Irgendwo im hohen Norden: Expedition Wärmepumpe

Irgendwer hatte sich schon Sorgen gemacht, ob der langen Sendepause vom unerschrockenen Siedler im hohen Norden. Aber er wusste ja, dass dieser mit jeder Sekunde seiner Zeit haushalten musste. Denn schließlich machte doch eine LEO_2 Wärmepumpenheizung nur dann richtig Spaß, wenn man auch eine Siedlerhütte zum Beheizen hatte – und die wollte erst gebaut werden …

So war es dann soweit, dass dieselbe Gestalt angenommen hatte, und angesichts der langsam hereinbrechenden kälteren Jahreszeit das Thema Heizung wieder an Bedeutung gewann.

Das Dasein der ‚Dummen Wärmepumpe‘ in ihrer Holzkiste hatte ein Ende und sie wurde an ihren endgültigen Aufstellungsplatz gebracht. Und nicht nur das. Nach Kiste und Schutzfolie wurden auch die Abdeckbleche entfernt, wodurch ein überraschend sauber verarbeitetes und aufgeräumtes Inneres offenbar wurde.

IIHN-Waermepumpe-Innereien

Eine spannende Expedition in diese weitgereiste exotische Maschine stand bevor, um ihr auch noch die letzten Geheimnisse zu entreißen, die das in etwas gewöhnungsbedürftigem Englisch verfasste Handbuch noch nicht preisgegeben hatte. Besonders diese kryptische Schatzkarte, die sie im Handbuch gefunden hatten, sollte dabei den Weg weisen:

IIHN-Schatzkarte

Der unerschrockene Siedler bewaffnete sich mit festem Schuhwerk, Stirnlampe, Schraubenzieher, Fotoapparat und ausreichend Proviant, bevor er sich auf den Weg machte, um akribisch jeden noch so entlegenen Winkel zu erforschen und zu dokumentieren.

IIHN-Waermepumpe-E-Anschluesse

Irgendwer war besonders  an den elektrischen Anschlüssen interessiert. War es doch der Plan, einige der eingebauten Komponenten – z.B. den elektrischen Heizstab – über die Universalregelung UVR16x2 anzusteuern. Denn die im Handbuch beschriebene Regelungslogik entsprach – wie von einer ‚Dummen Wärmepumpe‘ auch nicht anders zu erwarten – noch nicht ganz seinen Vorstellungen.

IIHN-Kabelbeschriftungen

Es war fast enttäuschend. Noch vor der ersten Übernachtung in der Wärmepumpe, ja sogar noch bevor das erste Proviant-Paket geknackt werden musste, war die Expedition auch schon wieder zu Ende. Alle offenen Rätsel waren gelöst. Denn sämtliche Kabel und Anschlüsse waren von einem Spielverderber mit Wegweisern beschriftet worden, die genau der Schatzkarte entsprachen.

Jetzt war Irgendwer wieder am Zug, um die ‚Dumme Wärmepumpe‘ in die Regelungslogik der UVR16x2 einzubinden. Aber auch das hatte er schon im Vorfeld ausgetüftelt und die Umsetzung war nur noch Formsache …

IIHN-UVR16x2-Regelungslogik

Irgendwo im hohen Norden: Die ‚Dumme Wärmepumpe‘

Und so begab es sich, dass der unerschrockene Siedler im hohen Norden begonnen hatte, nach einer besonders dummen Wärmepumpe Ausschau zu halten. Genau genommen kam es ihm dabei aber nicht ausschließlich auf deren Intelligenz an, sondern vielmehr darauf, wie groß der Geldbeutel zum Erwerb des guten Teils am Ende sein musste.

Die Befragung des allwissenden Orakels wies rasch den Weg in den Fernen Osten, wo man inzwischen auch ganz passable Wärmepumpen fertigte. Mit Innereien und technischen Daten, die den Vergleich zu ihren mitteleuropäischen Verwandten nicht mehr zu scheuen brauchten.

Wärmepumpe-GS10H

Würde diese HISEER Sole-Wasser Wärmepumpe bald irgendwo im hohen Norden ihren Dienst tun?

Dennoch reichte es nicht, bloß ein unerschrockener Siedler zu sein, um den Schatz im Reich der Mitte zu heben. Nein, zu vielfältig waren die Gefahren, die man sich ausmalen konnte, bis die Wärmepumpe zufrieden im Heizraum brummte. Da brauchte es schon ein gutes Stück Verwegenheit, um sich auf dieses Abenteuer einzulassen!

Also hielt der unerschrockene Siedler Zwiesprache mit Irgendwem. Die Kompatibilität mit LEO_2 wurde hinterfragt und diverse ‚Für und Wider‘ abgewogen. Den letzten Ausschlag gab schließlich dieser denkwürdige Satz des unerschrockenen verwegenen Siedlers:

„Wer sein Haus auf dem Dach eines Bunkers baut und mit Irgendwem aus Pannonien seine Heizung austüftelt, für den ist es letztlich auch egal woher die Wärmepumpe stammt …“

Freilich waren noch einige technische Fragen und kommerzielle Formalitäten zu klären. Während Irgendwer versuchte über sieben Zeitzonen und sprachliche Barrieren hinweg die letzten technischen Details in Erfahrung zu bringen, hatte der verwegene Siedler die weitaus schwierigeren Aufgaben in den heimischen Amtsstuben zu meistern. Dort sprach man zwar Deutsch, aber deswegen auch nicht viel verständlicher …

Letztendlich hatte sich die Mühe aber gelohnt und im fernen Guangzhou stach die EVER LEARNED in See, um ihre wertvolle Fracht in einer mehrwöchigen Reise irgendwohin in den hohen Norden zu bringen.

IIHN-Kontainerschiff-EverLearned

Die lange Reise war ohne Zwischenfälle verlaufen. Irgendwo im hohen Norden wurde die Ladung gelöscht und die ‚Dumme Wärmepumpe aus dem fernen Osten‘ wieder an Land gebracht.

Aber so verwegen der Siedler auch war, so diszipliniert ging er ans Werk. Nach dem Motto:

„Erst die (Baatz-)Arbeit, dann das Spiel!“

landete die Kiste mit dem wertvollen Spielzeug zuerst einmal in einem sicheren Lagerraum. Denn es waren noch einige bauliche Vorbereitungen nötig, bevor die Wärmepumpe an ihren endgültigen Aufstellungsplatz gebracht werden konnte …

IIHN-KisteMitWertvollemSpielzeug

Sicher verstaut wartet eine Kiste mit kryptischen Zeichen und wertvollem Inhalt auf ihren Moment…

 

Irgendwo im hohen Norden: Die Schlangengrube

Man konnte ja nicht unbedingt behaupten, dass es geräumig war in der Zisterne. Das war auch durch das Trägergestell, das in ‚LEGO-Manier‘ zusammengebaut worden war, nicht wirklich besser geworden.

Trotzdem musste der Siedler wieder und wieder hinabsteigen, um seine Arbeiten zu vollenden. Seine Einstiegstechnik hatte er inzwischen so perfektioniert, dass ihn wohl jeder Schlangenmensch darum beneidet hätte. Aber das war nicht der einzige Grund, warum er seine Zisterne – oder sollte man inzwischen ‚Eisspeicher‘ dazu sagen? – bald liebevoll ‚Schlangengrube‘ nannte.

IIHN-Waermetauscher-2

Kabelbinder waren das perfekte Mittel, um den ‚Gemeinen schwarzen Solarrohr-Rippling‘ zu bändigen.

Als erstes entdeckte der ‚Gemeine schwarze Solarrohr-Rippling‘ seine neue Heimat. Diese Viecher waren ja sehr umgänglich und für den Menschen absolut ungefährlich, konnten aber trotzdem recht ungemütlich – gemein – werden, wenn man ihnen nicht von Anfang an ihre Grenzen aufzeigte. Glücklicherweise hatte Irgendwer, der mit diesem Gewürm schon öfter einen Strauß ausgefochten hatte,  den Siedler vorgewarnt und auf ein probates Mittel – den Kabelbinder – hingewiesen, der für die Zähmung dieser Gattung genau das Richtige war.

Mit besonderem Tüftler-Stolz hatte den Siedler seine einzigartige Flanschkonstruktion erfüllt, die er in durchgrübelten Nächten ersonnen hatte, um den alten, nicht besonders günstig gelegenen Zisternen-Zulauf professionell und wasserdicht abzuschließen.

IIHN-Flanschkonstruktion

Kaum wiederzuerkennen. Der alte Zulauf hatte sich vom hässlichen Frosch zum Prinzen gewandelt und verlieh dem Eisspeicher ein Flair von Hightech.

Er hätte eigentlich damit rechnen müssen, dass das eine weitere Gattung anzog, wie die Motten das Licht. Und es dauerte fürwahr nicht lange, bis die ‚Python Polyvenylchloridis‘, im Volksmund auch ‚Plastik-Python‘ oder einfach nur ‚PVC-Flexschlauch‘ genannt, ihren Weg durch die alten Rohrsysteme gefunden und bis in die Zisterne vorgedrungen war.

IIHN-Flexschläuche

‚Python Polivenylchloridis‘ oder ‚Plastik-Python‘. Jedes einzelne Tier dieser Gattung besitzt eine einzigartige Kopfform, die auch bei diesem Exemplar sehr extravagant ausgeprägt ist.

Aber auch darauf war der unerschrockene Siedler vorbereitet. Es bedurfte zwar etwas schwererer Geschütze – wie Quetschverschraubungen oder Schlauchschellen – um dieser Gesellen Herr zu werden, aber bald waren auch diese gebändigt.

IIHN-Luftschläuche

Kommt auch hin und wieder in Eisspeichern vor: die ‚Sechsköpfige Luftschlauchnatter‘.

Die ‚Sechsköpfige Lufschlauchnatter‘ wäre ihm ob ihrer zierlichen Gestalt schon gar nicht mehr aufgefallen, hätte sie sich nicht durch die blaue Signalfarbe ihrer Köpfe verraten.

IIHN-BlaueKöpfe

Unerkannt war sie in den Eisspeicher eingesickert. Aber die Signalfarbe ihrer blauen Köpfe, die sich erfrischend von dem tristen Grau-in-Grau des Eisspeichers abhob, hatte die ‚Sechsköpfige Luftschlauchnatter‘ verraten.

Als er auch den letzten dieser Köpfe widerstandslos am Trägergestell befestigt hatte, glaubte der Siedler diese Schlangenbrut nun endlich im Griff zu haben.

Was ihm bis dahin aber noch nicht bewusst war, war dass manche dieser Plastik-Pythons offensichtlich drahtige Parasiten hatten, die Ihre Wirte dazu benutzten, um Besitz vom Eisspeicher zu ergreifen …

IIHN-Flexschläuche-Innenleben

Die drahtigen Parasiten einiger Plastik-Pythons ergreifen Besitz vom Eisspeicher …

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Die ganze Geschichte: ‚Irgendwo im hohen Norden‚ …

Irgendwo im hohen Norden: Der Eisspeicher

Und so war die Zeit gekommen, die Ärmel hochzukrempeln und das Konzept schrittweise in die Tat umzusetzen. Als Erstes stand die Zisterne auf dem Plan, die zum Eisspeicher umgebaut werden sollte.

Während Irgendwer in Pannonien noch an der Detailplanung tüftelte, begann der Siedler im hohen Norden schon einmal mit den groben Aufräumungsarbeiten in der Zisterne.

IIHN-Zisterne-Urzustand

Im Laufe der Jahrzehnte hatten die Wurzeln des urwaldartigen Baumbestandes nicht nur die Einstiegsluke überwuchert, sondern hatten ihren Weg durch die Verrohrung bis in die Zisterne gefunden …

Was auch immer die Beweggründe für die eigenwillige Architektur dieser Zisterne gewesen sein mögen, sie waren jedenfalls für die Ewigkeit in massive Betonwände gegossen und im wahrsten Sinne des Wortes zu unverrückbaren Voraussetzungen für dieses Projekt geworden.

IIHN-Zisterne-Architektur

Nachdem die Grundreinigung der Zisterne abgeschlossen war, offenbarte sich ihre ‚filigrane‘ Architektur im milden Schein der Grubenlampe. Ein besonderes Juwel war das monumentale Einstiegspodest.

Es dauerte nicht lange, bis der Detailplan als Grundlage für die weiteren Arbeiten fertig war. Trotzdem musste der Siedler an manchen Stellen noch selbst den Rechenstift zur Hand nehmen, um nicht ganz unwesentliche Variationen in der Zisternenhöhe – ein Erbe der Maurerkunst vergangener Jahrzehnte –  auszugleichen.

IIHN-Detailplan-Rechner

Bald schon begann in der Siedlerwerkstatt im hohen Norden die Kappsäge zu kreischen, um das Trägergestell für den Wärmetauscher zuzuschneiden.

IIHN-Siedlerwerkstatt-Kappsäge

Ein unverzichtbares Werkzeug für den Bau von LEO_2: Die Kappsäge. Im Hintergrund: Fein säuberlich der Größe nach sortiert und für den Aufbau vorbereitet: die Teilstücke für die Steher des Trägergestells.

Und dann ging es wieder hinab in die Tiefen der Zisterne. Problemlos konnten auch die längsten Teilstücke des Trägergestells durch den verwinkelten Einstieg in die Zisterne gebracht werden.

IIHN-Trägergestell-Bordeaux

Zugegeben: Dieses Kistchen hatte sicherlich schon edlere Materialien zum Inhalt. Aber es war auch ideal geeignet, um die kleineren Teilstücke des Trägergestells wohlsortiert in die Zisterne zu transportieren…

Beim Aufbau des Trägergestells bekam der Siedler dann unerwartete Hilfe von seinen Kindern, die das Zusammenstecken der Teilstücke nur trocken mit den Worten kommentierten:

‚Ist ja, wie Lego …‘

Und so spielte der Siedler mit seinen kleinen Helfern halt eine Partie ‚LEO_2-Zisternen-Lego‘ und konnte schon bald zufrieden das Ergebnis bewundern.

Trägergestell für den Wärmetauscher

Was dem Siedler zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht bewusst war, war dass er mit diesem Bauwerk einen fundamentalen Eingriff in das empfindliche Ökosystem der Zisterne vorgenommen hatte, der bestimmte Lebensformen magisch anzog …

Irgendwo im hohen Norden: Das Konzept

Und so trafen sie sich. Der unerschrockene Siedler aus dem hohen Norden und die Professionellen Tüftler aus Pannonien. Aber ob der großen Entfernung nicht ‚IRL‚, sondern in einem Online Meeting in der ‚Cloud‚.

Teamviewer

Wird gerne von den Siedlern für Online-Treffen verwendet: TeamViewer

Fragen zu LEO_2 wurden gestellt und beantwortet, Bilder und Pläne betrachtet, Ideen ausgetauscht und mögliche Szenarien skizziert.

Schließlich verständigte man sich, einen gemeinsamen Online-Speicher zum Austausch von Bildern, Plänen und sonstigen Informationen einzurichten.

Dropbox

Einer von vielen Onlinespeichern: Die Dropbox.

Damit waren alle Voraussetzungen gegeben, den ersten Schritt in einem LEO_2 Projekt in Angriff zu nehmen: Das Konzept.

Zuerst musste sich Irgendwer einen genauen Überblick über die örtlichen Gegebenheiten, den Heizwärmebedarf und sonstige spezielle Anforderungen verschaffen. Dazu hatte er eine ‚Checkliste für die Bestandsaufnahme‚ entworfen, die er mit den inzwischen bekannten Fakten ergänzte und dem Siedler im hohen Norden per elektronischer Post – quasi als Hausaufgabe – zustellte.

IIHN-Konzept-Bestandsaufnahme

Aber unerschrocken wie er war, machte sich der Siedler daran Punkt für Punkt zu beantworten und mit den Pannonischen Tüftlern per E-Mail abzuklären. Bald füllte sich der Onlinespeicher mit allen nötigen Plänen, Bildern und Informationen, sodass es nicht lange dauerte, bis auch das Konzept Form annahm und den Siedler aus dem hohen Norden per E-Mail erreichte.

Und während dieser Seite für Seite zuerst neugierig überflog und dann im Detail studierte, sah er LEO_2 schon förmlich vor seinem geistigen Auge entstehen.

IIHN-Konzept-3-Systemkonzept

Im Abschnitt ‚Systemkonzept‚ wurde beschrieben, wie LEO_2 grundsätzlich funktionierte und wie es konkret in seine Siedlerhütte eingebaut werden sollte. Es wurde greifbar, wie die einzelnen im Schema eingezeichneten Komponenten in seinem Fall aussehen und an welchen Stellen seiner Siedlerhütte bzw. seines Grundstückes sie aufgestellt und eingebaut werden könnten.

IIHN-Konzept-4-Lageplan und Leitungen

Im Abschnitt ‚Lageplan und Leitungen‚ waren alle hydraulischen und elektrischen Leitungen aufgelistet, die verlegt werden mussten. In den Lageplan eingezeichnet machten sie klar, wie bestehende Verrohrungen genutzt und wo neue Mauerdurchführungen geschaffen werden mussten. Auch nicht unwesentlich waren die notwendigen Anschlüsse, die im Heizraum geprüft und bei Bedarf ergänzt werden mussten.

IIHN-Konzept-5-Auslegung

Mit besonderer Spannung hatte er die Berechnungen zur Auslegung erwartet. Dort stand in harten Zahlen, ob und wie der Heizwärmebedarf mit der Größe seiner bestehenden Zisterne (dem zukünftigen Eisspeicher) gedeckt werden konnte und wie groß der Kollektor dafür sein musste.

IIHN-Konzept-6-Regelungskonzept

Auch der Regelung war ein Abschnitt gewidmet. Welche Regelungskomponenten und Sensoren waren nötig, um die Gesamtanlage zu steuern, die Fernwartung zu ermöglichen, die Wärmepumpe optimal einzubinden, sowie Anlagendaten in Echtzeit in einem Onlineschema anzuzeigen und deren zeitlichen Verlauf aufzuzeichnen.

IIHN-Konzept-7-Kostenübersicht

Die Kostenübersicht über die wesentlichen Anlagenkomponenten verschafften ihm einen realistischen Überblick über die zu erwartenden Investitionen…

IIHN-Konzept-8-AufgabenDetailplanung

… und die Aufgaben der Detailplanung / Ausführung über die weiteren Schritte, die ihn erwarteten.

Alles in allem war dieses Konzept eine perfekte Entscheidungsgrundlage, bevor er sich endgültig entschloss, das Projekt tatsächlich in Angriff zu nehmen.

Man traf sich in einem weiteren Online-Meeting und besprach die letzten Anmerkungen und Fragen. Und dann war es soweit: Die Detailplanung und der Bau von LEO_2 konnten beginnen…

Irgendwo im hohen Norden

Und so begab es sich, dass irgendwo im hohen Norden ein Siedler fündig wurde.

Die lange und entbehrungsreiche Suche nach seiner zukünftigen Heimstätte hatte ein glückliches Ende gefunden, als er dieses Gebäudes ansichtig wurde.

Hochbunker im hohen Norden

Kein Zweifel. Das war es wonach er gesucht hatte: Ein vom Efeu umrankter Hochbunker im Großstadt-Dschungel.

Inmitten des Großstadt-Dschungels und von Efeu umrankt hatte ihm kaum jemand Aufmerksamkeit geschenkt. – Aber für ihn war es perfekt! Er sah es ganz deutlich vor seinem geistigen Auge, wie seine zukünftige Siedlerhütte auf dem Dach dieses Betonbunkers  thronte. Sicher, wie eine Burg. Wie von einem Adlerhorst würde er die Aussicht auf seine Umgebung genießen …

Und so begann der Siedler zu planen, bis ins kleinste Detail, so wie es seine Art war. Viele kleinere und größere Nüsse galt es zu knacken. Unter anderem sollte seine Siedlerhütte auf dem Betonfelsen ja auch irgenwie beheizt werden…

Und wieder wurde er fündig.

Vergilbter Plan

Auf diesem alten, vergilbten Plan war es deutlich erkennbar: unter Bäumen und Gestrüpp musste sich eine Zisterne verbergen …

Dieser alte vergilbte Plan zeigte ganz deutlich, was von außen – durch Erde bedeckt und von Bäumen überwachsen – nicht mehr sichtbar war: eine Art Zisterne! Ja, das war es! Dunkel erinnerte er sich an diese Eisspeicherheizung, von der er im Internet gelesen hatte. Dafür war doch diese Zisterne wie geschaffen!

Aber zuerst galt es zu bestätigen, was dieser Plan zeigte. So machte er sich mit archäologischer Ausrüstung ans Werk und begann zu graben. Er fühlte sich wie Indiana Jones, als seine Schaufel auf diesen metallenen Deckel stieß. Der hohle Klang war eindeutig!

Gefunden! Einstieg in die Zisterne.

Zum Auffinden und Öffnen des Einstieges in die Zisterne bedurfte es archäologischem Spezialwerkzeug von der groben und der feinen Sorte …

Nachdem er das Wasser abgepumpt und in die Grube hinabgestiegen war, bestätigte sich seine Hoffnung ob des guten Zustandes dieser Zisterne. Damit waren alle Voraussetzungen für seine zukünftige Eisspeicherheizung gegeben. Jetzt brauchte er nur noch jemanden, der ihn bei der Umsetzung seines Planes unterstützte…

Und abermals wurde er fündig.

„Professionelle Tüftler – Rastlose Siedler“

stand auf der Webseite geschrieben. Eigentlich genau das, was er suchte. Nachdem er noch einmal kurz überlegt hatte, beschloss er, es zu versuchen und wandte sich mit folgenden historischen Worten an El(k)ement und Irgendwen:

[…]

Um es auf den Punkt zu bringen, und mit Ihren Worten zu sagen: Wir sind unerschrocken genug um LEO_2 eine weitere Siedlerhütte im hohen Norden zur Temperierung anzuvertrauen. Mit Ihrer Hilfe sollte das klappen…

[…]

Das war der Beginn eines außergewöhnlichen Projektes, das ob der großen Entfernung zwischen dem Hohen Norden und Pannonien alleine auf die Mittel der modernen Kommunikation angewiesen war …