5 Jahre Tüftelei

Am dreiundzwanzigsten Dezember, Anno 2012 spitzte Irgendwer zum ersten Mal seinen virtuellen Federkiel und schrieb eine kleine Geschichte:

Doch dann hatte Irgendwer eine Idee ausgetüftelt, sich ans Reißbrett gesetzt, unzählige Entwürfe gezeichnet und wieder zerknüllt, nächtelang recherchiert und gegrübelt. Schließlich war ihm das Elkement mit seinem spitzen Rechenstift zu Hilfe gekommen und hatte theoretisch bestätigt, was er intuitiv vermutet hatte. Dann wurde in der Werkstatt gezimmert, geschraubt, geklebt, gepinselt und abgedichtet …

Zum ersten Mal wurde der Weltöffenlichkeit ein Blick auf den Kollektor 1.0 gewährt:

Der Urkollektor.

Mittlerweile sind 5 Jahre in das idyllische Land gezogen und die Anlage von Irgendwem und dem Elkement erlebte unzählige Mutationen. Irgendwer musste viele Abenteuer bestehen, die ihn oft an seine mentalen und physischen Grenzen brachten. Vom White-Out…

White-Out

… bis zum Kampf mit gar unheimlichen Kreaturen:

Kampf mit der Flexschlauch-Anaconda

Irgendwer folgte seiner innerem Stimme, die ihm sagte, dass er mutig vorangehen musste.

Und jetzt Du!

Die sehr scheuen pannonischen Tüftler schreckten sich fast, als sie telegraphische Post von anderen Siedlern erhielten – die Irgendwessen Aufruf tatsächlich folgen wollten!!

Und so ritt Irgendwer an einem legendären Morgen im Februar 2014 in den Sonnenaufgang – bepackt mit den Bauteilen für einen Tank-Wärmetauscher:

PVC-Trägerkonstruktion: Transport

Auf dieser Baustelle kam auch Cutting Edge Technology zum Einsatz  …

Internet-of-Things und Basteln 4.0

… und die Siedler begannen intern zu scherzen als (Ex-)Computer-Fuzzis :

Irgendwann machen wir so ein Wärmepumpenprojekt komplett als Fernprojekt!

Und im Herbst 2014 kam sie dann, die Rohrpost vom anderen Ende des Kontinents – der Beginn eines außergewöhnlichen Projektes, das ob der großen Entfernung zwischen dem Hohen Norden und Pannonien alleine auf die Mittel der modernen Kommunikation angewiesen war.

Seitdem wurden Elkement und Irgendwer ordentlich gefordert. Es gab offenbar ein kleines aber feines Grüppchen unerschrockener, verwegener und manchmal sogar tollkühner Siedler, die ihre Begeisterung für Eisspeicher, Wärmepumpen, Selber-Bau und Regelungs-Tüfteleien teilten.

Zaghafte Ideen irgendetwas zu ’standardisieren‘ wurden glücklicherweise durch die Ideen dieser motivierten Siedler im Keim erstickt:

Siedler bauten ihre Eisspeicher-Keller neu

Wärmetauscher in neu gebauten 'Eisspeicher-Keller'

… oder sie nutzen vorhandene Hohlräume wie  Zisternen oder Senkgruben

Flexschläuche -Senkgrube als Eisspeicher

Ein cleverer Siedler adaptierte ein altes Schwimmbecken. Ein anderer griff zum Vorschlaghammer, um einen bereits vorhandenen Eisspeicher umzubauen!

Eisspeicher waren eckig oder rund

Zylindrischer Eisspeicher selbst gemauert

… oder gebräuchliche Betonzisternen – eine oder zwei …

… oder besonders futuristische Kunststofftanks:

NEO und QUADRO

Diese Speicher wurden verbunden mit Kollektoren aller Art: Der zeitlos-klassische Schlauchkollektor auf Lärchenholz kann zaunartig montiert werden…

Kollektor auf Garagendach

… oder auch kühn an die Wand eines Hochbunkers gelehnt werden:

Kollektor am Hochbunker

Innovative Siedler bauten solarthermische Kollektoren um oder installierten einen Kollektor als Kühlung für ihre PV-Module. Ein echter Pionier arbeitet mit dem, was da ist: Auch industrielle Stahlwärmetauscher die irgendwo übrig geblieben waren hatte ein Ingenieur-Siedler in Erwägung gezogen.

Aber die Kombiquelle Eisspeicher und Kollektor ist für manche Siedler nicht Herausforderung genug. So erhielten Frau El(k)ement und Herr Irgendwer eine Anfrage zu einer Tüftelei, die dieser Bezeichnung alle Ehre machte. Seitdem wurde auch die Eisspeicher-Brunnenquelle ins Programm aufgenommen.

Auch was Verteilung und Speicherung der Wärme in der Siedlerhütte betrifft, sind die Siedler-Erfinder kreativ. Vorhandene Speicher mit kryptischem hydraulischen Verhalten wurden erforscht und so manches Wochenende der Bastelei im Heizraum gewidmet. Speicher wurden über engste Kellerstiegen in Heizungsräume transportiert die so klein waren, dass es physikalisch zunächst unmöglich erschien, alle nötigen Anlagenkomponenten dort unterzubringen. – Aber wo ein Wille, da auch ein Weg!

Mit Irgendwem hatten die Siedler diverse hydraulische Schaltungen ausgetüftelt, um u.a. aktivierte Betonkerne einzubinden – oder Wärmetauscher für Kühlung bzw. Wärmerückgewinnung.

Dank peniblester Dokumentation und ausführlichen Berichten der mutigen Siedler hatten die Pannonier immer das Gefühl, direkt in deren Werkstatt live dabei zu sein …

Siedlerwerkstatt: Kappsäge

Natürlich wurden auch unterschiedlichste Wärmepumpen ausprobiert – von den klassischen Fabrikaten aus Deutscher Ingenieurshand

Satelliten-Wärmepumpe

… bis zur berühmt-berüchtigten Chinesischen Wärmepumpe

Verwegen! (HISEER-Wärmepumpe)

Außerdem soll nicht unerwähnt bleiben, dass man gar keine Wärmepumpe haben muss, um ein Teil der Siedler-Tüftler-Community zu sein: Auch Solaranlagen geben Irgendwem immer wieder interessante Regelungsrätsel auf.

In diesem Sinne möchten sich die pannonischen Siedler nach 5 Jahren der abenteuerlichen Tüfteleien bei allen anderen Siedlern für ihren Mut bedanken!

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Weiterführende Literatur: Die chronologische Liste aller veröffentlichten Geschichten anderer Siedler sind auf dieser Seite aufgelistet.

Bing-Poesie: Pannonische Siedler – strukturell subversiv

Die Siedler tun ihr Bestes, um die Fragen der Leser dieser Internet-Postille zu verstehen –  auch wenn diese nur in eine Suchmaske eingegeben wurden.

Heute soll einmal Bing zu Ehren kommen – auch wenn oder gerade weil diese Suchmaschine sehr damit kämpft, zu verstehen was punktwissen eigentlich ist:

Bing ist verwirrt - was ist punktwissen?

Alle paar Monate will ‚Bing Places‘ es wieder wissen!

Aber eigentlich hätte Bing alle Informationen – wie die im Folgenden publizierte Bing-Poesie beweist. Wie der langjährige Leser erkennt, befindet sich das Siedler-Blog damit im traditionell etwas leichteren Sommermodus!

Regeln:

  • Quelle: Suchbegriffe entsprechend der Bing-Tools für unsere Webseiten und Blogs.
  • Jede Zeile entspricht einem Suchbegriff oder einem zusammenhängenden Textschnippsel aus einem Suchbegriff.
  • Weiteres Editieren ist nicht erlaubt.
  • Bildmaterial: Wird dem Fundus der Siedler entnommen.

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pannonische siedler
strukturell subversiv

Strukturell subversiv (Patentverdächtiger Lastenaufzug)

das siedlerfeeling
entstehung des eisspeichers
furchterregende erfindungen

Furchterregend: Der Solar-Skorpion

was bin ich physiker oder ingenieur
dilettant in allen bereichen
ich bin experte

Experte

was ist heute noch subversiv?
zeitvariation im wirkungsintegral
quantenförmige augen

Fehler in der Matrix

hologramm als zaunersatz
selber basteln
ja das geht irgendwer
punkte für siegi

Punkte für Sigi: Sigi 1 : Flexschlauch 0

was bewirkt das drosselventil in einer wärmepumpe
energie aus nichts

Energie aus Nichts, na OK: aus dem Gefrieren von Wasser.

krimi um eine „jahrhundert-erfindung“
solarkollektorverschraubung qualmt?
eiswürfel wächst nach oben
plötzliches kollektorfeuer

Feuerwehrschalter

warmepumpe eldorado
irgendwer schiesst auf irgendwen
wassertank im wilderwesten

Wassertank im Wilden Norden - Eisspeicher

wärmepumpe kunst
die ist draußen irgendwo

Kunst - draußen

eine der härtesten entscheidungen
welche wärmequelle liefert bei einer pelzjacke die wärme

Wo ist die Pelzjacke?

elke schnippselchen
zählwerkstatt

Zählwerkstatt

die datenkrake
mantra ähnlicher code gefunden
koriphäe der netzwerkanalyse

Mantra-ähnlicher Code

ingenieursmäßiger schluss
geschichte wirklich verstanden

Endlich alles verstanden! (Weltmaschine, Gsellmann)

schönes plätzchen gefunden
jenseits des donnerbalken

Donnerbalken

Autarkie einmal anders

Nach dem eher durchwachsenen Bericht über die Stromautarkie wollen die Siedler einmal auch mit ihren Erfolgen prahlen. Diese Sommerausgabe unserer Internet-Postille widmet sich bisher unbeleuchteten Aspekten des Themas ‚Autarkie‘. Wir entschuldigen uns, wenn der übliche knallharte investigative Technologie-Journalismus dabei etwas zu kurz kommt.

Kann man ein Ziel nicht erreichen, ändert man die Definition der Kennzahl: Ja, wir werden heuer autark sein – nicht bezüglich Heizenergie, aber immerhin was die Versorgung mit Kräutertee betrifft:

Tee, Schafgarbe

Bei der Produktion dieser ausgesuchten Mischung aus weißer und gelber Schafgarbe spielt auch die Energie-Infrastruktur eine wichtige Rolle. Der Schlauchkollektor aus vitalisierten Ripprohren bündelt ja bekanntlich die kosmische freie Energie besonders gut und leitet diese um in diverse Lebensformen:

Schafgarbe und Mohn am Kollektor

Leider wirkt sich der Kollektor-Boost auf alle Elemente der Nahrungskette aus:

Schleimig Aliens beim Kollektor

Wie Beobachtungen zeigen, sind aber diese – immerhin geschützten und essbaren – Aliens bedeutend harmloser als ihre Artgenossen, die ohne mittransportierte SiedlerAlienhütte auskommen.

Eine gut organisierte aber perfide schleimige Armee versucht – weitab vom schützenden Kollektor – die Kohlehydrat-Autarkie-Versuche der Siedler zu vereiteln:

Gefräßige Aliens, koordinate Attacke auf unschuldige Kartoffelpflanzen

Aber die Siedler arbeiten ja insgeheim an ihrer von der Außenwelt hermetisch abgeriegelten und autarken Biosphäre. Als erster Schritt wurde daher versucht, diese Nahrungskette mit einer passenden – und etwas sympathischeren – Lebensform zu ergänzen:

Igel im KartoffelbeetGenerell gelingt es den Siedlern ja sehr gut, die Lebensformen in und rund um ihre Siedlerhütte auf ihre Philosophie einzuschwören und deren Begeisterung für Energietechnik zu wecken:

Junge Amsel, Luftpumpe

Dass sich diese junge Amsel gerade vor der Luftsprudelpumpe besonders wohl fühlt, kann kein Zufall sein – wurde diese doch installiert als Teil eines anderen biologischen Experiments.

Generell schrecken die Siedler vor riskanten sozialen und agrarwissenschaftlichen Experimenten nicht zurück:

Hier findet man offenkundig genmanipuliertes Gemüse in esoterischen Farbtönen …

Gartenmelde

… sowie außerirdische Sonden, die unsere Kultur, Lebensweise und Methoden der Energiegewinnung genauer untersuchen …

Raumkapsel, Sonde

… als auch Aliens, die sich einfach nützlich machen und in unsere Gesellschaft eingliedern wollen …

Alien mit dem Gartenschlauch

… wie wir das aus Dokumentationen ja kennen:

Man kann es als IT-Fuzzi eigentlich nicht anders sagen: Diese Biospähre hat einen gewaltigen Bug!Dieser Garten hat einen Bug

Wie alles begann …

Weit, weit unten, am Ende der linken Leiste in diesem Blog findet sich ein harmlos anmutendes Bild mit der Überschrift Die Vorgeschichte. Manch mutiger Leser klickt tatsächlich auf den entsprechenden Link – trotz oder wegen des vielversprechenden Hover-Textes: Siedler suchen z-village – seit 2004.

Der Planwagen der Siedler

Der Planwagen der Siedler – auf dem Weg nach z-village.

Der Quell der Geschichten auf dieser Website versiegt mit einem Eintrag vom 1.September 2005, der Dokumentation der so genannten z-Reise. Offenbar hatte diese Reise entscheidende Weichenstellungen im Leben der Siedler ausgelöst. So kündet ein wichtiges magisches Buch von der Entstehung einer Organisation namens punktwissen kurz nach dieser Reise.

Ende August 2015 ist es also an der Zeit, nostalgisch zurückzublicken und ein Jubiläum zu feiern!

Die Kenndaten dieser denkwürdigen z-Reise:

  • Die Siedler besuchten ca. 110 Orte und politische Gemeinden in Österreich, deren Namen mit Z beginnt. Davon gab es zu jener Zeit insgesamt 247 (Quelle).
  • Dauer: 10 Tage
  • Zurückgelegte Kilometer: 2.000 km … mit dem Auto. Daten zur CO2-Bilanz möchten die Siedler nicht veröffentlichen.

Jeder z-Ort wird in einem speziellen Ritual gewürdigt:

(1) Suche und Identifikation. Die Siedler navigieren mit einem schlechten Ausdruck aus Google Maps, da ihr Navigationssystem unerklärlicherweise manche z-Metropolen ignorierte.

Elementare Herausforderungen der Navigation

Elementare Herausforderungen der Navigation.

Irgendwer findet ein Doppel-Z und eine unbekannte Lebensform als Bonus

Irgendwer findet ein Doppel-Z und eine unbekannte Lebensform als Bonus.

(2) Totale Euphorie beim Ansichtigwerden von schriftlichen Spuren, oft sogar einem Ortsschild.

Zitternberg: Zittern vor Bestien

Zitternberg: Zittern vor Bestien.

Z-Elk-ing

Z-Elk-ing – ein Ort für das Elk-ement!

Ein i für Irgendwen.

I-rgendwer freut sich darüber, in jedem Ort persönlich begrüßt zu werden – sogar in Nicht-z-Orten.

(3) Wissenschaftliche Dokumentation und Auskosten der spirituellen Highlights.

Immer wieder werden die Siedler von allem angezogen was mit Energie zu tun hat:

Irgendwer ist sehr interessiert an der Umwandlung von Energie in Zwickelsberg!

Irgendwer studiert die Umwandlung von Energie in Zwickelsberg.

Zwentendorf, elkement als Aktivist

Ein Subversives Elkement (rechts neben dem Hydranten) versucht ein nie in Betrieb gegangenes z-Kernkraftwerk zu stürmen.

Irgendwer hält andächtig am Kraftwerk des Schreckens.

Irgendwer hält andächtig inne am Kraftwerk des Schreckens.

elkement rastet auf einer Turbinenschaufel.

elkement, rastend auf irgendeinem Teil, der mit Energie zu tun hat (mutmaßlich).

Langsam bekommen die Siedler einen Eindruck davon…

Tauernwindpark

… wo der Strom herkommt (nahe Ober-z-eiring) …

Umspannwerk Zwaring

… und wo er hingeht.

Kein Wunder also, dass die ersten internen Aufzeichnungen und Berechnungen zur Energieversorgung einer Siedlerhütte bereits im Jahr der z-Reise enstehen!

Die Siedler entdecken bisher wahrscheinlich unbekannte Kultstätten Eingeborener:

Kultstätte

Die elementare Kultstätte wirkt.

Kultstätte - industriell.

Auch Industriegebiete sind nicht frei von Kult.

Weltmaschine Gsellmann

Die Weltmaschine eines anderen Tüftler-Künstlers spricht die Siedler auf allen Ebenen an.

(4) Bei Kontakt mit unheimlichen Lebensformen: Rascher Rückzug. Dies ist insbesondere in der flachen Weite im Norden des Landes des kahlköpfigen Herzogs der Fall (einem Landstrich, der oft Krimi-Drehbuchautoren inspiriert).

Aber Bedrohungen lauern überall:

Wilde Tiere

Die Gefahr ist meist offensichtlich …

Fassade des Grauens

… versteckt sich aber oft hinter einer subtil-furchteinfößenden Fassade.

Elemente wüten

Die Elemente mögen noch so wüten – die Siedler lassen sich nicht abschrecken!

Bedingt durch das wahnwitzige Auswahlkriterium der völlig zufälligen Reiseziele erhalten die Siedler einen neuen bewusstseinserweiternden Blick auf ihr Heimatland. Die Reisenden werden herausgeschleudert aus ihrer dazumal gewohnten Welt des Business Travellers. Oder um es im Tagespresse-/Postillion-Stil zu sagen:

Sensation – mutiges Forscherteam entdeckt eine Parallelwelt abseits von Flughäfen, Bahnhöfen, Autobahnen und Konzernzentralen!

elkement sucht ein Z, findet idyllische Weiten.

elkement sucht ein Z, findet idyllische Weiten.

Siedler-Selfie

Siedler, beim Schmieden eines Planes. Ein (Siedler-)Selfie, lange bevor das ein Trend wird.

Wappen bodenständiger Kulturen

Die vornehmen Wappen bodenständiger Kulturen eröffnen den Siedlern neue Horizonte.

Siedlerhütte

Inspiration: Eine Siedlerhütte, wie sie im Buche steht.

Es sollten allerdings noch einige Jahre ins Land gehen, und einige weniger inspirierende Reisen …

Irgendein Flugzeug

Trotz Irgendwessen Faible für Eis: Ein traumatisches Erlebnis.

… bis die Siedler ihre eigene Weltmaschine letztendlich umgesetzt hatten.

Irgendwer hat Alles im Griff

Irgendwer hat irgendwie schon immer Alles im Griff!

Die Bedeutung der z-Reise wird in der offiziellen Siedlergeschichte definitiv zu wenig gewürdigt!

Hä?

Was ist eigentlich dieses punktwissen? Eine Bewegung? Ein Verein zur Verringerung der Dummheit?

Leider ist punktwissen ein kommerzielles Unterfangen. Hier soll ein kleiner Einblick in die komplexe Organisationsstruktur unseres Zwei-Personen-Imperiums gegeben werden.

Im Sinne der Effizienz gibt es genau zwei Siedler, die sämtliche Rollen wahrnehmen: Aufsichtsrat, Management und Hackler(*)
(*) Information für Leser aus DE und CH: Arbeiter.

Die Siedler sind als Vertreter der Generation X aufgewachsen mit allen gängigen Klischees: Wikie, Slime und Paiper und natürlich Star Trek. Deshalb gibt es bei uns einen Chefingenieur und einen Wissenschaftsoffizier:

punktwisser-2013

Chefingenieur ‚Irgendwer‘ (links) und Wissenschaftsoffizier ‚Elkement‘ (rechts)

Irgendwer ist der Mann fürs Grobe und fürs Praktische und uneingeschränkter Herrscher über die Doc-Emmett-Brown-mäßige Erfinderwerkstatt. Hier werden Weltmaschinen (vulgo: ‚Wärmetauscher‘) konstruiert und unter widrigsten Umständen Messungen durchgeführt.

Legendär sind Irgendwessen detaillierte Bauanleitungen und Handbücher, die – genau wie seine Energieernte-Kunstwerke – seinen Sinn für funktionale Ästhetik mit einem Anspruch an nachhaltige, naturnahe (und tierfreundliche) Gestaltung vereinen. Irgendwer wäre in einem anderen Leben ein Tischler, Zimmermann oder mit Holz arbeitender Künstler geworden.

Das Elkement ist sehr geschickt darin, (Arbeit) zu simulieren. Hierzu wird das Ingenieurs-Tool Microsoft Excel verwendet (Ja, auch damit kann man die Wärmeleitungsgleichung diskretisieren). Am liebsten spürt es kleine Käfer auf (Bugs) und sucht nach verloren gegangenen Paketen (im Netzwerk).

Entgegen dem typischen Vorurteil arbeitet das Elkement nicht in einem völlig abgedunkelten Raum, kann aber seine Affinität zu eher virtuellen Arbeiten nicht abstreiten. Das Elkement ist ein Geek oder Nerd und verfügt über eine gewisse professionelle Paranoia.

Die Siedler hatten umfassende Recherchen zur optimalen Organisation eines Startups im Bereich der Erneuerbaren Energien durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Kombination aus öffentlichkeitsscheuem Erfinder und hyperaktivem Social-Media-Poster sehr erfolgsversprechend ist. Der Leser, der eventuell auch auf diverse andere elementare Websites stößt, kann die Implementierung dieses Konzepts bei punktwissen erahnen.

Anstelle des obligaten Interviews mit der Geschäftsführung lassen wir hier Irgendwer und Elkement in ihrem eigenen O-Ton zur Entwicklung von punktwissen zu Wort kommen.

Eine seriöse Chronologie der Ereignisse findet man hier.

Kanadische Herausforderung

Das Elkement hatte aus seiner internationalen Blogosphäre einige interessante Fragen zur Erfindung erhalten:

Würde die Erfindung auch in der Prärie von Saskachewan (Kanada) funktionieren?

Saskatoon in Winter

Saskatoon, die größte Stadt in Saskachewan.

Saskachewan ist ein dünn besiedeltes Land, das einst von tapferen und erfinderischen Siedlern in Besitz genommen wurde. Da es nur wenig Bäume gab, bauten diese Siedler ihre Häuser aus ‚Grasnaben-Ziegeln‘ (Sod Houses).

Saskatchewan sod house

‚Sod House‘ in Saskatchewan – ein Haus aus rechteckigen ‚Ziegeln‘, die aus der besonders dichten Nabe des Präriegrases ausgeschnitten wurden (Sod house in Wikipedia)

Das Klima in Saskachewan bietet ‚Herausforderungen und Chancen‘:

Temperaturen im Winter:

  • Mittlere maximale Tagestemperatur im Jänner: -10°C
  • Mittlere Temperatur im Jänner: -15°C

(National Climate Data: Mittelwerte für alle Monate und Wetterdaten von Dezember 2012 und Jänner 2012 für die Stadt Weyburn, aus der die Anfrage kommt.)

Damit ist es fast 15°C kälter als im Pannonischen Winter. Aus dem Kollektor könnte im November, Dezember und Jänner fast keine Energie gewonnen werden, da die Temperatur fast durchgängig unter 0°C beträgt. Die Arbeitszahl der Wärmepumpe wäre aufgrund der höheren benötigten Vorlauftemperatur etwas schlechter.

Saskachewan ist die zweit aktivste Tornado-Region in Kanada:
Der Kollektor müsste Tornado-sicher gebaut werden.

Es gibt Föhn-artige Winde – die Chinook Winds
… die Lufttemperatur innerhalb von wenigen Stunden von -20°C auf +10-20°C steigen lassen. In diesen Perioden könnte der Kollektor eine reiche Energieernte einfahren.

Bedrohlich wirkende Wolken, typisch für die Chinook winds – ‚Chinook Arch‘. (Source: Wikipedia)

Im schlechtesten Fall (Chinook-freie Zeit) kann Energie nur aus dem Gefrieren des Wassers im Tank gewonnen werden und zu einem kleinen Teil aus dem Boden. Im schlechtesten Fall müsste der Tank so groß gebaut werden, dass sein Volumen – umgerechnet in Schmelzwärme – dem Heizenergiebedarf der Periode ohne Kollektorernte entspricht.

Bei einer Arbeitszahl von ca. 4 müsste das Volumen im Tank ca. 3/4 des Heizenergiebedarfs entsprechen.

1 m3 Wasser im Tank liefert ca. 93 kWh: Würde die Kanadische Siedlerhütte den gleichen Heizenergiebedarf haben wie die in diesen Geschichten vorgestellte Pannonische Siedlerhütte (17.000 kWh), müsste der Tank ca. 137 m3 groß sein.

In Saskatchewan leben ca. 1 Million Siedler verteilt auf 650.000 km2 (Die ca. 8-fache Fläche von Österreich).
Wir können daher annehmen, dass ein Kanadischer Siedler Platz genug für einen 100-m3-Tank hat!

Siedler aus dem USA auf dem Weg in die Westliche Prärie, The Encyclopedia of Saskachewan

Siedler aus dem USA auf dem Weg in die Westliche Prärie (The Encyclopedia of Saskachewan)