Siedler-Relevantes aus Wissenschaft und Kunst

Die Siedler versuchen hin und wieder über den Tellerrand ihres kleines Universums hinauszublicken, um am Puls der Zeit zu bleiben. Neuigkeiten aus der Grundlagenforschung und Impulse aus der Kunst gehören selbstverständlich dazu – im Alltag eines modernen Wissensunternehmens.

Hier eine Auswahl, die uns besonders begeistert hat:

Sole endlich selbst erzeugen!

Die Öku-Fuzzis dieser Welt waren ganz hin und weg vom umwelttechnischen Potential dieser plastikfressenden fetten Raupe. Den Siedlern hat es vor allem das Abfallprodukt angetan: Die Larve hinterlässt nämlich Ethylengloykol – der Aktienmarkt für Kühlsoleprodukte hat bereits empfindlich auf diese Forschungsergebnisse reagiert.

Außerdem konnte eine verblüffende Ähnlichkeit zu den Lebensformen im siedlereigenen Kompost festgestellt werden. Vielleicht endlich eine ökologisch vertretbare Variante, alte Plastiksackerl (-Tüten) am Kompost zu entsorgen?

Fette Larve

Vielleicht hätte die fette Larve auch Laminat geknabbert, wenn die Siedler nur etwas geduldiger gewesen wären …

Diese Spezies zeigt generell sehr innovative Ansätze – wurde sie doch auch im Innenbereich der Siedlerhütte gesichtet, weil sie mutmaßlich Irgendwessen spezielle Erfindung / Kunst als eine Art Trojanisches Pferd zum Transport in den Innenbereich genutzt hatte.

Hier wäre eine interdisziplinär angelegte und wissenschaftlich begleitete Studie dringend nötig!

Wissenschaft, Innovation und Kunst

In der ursprünglichen Heimatstadt der Siedler ist die entsprechende Szene ja recht umtriebig. Z.B. wurde hier ein Preis vergeben für innovative Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie und Kunst:

Wenn Kunst in andere Sphären tritt: Welche Überschneidungen gibt es in Wissenschaft, Technologie und Kunst? Was ist Innovation? Und welche technologischen Entwicklungen werden langfristig erfolgreich sein?

Um aber anderen Siedlern auch eine Chance zu lassen, hat Irgendwer großzügig darauf verzichtet, an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb teilzunehmen.

Leider bleiben seine Variationen zum Thema Wiedergeburt eines Heizungsrohres – Kreislauf des pflanzlichen Lebens im Dialog von Holz, Metall und sonst was  – damit der kulturinteressierten Weltöffentlichkeit verborgen.

Brutkasten

Klettergarten

Gewürm und schleimige Aliens

Auch die Siedler haben schon ausgiebig über allerlei Gewürm berichtet und eigene Forschung zur potenziellen Lebensgefahr für Regenwürmer angestellt. Die Alienforschung steht hingegen noch am Anfang – klar scheint aber zu sein, dass sie in der natürlichen Nahrungskette im autarken Siedlergarten eine wesentliche Rolle spielen.

Da kommt dieses Forschungsprojekt zur Interaktion von Regenwürmern und schleimigen Aliens (mit und ohne eigene Siedlerhütte) gerade recht. Nachhaltige Kontrollmethoden für das ungeliebte Weichtier würden die Siedler auch sehr interessieren – und natürlich interessiert die Reaktion der Schnecken auf den Klimawandel.

Auch ohne fundierte Ausbildung in Biologie würden sich die Siedler die Anwendung dieser Forschungsmethodik zutrauen:

Man legt Kartonscheiben im Garten aus, wartet drei Tage, schaut dann, was sich darunter eingefunden hat, und macht davon ein Foto.

Nach den Warnungen in diesem Artikel – Regenwürmer fressen das Bioschneckenkorn sehr gern – fühlen sich die Siedler in ihrer weichtierfreundlichen Politik bestätigt.

3D-PVC-Gerüst-Forschung

Unvergleichlich war der Moment, als Chefingenieur erkennen durfte, dass seine langjährige Forschung und Entwicklung zu komplexen 3D-PVC-Rohr-Strukturen als Wissenschaft eingestuft werden kann.

LE(G)O_2-Spirale-des-Lebens-2

LE(G)O_2-Spirale-des-Lebens-2. Der schlichte Grundriss lässt die Komplexität von Irgendwessen Berechnungstools nicht einmal ansatzweise erahnen.

So lesen wir doch in dieser Veröffentlichung über PVC-Polyeder, die mittels Standardverbindungen hergestellt wurden:

We describe how to construct a dodecahedron, tetrahedron, cube, and octahedron out of pvc pipes using standard fittings.

Neuartige Erkenntnisse aus der Geometrie des Rohrzusammensteckens wurden zum ersten Mal bekannt gemacht – das war den Siedlern vorher so gar nicht klar!

In particular, if we take a connector that takes three pipes each at 120 degree angles from the others (this is called a “true wye”) and we take elbows of the appropriate angle, we can make the edges come together below the center at exactly the correct angles.

Zur langen Tradition der Polyeder-Forschung bei den Siedlern liegt der Redaktion auch bisher unveröffentlichtes, brisantes Bildmaterial vor: Bereits im Jahr 1981 wurden vom kleinen El(k)ement hier theoretische Studien angestellt und Prototypen diverser Polyeder (aus recyclebarem Material) gefertigt.

Festes kleines gesterntes Rhombikosidodekaeder

Für die praktische Umsetzung warten wir noch auf den besonders verwegenen Siedler mit einem Eisspeicher entsprechender Form – natürlich nicht ohne Crowdfunding-Projekt, Facebookseite und diversen Innovationspreisen!

LE(G)O_2

Irgendwer konnte sich nicht mehr entsinnen, was ihn genau auf diese Idee gebracht hatte. Waren es nur die Reste einer PVC-Installation, die in der Erfinderwerkstatt herum gelegen waren oder hatte er wirklich als Kind zuviel mit LEGO gespielt. Wahrscheinlich Beides … 

Le(g)o_2_Elkement_Zeitdokument

Das El(k)ement hatte auf jeden Fall ausgiebig mit LEGO gespielt. Entsprechende Zeitdokumente vom Irgendwem sind nicht überliefert …

Was er damals gebraucht hatte, war eine Trägerkonstruktion für den Wärmetauscher im Eisspeicher von LEO_2, das folgende Voraussetzungen erfüllen musste:

  • Es musste in Wasser langzeitbeständig gegen verrotten oder verrosten sein
  • Es musste durch eine kleine Öffnung in einen bestehenden Hohlraum eingebracht werden können
  • Es durfte die Innenhaut des Eisspeichers nicht verletzen (Dichtigkeit)
  • Es sollte möglichst rasch und problemlos im Eisspeicher aufgebaut werden können
  • Es sollte möglichst beliebig geformte Wärmetauscher-Konstruktionen aus Rippschlauch tragen können
  • und – wie sich später rasch herausstellen sollte – musste es für alle möglichen und unmöglichen Formen von Hohlräumen (quaderförmig, zylindrisch) geeignet sein

Und so entstand aus nur zwei Bausteinen Irgendwessen Eisspeicher-Baukasten, der ihm noch vieles an Tüftelei bescheren sollte.

LE(G)O_2-Rohr-T-Stück

Es brauchte nicht mehr als zwei Basis-Bausteine für diese Tüftelei. Ein PVC T-Stück und ein PVC-Rohr in dazu passender Größe …

Daraus werden die zwei Hauptelemente eines Trägergestells zusammengesetzt und verklebt:

LE(G)O_2-Kombi-Quer

… der Querverbinder …

LE(G)O_2-Kombi-Längs

… und der Längsverbinder …

Diese Verbinder hielten – richtig zusammengesteckt – die Steher des Trägergestells (also: einfache Rohre) in der gewünschten Position.

Das folgende kleine Werkstück zeigt schon das Potential von Kombinationsmöglichkeiten, das sich daraus ergibt, dass:

  • die Rohrstücke beliebig lang sein können
  • die T-Sücke entlang der Längsachse in beliebigem Winkel drehbar sind

LE(G)O_2-Kombi

Aus diesen einfachen Zutaten ist schon die eine oder andere interessante Trägerkonstruktion entstanden. Unlängst eine ‚High-End-Variante‘ für einen zylindrischen Eisspeicher: die ‚Spirale des Lebens‘ – wie sie Irgendwer liebevoll nannte …

LE(G)O_2-Spirale-des-Lebens-2

Prinzip-Skizze eines PVC-Trägergestells für den nachträglichen Einbau in einen zylindrischen Eisspeicher (von oben betrachtet).

Zugegeben, es war schon ein wenig Rechenarbeit nötig, um die genauen Rohrlängen zwischen den einzelnen T-Stücken zu ermitteln. Aber glücklicherweise hatte Irgendwer in der Schule gut aufgepasst … 😉

Irgendwo im hohen Norden: Der Eisspeicher

Und so war die Zeit gekommen, die Ärmel hochzukrempeln und das Konzept schrittweise in die Tat umzusetzen. Als Erstes stand die Zisterne auf dem Plan, die zum Eisspeicher umgebaut werden sollte.

Während Irgendwer in Pannonien noch an der Detailplanung tüftelte, begann der Siedler im hohen Norden schon einmal mit den groben Aufräumungsarbeiten in der Zisterne.

IIHN-Zisterne-Urzustand

Im Laufe der Jahrzehnte hatten die Wurzeln des urwaldartigen Baumbestandes nicht nur die Einstiegsluke überwuchert, sondern hatten ihren Weg durch die Verrohrung bis in die Zisterne gefunden …

Was auch immer die Beweggründe für die eigenwillige Architektur dieser Zisterne gewesen sein mögen, sie waren jedenfalls für die Ewigkeit in massive Betonwände gegossen und im wahrsten Sinne des Wortes zu unverrückbaren Voraussetzungen für dieses Projekt geworden.

IIHN-Zisterne-Architektur

Nachdem die Grundreinigung der Zisterne abgeschlossen war, offenbarte sich ihre ‚filigrane‘ Architektur im milden Schein der Grubenlampe. Ein besonderes Juwel war das monumentale Einstiegspodest.

Es dauerte nicht lange, bis der Detailplan als Grundlage für die weiteren Arbeiten fertig war. Trotzdem musste der Siedler an manchen Stellen noch selbst den Rechenstift zur Hand nehmen, um nicht ganz unwesentliche Variationen in der Zisternenhöhe – ein Erbe der Maurerkunst vergangener Jahrzehnte –  auszugleichen.

IIHN-Detailplan-Rechner

Bald schon begann in der Siedlerwerkstatt im hohen Norden die Kappsäge zu kreischen, um das Trägergestell für den Wärmetauscher zuzuschneiden.

IIHN-Siedlerwerkstatt-Kappsäge

Ein unverzichtbares Werkzeug für den Bau von LEO_2: Die Kappsäge. Im Hintergrund: Fein säuberlich der Größe nach sortiert und für den Aufbau vorbereitet: die Teilstücke für die Steher des Trägergestells.

Und dann ging es wieder hinab in die Tiefen der Zisterne. Problemlos konnten auch die längsten Teilstücke des Trägergestells durch den verwinkelten Einstieg in die Zisterne gebracht werden.

IIHN-Trägergestell-Bordeaux

Zugegeben: Dieses Kistchen hatte sicherlich schon edlere Materialien zum Inhalt. Aber es war auch ideal geeignet, um die kleineren Teilstücke des Trägergestells wohlsortiert in die Zisterne zu transportieren…

Beim Aufbau des Trägergestells bekam der Siedler dann unerwartete Hilfe von seinen Kindern, die das Zusammenstecken der Teilstücke nur trocken mit den Worten kommentierten:

‚Ist ja, wie Lego …‘

Und so spielte der Siedler mit seinen kleinen Helfern halt eine Partie ‚LEO_2-Zisternen-Lego‘ und konnte schon bald zufrieden das Ergebnis bewundern.

Trägergestell für den Wärmetauscher

Was dem Siedler zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht bewusst war, war dass er mit diesem Bauwerk einen fundamentalen Eingriff in das empfindliche Ökosystem der Zisterne vorgenommen hatte, der bestimmte Lebensformen magisch anzog …

Jenseits von Pannonien …

In der Erfinderwerkstatt herrschte geschäftiges Treiben.

Ein unerschrockener Siedler jenseits der pannonischen Landesgrenzen – im Lande des kahlköpfigen Herzogs – hatte sich entschieden, die Erfindung – das Wärmepumpensystem LEO_2 – auch in seine Siedlerhütte einzubauen.

Der kahlköpfige Herzog

Nachdem der Wassertank, der zukünftig sowohl als Eisspeicher als auch als Zisterne dienen würde, fertiggestellt war, musste im nächsten Schritt die Trägerkonstruktion für den Wärmetauscher im Eisspeicher vorbereitet werden.

Dazu benötigte man (1) PVC-Rohr, das in handlichen Stücken zu je 2 m geliefert wurde, (2) eine genau berechnete Menge von T-Stücken, mit denen die PVC Rohre zusammengefügt wurden, (3) etwas PVC-Kleber und (4) einen guten Plan, der die exakte Anzahl und Länge der benötigten Rohrstücke auswies.

PVC-Trägerkonstruktion: Zuschnitt

Nach einem genauen Plan, den Irgendwer ausgetüftelt hatte, wurden die PVC Rohre auf die exakte Länge zugeschnitten.

Im nächsten Schritt wurden die T-Stücke systematisch mit den Rohren verklebt, wodurch sich zunächst ein interessantes Sammelsurium von Teilstücken ergab.

PVC-Trägerkonstruktion: Verklebte Teilstücke

Teilstücke der PVC-Trägerkonstruktion – Bereit zum Aufbau.

Was für den Außenstehenden, wie ein IKEA Regal nach dem Auspacken aussah, hatte einige unschlagbare Vorteile:

  • Sämtliche Teile der Trägerkonstruktion bestanden aus korrosionsbeständigem PVC-Kunststoff, der außerdem gut und einfach bearbeitbar war.
  • Kein Einzelstück war länger als 2,5 m. Das vereinfachte sowohl den Transport als auch das Einbringen in den Wassertank durch die kleine 60 x 80 cm große Einstiegsöffnung.
  • Der Aufbau im Tank ging sehr rasch und ohne spezielles Werkzeug vonstatten – praktisch nur durch Zusammenstecken der Einzelteile.

Nun galt es, die Trägerkonstruktion an den Zielort zu transportieren, was aufgrund des geringen Gewichtes selbst mit dem kleinen Gefährt von Irgendwem problemlos möglich war.

PVC-Trägerkonstruktion: Transport

Transport der PVC-Trägerkonstruktion: Die langen Teile wurden aufs Dach geschnallt …

PVC-Trägerkonstruktion: Transport

… und die kleineren Teile fanden locker im Kofferraum Platz.

Am Zielort angekommen war die meiste Arbeit das Abladen und das Hinunterschaffen der Teile in die Zisterne. Das Aufstellen der Konstruktion war aufgrund der generalstabsmäßigen Vorbereitung innerhalb kürzester Zeit erledigt.

PVC-Trägerkonstruktion-Wärmetauscher-Tank

Selbsttragende PVC-Trägerkonstruktion für die Verlegung des Wärmetauschers im Eisspeicher.

Bereit für den nächsten Schritt, das Einziehen des Wärmetauschers