gegessen! Das Zeitalter der fossilen Brennstoffe in der Siedlerhütte war mit diesem symbolischen Akt nun endgültig Geschichte.

Etwas wehmütig wurde Irgendwem dann schon zumute, als ’sein‘ Gaszähler zum Tor hinausgetragen wurde. Ohne jegliches Feingefühl hatte ihm der junge Mann offen und unverblümt ins Gesicht gesagt, was nun passieren würde: Da es keine weitere Verwendung mehr für diesen Zähler gab, würde ein großes Loch in sein Gehäuse geschlagen werden (um Missbrauch zu verhindern) und dann würde er mit anderen ausgemusterten Kollegen auf dem Schrottplatz landen.

Aber so unbarmherzig ist das Leben. Doch in Anerkennung seiner langjährigen geduldigen Zählarbeit sei ihm hier ein Denkmal gesetzt:

Gaszähler-ausgebaut

R.I.P.: Gaszähler mit der Nummer 149.304, der 1993 das Licht der Welt erblickt und zu z-village in Pannonien im Jahre des Herrn 2012 seinen letzten Kubikmeter gezählt hatte. Nach langem gaslosen Dahinsiechen in einem dunklen, kalten Zählerkasten ward er mit einem Zählerstand von 38.867 m3 endgültig von seinem Leiden erlöst. Er musste weichen – der zukunftsweisenden Technik von LEO_2 …

Herbstliche Gewohnheiten

Ein außergewöhnlicher Sommer ging zu Ende und der Herbst begann, seine Finger nach z-village auszustrecken.

z-village-herbst

Und jeder begann sich auf seine Weise auf den Winter vorzubereiten. Während die einen ausreichend Holz oder andere Brennstoffe einlagerten …

holzhaufen

… musste Irgendwer LEO_2 fit für den Winter machen.

LEO_2 war ja den ganzen Sommer über für die Warmwasserbereitung und den passiven Kühlbetrieb gelaufen und damit praktisch einsatzbereit. Die ‚jährliche Wartung‘ war daher schnell erledigt. Er prüfte nur

  • den Soledruck
  • den Wasserstand im Eisspeicher
LEO_2-Online-Schema

Ein Blick auf das Online-Schema reichte, um den Soledruck zu prüfen. Auch ein Niveau-Sensor, den Irgendwer inzwischen in den Eisspeicher eingebaut hatte, zeigte ihm an, ob der minimale bzw. maximale Wasserstand im Eisspeicher erreicht waren.

Obwohl irgendwer viele Messwerte inzwischen am Bildschirm ablesen konnte, genehmigte er sich trotzdem einen kleinen Rundgang und warf einen Blick auf den Kollektor, einen weiteren in den Eisspeicher und schaute, ob sonst mit LEO_2 alles in Ordnung war…

Den Sole-Frostschutz hatte er erst voriges Jahr mit dem Refraktometer gemessen, das konnte er sich heuer getrost sparen.

Dann machte er sich, wie es ihm Anfang September inzwischen zur Gewohnheit geworden war, an die Umstellung auf ‚Winterbetrieb‘. Dazu musste er ganze zwei Regelparameter umstellen:

  • Maximale Eisspeichertemperatur: diese hatte er für den Kühlbetrieb im Sommer auf einen niedrigen Wert belassen, damit bei niedrigen Außentemperaturen der Tank über den Kollektor gekühlt wurde. Nun stellte er diesen Wert wieder auf den maximalen (durch die Einsatzgrenze der Wärmepumpe limitierten) Wert von 20°C. Damit sollte der Eisspeicher und das umgebende Erdreich durch die Herbstsonne noch einmal richtig auf Temperatur gebracht – also ‚aufgeladen‘ – werden.
  • Grenztemperatur für die passive Kühlung: Diese hatte er im Sommer so eingestellt, dass ab 24°C Raumtemperatur die passive Raumkühlung einsetzte. Da er nicht wollte, dass auch im Winter gekühlt wurde, wenn er hin- und wieder einmal den Bullerjan anfeuerte, stellte er diesen Parameter auf einen hohen Wert.

Damit waren seine Heizungs-Vorbereitungen für den Winter erledigt und es blieb ihm genügend Zeit um einer weiteren liebgewordenen Gewohnheit nachzugehen, bevor die neue Heizsaison richtig begann: nämlich der Jahresauswertung der Anlagendaten…

2015-09-20-Leistungsdaten_LEO_2Weitere Informationen: Messdaten LEO_2: Jahres- und Monatsübersichten für die Periode 2014/2015.

Die Felix-Anomalie

Sternzeit 42014,3 (10.01.2015). Die Temperaturen an der Außenhülle der Siedlerhütte steigen innerhalb kurzer Zeit auf ungewöhnlich hohe Werte. Stürmische Windböen rütteln an den Aufbauten und die aufgehende Sonne taucht z-village in eine apokalyptische Stimmung. Glücklicherweise halten die Schutzschirme. Integrität der Außenhülle bei 100% …

Sonnenaufgang-in-z-village

‚Morgenrot, Schlechtwetter droht‘ besagt eine alte Bauernregel …

Das Sturmtief FELIX war über z-village und Umgebung hinweg gezogen. Auch wenn mancherorts von kleineren Verwüstungen berichtet wurde, war Irgendwessen Siedlerhütte glücklicherweise von Schäden verschont geblieben. Auch der Kollektor von LEO_2 hatte aufgrund seiner luftdurchlässigen Bauweise dem Sturm ohne Probleme standgehalten.

Aber abgesehen von den Windgeschwindigkeiten hatte FELIX auch die Temperaturen in Pannonien auf die höchsten Werte steigen lassen, die seit Beginn der Messdatenaufzeichnungen je im Jänner gemessen wurden.

Außentemperatur und Kollektorernte 2014 / 2015

Felix-Anomalie: Außergewöhnliche Bedingungen während des Sturmtiefs ‚Felix‘: Die maximale Außentemperatur in z-village stieg am 10.01.2015 auf 18°C, die mittlere Außentemperatur auf 14°C. Die Kollektorernte betrug an diesem Tag sagenhafte 200 kWh.

Also die besten Bedingungen für eine außergewöhnlich hohe Kollektorernte, die unter dem Namen ‚Felix-Anomalie‘ in die Messgeschichte von LEO_2 eingehen wird.

Ursachen für diese besonders hohe Kollektorernte waren:

  • Eis im Eisspeicher: Eis kann durch das Schmelzen eine hohe Energiemenge aufnehmen, ohne dass sich die Temperatur im Eisspeicher erhöht
  • niedrige Sole-Eintrittstemperatur in den Kollektor: zusätzlich zur konstant niedrigen Eisspeichertemperatur, kühlt die laufende Wärmepumpe die Sole zusätzlich ab, bevor sie in den Kollektor eintritt.
  • hohe Umgebungstemperatur (Tauwetter)
  • hoher Luftdurchsatz durch den Kollektor (Wind)
Außentemperatur und Kollektorleistung während der Felix-Anomalie

Verlauf der Außentemperatur und der Kollektorleistung zwischen 09.01 und 11.01.2015. Der Kollektor war praktisch permanent (Tag und Nacht) in Betrieb. Die Spitzen in der Kollektorleistung werden durch die Wärmepumpe verursacht: wenn die Wärmepumpe läuft, steigt die Kollektorleistung aufgrund der verringerten Sole-Eintrittstemperatur in den Kollektor.

Innerhalb von 2 Tagen hatte der Kollektor 300kWh Umweltenergie geerntet: 3x soviel wie für die Heizung in diesem Zeitraum benötigt wurde. Damit blieben ca. 200 kWh, die vollständig für die Regeneration des Eisspeichers (Schmelzen des Eises) genutzt werden konnten.

Von solchen Kollektorernten kann der Besitzer einer klassischen Solaranlage, die auf direkte Sonneneinstrahlung angewiesen ist, nur träumen. Im Jänner sind die Tage kurz und diese beiden Tage waren auch nur teilweise sonnig.

Auch wenn die Bedingungen der Felix-Anomalie außergewöhnlich waren, so treten ähnliche Wettersituationen (Tauwetterperioden) mehrmals pro Heizperiode auf. Was den Skifaher ärgert, freut den LEO_2 Besitzer …

Das Besondere an LEO_2: (4) Ein Eldorado für Selbermacher

Irgendwer ärgerte sich lieber über seine eigenen Fehler, als über die von hochbezahlten Professionisten. Daher hatte er das Wärmepumpensystem LEO_2 auch so ausgetüftelt, dass er es mit seinem durchschnittlichen handwerklichen Geschick und der begrenzten Ausstattung seiner Erfinderwerkstatt soweit wie möglich selbst zusammenbauen konnte.

Die Kappsäge - unverzichtbares Werkzeug für jeden LEO_2 Bauer

Die Kappsäge – unverzichtbares Universal-Werkzeug in Irgendwessen Erfinderwerkstatt. Sei es zum Zuschneiden von Zaunlatten oder PVC-Rohren …

Und was waren das nun für Eigenschaften, die den Eigenbau vergleichsweise einfach machten?

Standardkomponenten. Alle Teile, die für LEO_2 benötigt werden, sind als bewährte Standardkomponenten am Markt erhältlich. Die meisten können sogar in Online-Shops über das Internet bestellt werden.

Standardwerkzeug. Man benötigt kein teures Spezialwerkzeug zum Bau von LEO_2. Wenn man nicht schon einen brauchbaren Hohlraum besitzt (alte Güllegrube, Zisterne, Erdkeller), ist die größte Herausforderung das Ausheben einer Grube und das Mauern des Eisspeichers. Der Rest lässt sich mit Werkzeug erledigen, das in jeder Heimwerkerwerkstatt zu finden ist. Die wichtigsten Freunde des LEO_2-Bauers sind Akkuschrauber, Rohrzange, Schlauchschere und Kappsäge.

Akkuschrauber und LEO_2

Der Akkuschrauber: bester Freund des Selbermachers, besonders wenn es um LEO_2 geht: besonders beim Kollektorbau sind einige Löcher zu bohren und Schrauben einzudrehen …

Materialien leicht zu bearbeiten. Die verwendeten (vorgeschlagenen) Materialien, wie Lärchenholz, PVC-Rohr und Kunststoff-Rippschläuche sind leicht zu bearbeiten. Der Solekreis kann z.B. mit kostengünstigen PVC-Komonenten, wie sie auch aus Teichbau und Pooltechnik bekannt sind, zusammengebaut werden. Ein paar wichtige Grundregeln für das Kleben von PVC-Vebindungen, die man auf keinen Fall missachten sollte, sind rasch erlernt.

Solekreis aus PVC- und Messingkomponenten

Der Solekreis kann durch Verkleben von PVC Komponenten und Eindichten von Gewindeverbindungen aufgebaut werden.

Flexibel. Die Dimensionen von Trägergestell und Wärmetauscher können sehr flexibel gestaltet werden, sodass praktisch jeder wasserdichte quaderförmige Hohlraum zum Eisspeicher umfunktioniert werden kann. Dasselbe gilt für den Kollektor, für den die unterschiedlichsten Montagevarianten denkbar sind. Für LEO_2 ist eine gute (beidseitige) Belüftung des Kollektors wichtig und eine möglichst senkrechte Montage (damit er im Winter nicht durch Schnee bedeckt wird).

Werkzeug für Kollektor und Wärmetauscher

Wärmetauscher und Kollektor können mit einfachem Werkzeug aufgebaut werden.

Genehmigungsfrei. In den Weltgegenden in und um z-village kann man beginnen, LEO_2 zu bauen, ohne spezielle Genehmigungen oder Gutachten einzuholen (wie diese etwa für Tiefenbohrungen oder Grundwassernutzung nötig sind).

Ungefährlich. Ein mit einigen Kubikmetern Wasser gefüllter Tank in der Erde kann nicht mehr Schaden anrichten als eine Zisterne oder ein Swimmingpool. Der Frostschutz in der Soleleitung (Ethylenglykol) ist ungefährlich. In Pannonien wurde in grauer Vorzeit sogar der Wein damit versetzt

Schritt für Schritt. Wer die Zeit hat oder braucht, kann LEO_2 schrittweise umsetzen und sich damit z.B. auf den Austausch eines bestehenden Heizsystems vorbereiten.

Und so kann Irgendwer jedem unerschrockenen Siedler, der sich mit dem Gedanken trägt, das Wärmepumpensystem LEO_2 im Eigenbau zu realisieren, nur Mut zusprechen. Allerdings unter Beachtung einer alten pannonischen Heimwerkerweisheit:

„Wenn man weiß, wie es geht, ist es immer einfach …“

Irgendwer wusste das inzwischen – nachdem der eine oder andere Heimwerkerfluch (glücklicherweise) ungehört in den Tiefen des Eisspeichers verklungen war.

Question Mark Cloud

Im Nachhinein betrachtet hätte Irgendwer auch gern Irgendwen gehabt: zur Beantwortung der tausend Detailfragen, die sich so im Laufe dieses Projektes ergeben:

  • Wie sollen der Kollektor, der Eisspeicher und der Wärmetauscher dimensioniert werden?
  • Wie verlegt man am besten den Wärmetauscher im Eisspeicher?
  • Wie verhindert man, dass der Eisspeicher durch das Gefrieren des Wassers gesprengt wird?
  • Welche Leitungen für Sole, Wasser, Sensoren und Elektrik müssen vorgesehen werden?
  • Welche Wärmepumpe ist wirklich nötig bzw. geeignet und welche Nennleistung wählt man am besten aus?
  • Wie stark muss die Solepumpe sein?
  • Was ist der beste Platz für den Kollektor? Kann er auch im Schatten liegen?
  • Welchen Sensoren müssen an welchen Stellen vorgesehen werden?
  • Wie wird das gesamte Wärmepumpensystem inklusive Heizkreise und Warmwasserbereitung geregelt?
  • Welche Sicherheitseinrichtungen sollte man vorsehen?
  • … (?) …

Aber wozu gibt es punktwisser. Irgendwer kann da sicher weiterhelfen!

Der Herzschlag von LEO_2

Glücklicherweise gab es für Wärmepumpensysteme noch keine verbindlichen Rechte auf Privatsphäre. Denn LEO_2 war inzwischen so verkabelt wie ein Patient in der Intensivstation. Damit konnte Irgendwem (fast) nichts mehr entgehen, was in Kollektor, Eisspeicher und Wärmepumpe vor sich ging…

Und als die Tage kürzer wurden und die Blätter begannen von den Bäumen zu stürzen, blickte Irgendwer mit wachsender Sorge auf die Instrumente. Denn der Sommerschlaf, in den sich LEO_2 nach der letzten Heizperiode begeben hatte, dauerte nun schon ungewöhnlich lange.

Herzschlag_LEO_2: Sommerschlaf

21.10.2014: LEO_2 befand sich noch immer im verlängerten Sommerschlaf. Die Instrumente, die permanent alle lebenswichtigen Temperaturen im Heizkreis und im Solekreis aufzeichneten, zeigten nur sehr unregelmäßige Lebenszeichen …

Zur passiven Kühlung im Sommer war die Wärmepumpe ohnehin nur Nebensache und das bisschen Warmwasser, das das El(k)ement für ‚eine schnelle Dusche‘ benötigte, konnte LEO_2 offensichtlich nicht aus der Reserve locken. Doch zumindest reichte es für unregelmäßige Lebenszeichen, die LEO_2 von sich gab, um sich dann umzudrehen und grunzend weiterzuschnarchen.

Irgendwer versuchte sich damit zu beruhigen, dass das mit den fast sommerlichen Temperaturen bis weit in den Oktober hinein zusammenhing, die ein Heizen der Siedlerhütte – wie sonst in dieser Jahreszeit – überflüssig machten.

Aber dann kam Gonzalo, ein Sturmtief und Ausläufer eines tropischen Wirbelsturms, der die Temperaturen in z-village und Umgebung über Nacht auf die üblichen Herbsttemperaturen stürzen ließ.

Wie mit einem Defibrillator wurde LEO_2 unsanft aus dem Schlaf gerissen. Doch endlich konnte Irgendwer beruhigt aufatmen, denn das Herz von LEO_2 begann wieder im vertrauten Takt zu schlagen!

Herzschlag_LEO_2: Schluss mit Sommerschlaf

23.10.2014: Das Sturmtief Gonzalo hatte LEO_2 unsanft in die Realität zurückgeholt, was am kräftigen, regelmäßigen Herzschlag deutlich zu erkennen war …

Mit einem kurzen, analytischen Blick auf das ‚EKG‚ überzeugte sich Irgendwer vom hervorragenden Gesundheitszustand von LEO_2:

  • Wärmepumpentakt (=Puls): in Ordnung.
  • Heizkreistemperaturen: OK. Perfekte Übereinstimmung mit der Heizkurve.
  • Soletemperaturen: noch leicht erhöht (Hinweis auf Winterspeck, normal für den Beginn der Heizperiode).
  • Warmwasservorrang: eingehalten.
  • Allgemeines Regelverhalten: einwandfrei.

Diagnose: Ausgeruht, kräftig und gesund – vielleicht ein wenig Winterspeck angesetzt. Aber den würde LEO_2 auch brauchen, um allen Herausforderungen gewachsen zu sein, die der aufkeimende pannonische Winter noch im Gepäck haben mochte …

Ein Ei(s)speicher mit Verdauungsproblemen

Die Siedler hatten einen ironischen Ausdruck für jenen Geruch, der sich sanft aber bestimmt über z-village legte, wenn die Bauern die Gülle auf den Feldern ausbrachten: ‚Frische Landluft‘.

An jenem nebeligen Septembermorgen meinte Irgendwer diesen Geruch wieder wahrzunehmen, aber irgendetwas schien anders als sonst: während die Morgenluft im Garten frisch und klar war, schien der Ursprung diese Duftes aus dem Inneren des Schuppens zu kommen, in dem sich auch der Zugang zum Eisspeicher befand …

In dunkler Vorahnung öffnete Irgendwer den Deckel und wurde von einem nach faulen Eiern stinkenden Rülpser empfangen, der ihm kurz die Tränen in die Augen trieb. Das sonst so klare und geruchlose Wasser war mit winzigen Bläschen durchsetzt trübe geworden und stank erbärmlich.

Wassertank-Umgekippt

Ein Geruch nach faulen Eiern schlug Irgendwem entgegen, als er den Deckel zum Eisspeicher öffnete.

Irgendwer war ratlos. Wie konnte das sein? Seit zwei Jahren befand sich dieses Wasser nun im Tank, hatte Sommer und Winter problemlos überdauert und nun das?! Es musste etwas Außergewöhnliches passiert sein! War irgendein Tier in den Tank geraten, das jetzt verweste und das Wasser zum Kippen gebracht hatte?

Sofort wurde eine Krisensitzung mit dem Wissenschaftsoffizier – dem Elkement – einberufen. Nach wenigen Minuten war der Aktionsplan klar und die Aufgaben verteilt: während das Elkement den chemisch biologischen Hintergrund recherchieren sollte, wurde Irgendwer beauftragt, den Tank abzupumpen, um nach möglichen Tierleichen zu suchen.

Irgendwer im Eisspeicher

Sobald es der Wasserstand im Eisspeicher zuließ, stieg Irgendwer hinab, um nach der Ursache zu suchen …

Wenn Irgendwer erwartet hatte, eine tote Ratte zu finden, wurde er enttäuscht. Er konnte keine größeren Tiere ausmachen. Es hatte sich wohl nur der eine oder andere Regenwurm in den Wassertank verlaufen und war hilflos ertrunken. Doch! Da dümpelte noch etwas im Bodensatz …

Froschleiche

Außer einigen Regenwürmern und einem winzigen Frosch, der aus ungeklärter Ursache Selbstmord begangen hatte, konnte Irgendwer keine Tierkadaver im Wassertank finden …

Konnten ein paar Regenwürmer und ein Mini-Frosch die Ursache sein?

Und während er seine Reinigungsarbeiten fortsetzte und darüber nachdachte, beugte sich das Elkement über die Einstiegsöffnung und rief mit einem wissenden Lächeln zu ihm hinab:

„Na, wie geht’s da mit dein Ei_speicher ?“

(Die leicht höhnische Betonung des Leerzeichens zwischen ‚Ei‘ und ‚Speicher‘ war nicht zu überhören …) Und ohne die Antwort abzuwarten gleich die zweite Frage:

„Is da vielleich a bissal a Sole in Tank kuma?“
(deutsch: Ist vielleicht etwas Sole in den Tank geraten?)

Betretenes Schweigen.

Dann eine möglichst unschuldig klingende Antwort von Irgendwem:

„Na jo ….. A Schluckal vielleicht. Des is ned aundas gaunga, wia i den Aunschluss umbaut hob …“
(deutsch: Eventuell, aber höchstens eine kleine Menge. Das ließ sich beim Umbau des Anschlusses nicht vermeiden.)

Von anderen Siedlern wurde im Internet nämlich über gleichartige Ereignisse berichtet, nachdem durch die Undichtheit einer Solaranlage Sole in eine Zisterne geraten war. Dadurch wurden die biologischen Abbauprozesse von Biomasse in einer Zisterne so empfindlich gestört, dass das Wasser zum Umkippen gebracht wurde.

Glücklicherweise beschrieben diese Siedler auch einen einfachen Lösungsansatz: Der Gestank konnte beseitigt und der Wasserspeicher wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, wenn man nur genügend Sauerstoff für dessen ‚Verdauung‘ zuführte.

Bei einer Zisterne geschah das automatisch durch die Zufuhr von frischem sauerstoffreichen Regenwasser. Irgendwer musste aber für sein abgeschlossenes Eisspeicher-Biotop zu einem technischen Hilfsmittel greifen, das er nach kurzer Suche in einem Teichshop fand…

Luftpumpe

Die Geheimwaffe gegen Verdauungsprobleme des Eisspeichers: eine Luft-Membranpumpe.

Wenn der Tank nun schon einmal leer war konnte er auch gleich ein paar ‚Blubberkugeln‘ montieren, damit er in Zukunft – sollte sich so ein Zwischenfall jemals wiederholen – gewappnet war.

Sprudelstein

Im Falle des Falles konnte nun Luft über strategisch positionierte Sprudelsteine in den Eisspeicher eingeblasen werden.

Auf jeden Fall war das ‚Verdauungsschnapserl‚ aus hochprozentigem Ethylenglykol (= Sole) genau das Falsche für die sensible Verdauung des Eisspeichers gewesen!

Seltsame Dinge (4)

Irgendwer hatte nun über geraume Zeit das Treiben rund um diese seltsame Baustelle weiter beobachtet. Auch andere Siedler aus z-village hatten begonnen, regelmäßig den Baufortschritt zu begutachten. Doch während diese nach und nach ihre Scheu verloren hatten, beäugte Irgendwer die Vorgänge nach wie vor mit einem gesunden Misstrauen.

Niemandem sonst schien aufzufallen, dass die Präsenz der Sicherheitskräfte verstärkt worden war. Obwohl sie sich diskret im Hintergrund hielten, waren sie doch allgegenwärtig.

Übermannsgroße Warntafeln wurden aufgestellt, die schon dutzende Meter vor der eigentlichen Baustelle eine unmissverständliche Gefahr für Leib und Leben anzeigten.

ACHTUNG: LEBENSGEFAHR!

Eine unmissverständliche Warnung sollte Neugierige von der Baustelle fernhalten. Die zweisprachige Aufschrift – auch in Englisch – deutete darauf hin, dass hier ganz offensichtlich mit internationalen Spionen gerechnet wurde!

Tonnen von Gerätschaften wurden herbei geschafft, die nach und nach in diesen riesigen Türmen verschwanden …

Gerät wird herangeschafft

Allerlei Material wurde herangeschafft …

… oder mit dem Monster-Kran zur Spitze der Türme hinauf gehieft und dort befestigt wurden.

Und als Irgendwer eines Tages wieder einmal rätselnd seinen Blick über die Baustelle schweifen ließ, war es ihm auf einmal klar! Von einer Sekunde zur anderen löste sich dieser Knoten von Fragen, der sich monatelang immer dichter und undurchsichtiger verflochten hatte.

Sie befanden sich ja hier auf einer Anhöhe! Und der Blick von der Spitze dieser Türme musste ja viele Kilometer in die pannonische Tiefebene hinein reichen. Warum war er nicht schon früher darauf gekommen?

PERISKOPE !

Überdimensionales Periskop

Irgendwer war sich sicher: Mit diesen überdimensionalen Periskopen, die wahrscheinlich mit modernster Elektronik ausgerüstet waren, sollte ganz Pannonien überwacht werden…

Aber scheinbar waren die Arbeiten immer noch nicht abgeschlossen! Wieder kamen riesige Tieflader und schafften weiters Material zu den Periskopen. Dieses Mal waren es 50 Meter lange flügelartige Gebilde, die Irgendwen an die Tragflächen von Flugzeugen erinnerten.

Flügel

Wozu brauchten die Periskope Flügel?

Da hieß es nur: Weiter geduldig beobachten! Die Zeit würde sicher auch diese Frage beantworten…

Und schließlich war die Katze endgültig aus dem Sack:

PROPELLER !

Montage der Flügel

Der Monster-Kran hiefte Flügel um Flügel zur Spitze der Türme, wo sie an der Periskopnase befestigt wurden und damit einen riesigen Propeller formten.

Ungläubig und mit steigendem Unbehagen verfolgte Irgendwer, wie an jedem der Türme diese überdimensionalen Propeller montiert wurden. Nicht die Spielzeug-Dinger mit denen man normale Flugzeuge antrieb. Nein, diese hatte einen Durchmesser von sicher 100 Metern!

Ein apokalyptisches Bild formierte sich in Irgendwessen Kopf: Fünf Riesenpropeller, die – wenn sie erst einmal richtig auf Touren gebracht wurden – die umliegenden Dörfer in eine riesige Staubwolke hüllten, während sich das daranhängende Fluggerät aus der Erde löste und davon schwebte …

„Nau, wos sogst zu unsare neichn Windradln?“

Mit dieser banalen Frage wurde Irgendwer von einem anderen Siedler, der die Vorgänge beobachtete, unsanft aus seinen Gedanken gerissen und auf den Boden der Realität zurückgeholt.

„Jo, eh …!“

antwortete Irgendwer um Zeit zu gewinnen und die Gedanken zu ordnen, die jetzt durch seinen Kopf rasten:

… Windräder … hmm … Windräder… ? … Windräder ! …

Das war natürlich auch eine Erklärung. Und genau genommen, eigentlich gar keine so schlechte …

Seltsame Dinge (3)

„Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4
Dann steht das Christkind vor der Tür …“

Wie die Kerzen auf einem Adventkranz wuchsen langsam aber stetig einer nach dem anderen dieser seltsamen Türme aus dem Boden. Der Kran hiefte Teil um Teil empor bis der Turm die gewünschte Höhe erreicht hatte. Dann rückte er zur nächsten Stelle weiter …
4-TürmeUnd während Irgendwer wieder einmal grübelnd – natürlich in sicherer Entfernung – das sonderbare Geschehen beobachtete, bemerkte er andere Siedler, die sich tollkühn – oder einfach nur ahnungslos – in die Nähe dieser Gebilde wagten …

Nachdem Irgendwer mehrmals beobachtet hatte, dass keiner dieser wagemutigen Siedler von Außerirdischen entführt worden war, beschloss er, selbst den ahnungslosen Speziergänger zu geben und quasi ‚under cover‘ die Lage genauer unter die Lupe zu nehmen.

Das schien auch, wie geplant, bestens zu funktionieren…

Bis er zuerst dieses Fahrzeug bemerkte, das unauffällig in der Nähe des Turms parkte, dem er sich zu nähern versuchte. Auf dem Dach hatte es ein kleines Schild montiert, auf dem deutlich folgender Schriftzug zu lesen war: ‚SECURITY‚.

Turm (bewacht)

Die Türme wurden offensichtlich von Security-Leuten (1) bewacht. Wahrscheinlich um zu verhindern, dass man einen Blick hinter diese geheimnisvolle, braune Tür (2) werfen konnte …

Und dann, wie aus dem Nichts diese schneidende Stimme ganz in seiner Nähe: ‚Ja, bitte …?‚.

Irgendwer versuchte, sich den Schrecken nicht anmerken zu lassen, der ihm in die Glieder gefahren war. Er wunderte sich selbst über die Beiläufigkeit, mit der er sich zu der Stimme umdrehte, die eine Warnweste trug, auf der ebenfalls ‚SECURITY‚ zu lesen war.

I schau ma des nua au …! ‚ antwortete Irgendwer im bäuerlichen Dialekt der Siedler, der ebenfalls zu seiner Tarnung gehörte.

Jo, owa vo do. Weu des woins ned, das ma do zuwigeht. – Weg’n der Spionage … ‚ antwortete die Warnweste ruhig aber bestimmt und eine Handbewegung deutete unmissverständlich an, wo die Grenze für harmlose Spaziergänger mit bäuerlichem Dialekt war.

‚Ha!‘ dachte sich Irgendwer. Und seine ganzen Vermutungen schienen sich zu bestätigen. Ganz offensichtlich hatten diese Leute etwas zu verbergen! Er hatte natürlich auch die Türe am Fuß des Turmes bemerkt, die wahrscheinlich der Zugang zu einer weitläufigen unterirdischen Fabrikshalle war. Das würde auch die dicken Stromkabel erklären, die vom nahen Umspannwerk unterirdisch zu diesen Türmen geführt worden waren.

Irgendwer war sich sicher! Es war nur eine Frage der Zeit bis Rauch aus diesen Fabriks-Schloten treten würde.

Doch wieder kam es anders …

Statt ‚Rauch aus den Schloten‘ wurde wieder ein Kran aufgefahren. – Dieses mal der für die großen Jungs, der selbst die mächtigen Türme wie Spielzeug aussehen ließ …

Großer Kran

Fortsetzung folgt …