Kleiner Wegweiser durch das Eisspeicher-Labyrinth

Die Siedler versuchen, in ihrer kleinen Welt Ordnung zu halten. Alles hat seinen Platz. Vorhandenes wird penibel katalogisiert und ökologisch wiederverwertet.

Das gilt für die Landwirtschaft …

Die Samenbank. Wiederverwertung von Fichtenkantholz durch präzisen Einsatz der Kappsäge.

Der Brutkasten. Unikat aus Fichtenkantholz, Kupferrohr und Zeitungspapier.

… wie für ihre Internet-Postillen zum Eisspeicher-Wärmepumpensystem.

Immer beantworten die Siedler die fundamentalen Fragen: Was soll das alles hier? oder Wie funktioniert das? Im Lauf der Jahre sind daraus einige Überblicksseiten entstanden, die das Thema mehr oder weniger überblicksmäßig behandeln – von der schnellen Info für den ungeduldigen Leser bis zum echten Eisspeicher-Aficionado:

Eine größere Herausforderung (als die Popularisierung des Eisspeichers) ist die Frage nach dem Großen Ganzen zu klären – also zu beantworten, was dieses punktwissen jetzt wirklich ist / macht.

Not macht erfinderisch!

Zugegeben – ein Spruch von bauernkalenderhafter Nicht-Originalität, aber in Zusammenhang mit wesentlichen Milestones in der Geschichte der Wärmepumpe richtig.

Wir empfehlen als Pflichtlektüre:

Geschichte der Wärmepumpe
Schweizer Beiträge und internationale Meilensteine

von Dr. Martin Zogg.

Der Nationalheld der Österreichischen Wärmepumpen-Freaks wurde ja auf diesem Blog schon einmal gewürdigt. Peter Ritter von Rittinger hatte den ersten Prototypen einer sogenannten ‚Thermokompressionsanlage‘ für den Salzsiedeprozess ausgetüftelt.

„… Der enorme Energiebedarf solcher Prozesse lässt sich aus der Tatsache erkennen, dass für die Gewinnung von 1 kg Kochsalz etwa 3 kg Wasser verdampft werden müssen. Dafür wurden früher ganze Wälder abgeholzt …“

(Zogg S.13).  Mangels Eisenbahn konnten allerdings keine Brennstoffe transportiert werden, daher verwendete Rittinger mechanische Energie (Wasserkraft), um Temperatur und Druck des Dampfes zu erhöhen.

Damit gilt diese Anlage als die erste Wärmepumpe. Aus dem Vorwort von Rittinger’s Veröffentlichung von 1855:

„… Dampf kann mechanische Arbeit erzeugen! Von diesem allgemein als richtig anerkannten Erfahrungssatze machte bis nun die Industrie unzählige nützliche Anwendungen, und sie verdankt demselben die größten Fortschritte der Neuzeit. Aber auch an der Richtigkeit des obigen umgekehrt ausgesprochenen Erfahrungssatzes: „Mechanische Arbeit kann Dampf erzeugen“, dürfte wohl kaum ein Physiker zweifeln, da ihn vielfache Analogien darauf führen müssten …“

Wie wahr!

Rittinger hatte übrigens nicht nur Physik studiert, sondern auch Mathematik, Jus und Bergbau und war offenbar auch als höherer Beamter in der Österreich-Ungarischen Monarchie immer noch ein Tüftler und Erfinder wie er im Buche steht (Biografie). Diese Leonardo-da-Vinci-mäßige Vielseitigkeit hat er mit vielen anderen Pionieren gemein, die in Zoggs Arbeit gewürdigt werden.

Es blieb Schweizer Ingenieuren vorbehalten, seine Erfindung zur ‚Marktreife‘ zu führen. Laut Zogg (S.17) wurde 1876 die erste wirklich funktionierende Brüdenkompressionsanlage gebaut und 1877 installiert.

Brüdenkompression

Prinzip der Thermokompression / Brüdenkompression in der Salzgewinnung: Der vom Kompressor verdichtete Dampf kondensiert bei hoher Temperatur und erhitzt so den Sole-Dampf (Wikimedia, Public Domain)

Dieser legendäre Kompressor war bis 1943 in Betrieb!

Verkehrt laufende Dampfmaschine

Dampfpumpe / Kompressor der Saline Bex (Wikimedia, public domain).

 Das Klischée

„Domois haums hoit nu wos G’scheits gmocht!“
(Deutsch: „Früher wurde halt noch Qualität gefertigt!“)

dürfte hier wirklich stimmen! Auch die erste Wärmepumpe im Zürcher Rathaus verrichtete 63 Jahre ihren Dienst, bis sie 2001 in den Ruhestand geschickt wurde (S.27).

Zogg verwendet das untenstehende Bild, um den Grund des frühen Wärmepumpen-Booms in der Schweiz zu erklären:

Second World War Europe 12 1940 de

Scheiz 1941, umzingelt von den ‚Achsenmächten‘ (blau) Wikimedia, Public Domain.

Aufgrund der geopolitischen Lage war die Brennstoffzufuhr in die Schweiz sehr unsicher; Marktpreise waren labil. Dagegen gab es großes Potential für den Ausbau der Wasserkraft und damit für elektrische Energie zum Betrieb von Wärmepumpen.
Die Siedler werden wieder einmal erinnert, warum sie – unter Anderem – ihre Anlage gebaut hatten: Unter dem Eindruck einer Kaskade so genannter ‚Gas-Krisen‘ in den Nullerjahren.

Zwischen 1951 und 1972 fielen die Ölpreise und der Wärmepumpenmarkt stagnierte entsprechend. Mit der Ölkrise in den 70er Jahren meldeten sich die Tüftler zurück. Im Kapitel Enthusiasmus und Enttäuschung schreibt Zogg über Wärmepumpenpioniere im Einfamilienhausbereich (S.48):

„… In diesem Leistungsbereich wurde unmittelbar nach 1973 sehr viel unternommen – aber es gibt nur wenige Dokumente dazu. Die Pioniere in diesem Bereich haben alle Arten von Wärmepumpensystemen realisiert – nicht selten Tag und Nacht …“

Tüftler Heinz Grimm experimentierte bereits damals mit unverglasten Dachkollektoren und Energiezäunen (S.50).

Die zu zahlreichen Anbieter mit ungenügenden Fachkenntnissen verursachten das zweite Tal der Tränen  in den 1980er Jahren (S.44); die Volksabstimmung gegen Kernkraft im Land der Siedler wird als nicht förderlich für die Wärmepumpenheizung beschrieben (S.64).

Nicht-Kernkraftwerk Zwentendorf.

Nicht-Kernkraftwerk Zwentendorf – nie in Betrieb gegangen. 2005 fotografiert im Rahmen der z-Reise.

Aber es gibt so etwas wie ein Happy End (S.69):

„… Nach der Überwindung des “Einmal-gebrannt-Effekts” begann ab 1990 ein definitiver Aufschwung des Heizens durch Wärmepumpen. Dies hatte technische Gründe wie eine grössere Verlässlichkeit, ruhigere, effizientere Kompressoren und die Regelung durch Mikrocomputer …“

Letzteres gefällt uns Regelungs-Fuzzis natürlich ganz besonders …

Innovationspoesie

Landauf, landab wird in Postillen und Diskursen immer wieder die pannonische Innovationskraft beschworen

Wie immer, wenn Dinge ihren Horizont übersteigen, nähern sich die Siedler dem Thema durch ihre spezielle Art der Poesie. Strategie wird zur Poesie! Die Quelle müssen wir zum Schutz unserer Informanten geheim halten.

‚Artists’s Bio‘: elkement ist eine Künstlerin, die sich nach zweijähriger Startup-Phase innovativen Experimentierens in subversiven Netzwerken erfolgreich im Bereich Internet-initiierter Poesie etabliert hat.

Die Bilder wurden  der Deutschen Version von commons.wikimedia.org entnommen – zum Thema passend: von der ersten Seite der Suchergebnisse nach dem Begriff ‚Innovation‘.

Erstellung von Handlungsempfehlungen

Sichtbarmachung der Hidden Champions
stark im Bereich Vernetzung tätig
Konstituierung des Rats
für den Erfolg

Grinnell Prize Logo

prozessuale Abstimmung
ist nicht als isoliertes Werk konzipiert

Processus de Design Thinking selon d.school

Aufgrund der Kleinheit
Gibt es Bedarf zur Adaption
durch den demografischen Wandel

Mercedes Benz Research Development North America (13896024737)

Institutionalisierung der Rückkoppelung
Was wurde umgesetzt?
weitgehend von anderen Einheiten

EDMWorkpiece

Zulassungen jeglicher Art
eine hoffentlich dynamische Entwicklung
in immer kürzer werdenden Zyklen

Bike-arc-covered-bike-racks

Frühförderung von Neugierde und Wissensdurst
mit brennenden Herzen
lautet die Maxime
Zur authentischen Wiedergabe

Facebook Like sign

etwaige dynamische Effekte
entstehen im Diskurs
Im Zeitalter der Globalisierung
um entsprechend attraktiv zu sein.

Diffusion of ideas

zu klein
effizient und zügig
als seriöse/r Anbieter/in und Partner/in
dieser zentralen Position auch würdig
auf dem Weltmarkt

Design iteration etc (14312372687)

gesteigertes Selbstbewusstsein
Es ist ein Privileg
ein definierter Platz für das grundlegend Neue
Im Bereich Startups und Best Practice

Pittsburgh Sketches -- Among the Glass-Workers

Akteurinnen und Akteure
vielen davon fehlen die Ressourcen für
Erholungsforschung
in Inkubatoren und Co-Working-Spaces

Patient-lift-Integra-DC1

neue Realitäten
besetzt diese

Crosso - Cupping-matDa uns bewusst ist, dass ein künsterlisch derart wertvolles und tiefschürfendes Posting erst verdaut werden muss, verabschieden sich die Siedler einmal in die Weihnachtspause!

Wir gehen wieder beruhigt in den Winter – genau 2 Jahre nach dem ersten innovativen Posting!