Siedler-Relevantes aus Wissenschaft und Kunst

Die Siedler versuchen hin und wieder über den Tellerrand ihres kleines Universums hinauszublicken, um am Puls der Zeit zu bleiben. Neuigkeiten aus der Grundlagenforschung und Impulse aus der Kunst gehören selbstverständlich dazu – im Alltag eines modernen Wissensunternehmens.

Hier eine Auswahl, die uns besonders begeistert hat:

Sole endlich selbst erzeugen!

Die Öku-Fuzzis dieser Welt waren ganz hin und weg vom umwelttechnischen Potential dieser plastikfressenden fetten Raupe. Den Siedlern hat es vor allem das Abfallprodukt angetan: Die Larve hinterlässt nämlich Ethylengloykol – der Aktienmarkt für Kühlsoleprodukte hat bereits empfindlich auf diese Forschungsergebnisse reagiert.

Außerdem konnte eine verblüffende Ähnlichkeit zu den Lebensformen im siedlereigenen Kompost festgestellt werden. Vielleicht endlich eine ökologisch vertretbare Variante, alte Plastiksackerl (-Tüten) am Kompost zu entsorgen?

Fette Larve

Vielleicht hätte die fette Larve auch Laminat geknabbert, wenn die Siedler nur etwas geduldiger gewesen wären …

Diese Spezies zeigt generell sehr innovative Ansätze – wurde sie doch auch im Innenbereich der Siedlerhütte gesichtet, weil sie mutmaßlich Irgendwessen spezielle Erfindung / Kunst als eine Art Trojanisches Pferd zum Transport in den Innenbereich genutzt hatte.

Hier wäre eine interdisziplinär angelegte und wissenschaftlich begleitete Studie dringend nötig!

Wissenschaft, Innovation und Kunst

In der ursprünglichen Heimatstadt der Siedler ist die entsprechende Szene ja recht umtriebig. Z.B. wurde hier ein Preis vergeben für innovative Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie und Kunst:

Wenn Kunst in andere Sphären tritt: Welche Überschneidungen gibt es in Wissenschaft, Technologie und Kunst? Was ist Innovation? Und welche technologischen Entwicklungen werden langfristig erfolgreich sein?

Um aber anderen Siedlern auch eine Chance zu lassen, hat Irgendwer großzügig darauf verzichtet, an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb teilzunehmen.

Leider bleiben seine Variationen zum Thema Wiedergeburt eines Heizungsrohres – Kreislauf des pflanzlichen Lebens im Dialog von Holz, Metall und sonst was  – damit der kulturinteressierten Weltöffentlichkeit verborgen.

Brutkasten

Klettergarten

Gewürm und schleimige Aliens

Auch die Siedler haben schon ausgiebig über allerlei Gewürm berichtet und eigene Forschung zur potenziellen Lebensgefahr für Regenwürmer angestellt. Die Alienforschung steht hingegen noch am Anfang – klar scheint aber zu sein, dass sie in der natürlichen Nahrungskette im autarken Siedlergarten eine wesentliche Rolle spielen.

Da kommt dieses Forschungsprojekt zur Interaktion von Regenwürmern und schleimigen Aliens (mit und ohne eigene Siedlerhütte) gerade recht. Nachhaltige Kontrollmethoden für das ungeliebte Weichtier würden die Siedler auch sehr interessieren – und natürlich interessiert die Reaktion der Schnecken auf den Klimawandel.

Auch ohne fundierte Ausbildung in Biologie würden sich die Siedler die Anwendung dieser Forschungsmethodik zutrauen:

Man legt Kartonscheiben im Garten aus, wartet drei Tage, schaut dann, was sich darunter eingefunden hat, und macht davon ein Foto.

Nach den Warnungen in diesem Artikel – Regenwürmer fressen das Bioschneckenkorn sehr gern – fühlen sich die Siedler in ihrer weichtierfreundlichen Politik bestätigt.

3D-PVC-Gerüst-Forschung

Unvergleichlich war der Moment, als Chefingenieur erkennen durfte, dass seine langjährige Forschung und Entwicklung zu komplexen 3D-PVC-Rohr-Strukturen als Wissenschaft eingestuft werden kann.

LE(G)O_2-Spirale-des-Lebens-2

LE(G)O_2-Spirale-des-Lebens-2. Der schlichte Grundriss lässt die Komplexität von Irgendwessen Berechnungstools nicht einmal ansatzweise erahnen.

So lesen wir doch in dieser Veröffentlichung über PVC-Polyeder, die mittels Standardverbindungen hergestellt wurden:

We describe how to construct a dodecahedron, tetrahedron, cube, and octahedron out of pvc pipes using standard fittings.

Neuartige Erkenntnisse aus der Geometrie des Rohrzusammensteckens wurden zum ersten Mal bekannt gemacht – das war den Siedlern vorher so gar nicht klar!

In particular, if we take a connector that takes three pipes each at 120 degree angles from the others (this is called a “true wye”) and we take elbows of the appropriate angle, we can make the edges come together below the center at exactly the correct angles.

Zur langen Tradition der Polyeder-Forschung bei den Siedlern liegt der Redaktion auch bisher unveröffentlichtes, brisantes Bildmaterial vor: Bereits im Jahr 1981 wurden vom kleinen El(k)ement hier theoretische Studien angestellt und Prototypen diverser Polyeder (aus recyclebarem Material) gefertigt.

Festes kleines gesterntes Rhombikosidodekaeder

Für die praktische Umsetzung warten wir noch auf den besonders verwegenen Siedler mit einem Eisspeicher entsprechender Form – natürlich nicht ohne Crowdfunding-Projekt, Facebookseite und diversen Innovationspreisen!

Independence Day

Es war am 26. Februar 2017, als jene historischen Worte unter dem Betreff ‚Independence Day‘ mittels elektronischer Post bis nach Pannonien gelangt waren:

„… Wir feiern den Anschluss der Hausheizung. Die Gasuhr steht 🙂 …“

‚Hinter den Deichen‘ war eine neue Ära angebrochen! Aber alles der Reihe nach. Eine Eisspeicher-Chronologie im Originalton:

07.01.2016: [Die Anfrage war schon einmal vielversprechend]:

„… Hallo Forscher im weiten pannonischen Süden. Irgendwas im hohen Norden hinter den Deichen, wo das Elend so groß ist, das selbst die Möwen rückwärts fliegen, damit sie das Elend nicht sehen müssen, sagt mir, dass ich von Irgendwem einmal Checklisten anfordern sollte …“

27.01.2016: [Bestandsaufnahme. Die Rüsselpest und ein Delirium bringen das Projekt fast zum Scheitern, bevor es begonnen hat]:

“ … Werde nun meine Hausaufgaben abarbeiten. Hier ist leider die Rüsselpest ausgebrochen. 1640, als die Pest nach London kam, hatte das ja den „Newton-Effekt“. Ein noch wenig erforschter Effekt, bei dem ein kluger Mensch von der Stadt aufs Land zieht um so wenig wie möglich anderen Menschen zu begegnen. In dem dann zwangsläufig entstehenden Kommunikationsvakuum steigt die Wahrscheinlichkeit sprunghaft, wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen …“

14.03.2016: [Detailplanung für den Eisspeicher]:

„… Den Tiefbauer für mein Mausoleum habe ich schon …“

21.03.2016: [Go!]:

„… Es geht in der letzten Aprilwoche los. In 3 Tagen will der Tiefbauer ca. 60 m³ Erde aus dem Garten schaffen … Nebenbei habe ich ein PV-Projekt angeschoben. Schließlich bin ich nun auf der Suche nach Strom …“

29.04.2016: [Es geht voran]:

“ … Die Solarmodule sind auf dem Dach. Der Eisspeicher ist immer noch virtuell. Dafür ist die Baugrube aber schon real. Anfang der Woche wird die Bodenplatte von uns gegossen. Danach geht es Stein für Stein in Richtung Sonne …“

ID-Bagger

23.05.2016: [Abenteuerurlaub]:

“ … Ich hatte Arbeitsurlaub 🙂 Der Speicher ist jetzt auf Sollhöhe 2.20 m.  Jetzt lassen wir das Ganze erst mal schön aushärten … „

08.06.2016: [Opa ist ein alter Fuchs im Baugewerbe]:

“ … Die Hohlkehle innen unten ist fertig. Jetzt kommt noch eine Zementschlämme mit Wasserglas und dann planen wir einen Bitumen-Kaltanstrich von innen, in der Hoffnung dass das Wasser auch da bleibt wo es sein soll …“

ID-Eisspeicher

22.08.2016: [Meilenstein Eisspeicher und erste Erfolge als Kraftwerksbauer]:

“ … Decke auf dem neuen Eisspeicher ist fertig und das Ganze ist jetzt schön ausgehärtet … Da kann ein Panzer drüber fahren … Seit die Photovoltaik-Anlage läuft sind wir stromautark. Na ja, im Sommer keine Kunst. Der Tesla-Speicher rettet uns locker über die Nacht …“

22.08.2016: [Ästhetik ist im Heizungskeller zweitrangig]:

„… Da der alte Kessel einfach dort stehen bleiben soll, wo er ist, wird das hinterher aussehen wie eine Molkerei (viele Rohre) 🙂 Aber ich wohne ja nicht im Keller …“

31.08.2016: [Beschaffung Wärmetauscher/Kollektor]:

„… die gemeine schwarze, von Luft und Sonne lebende, Zaunanakonda hat so ihre Tücken 😉 …“

14.09.2016: [Eine Herausforderung: Wie bringt man einen 1000 Liter Hygienespeicher in den Heizungskeller]:

“ … z.Z. prüfen wir gerade in einem interdisziplinären Arbeitskreis mit Hilfe einer aufwendigen 3D-Simulation, ob wir den Kessel nicht doch die Treppe runter und in den Keller bekommen (also kein Kellerwanddurchbruch). Motto in Deutschland: Wenn Du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis 😉 …“

[Ein Kindheitstraum wird wahr]:

„… Am Wochenende will ich den Graben vom Keller zum Eis-Speicher mit einem Minibagger ziehen, endlich kann ich auch mal Bagger fahren 😉 …“

[Aber bring bitte vorher deine Familie in Sicherheit!].

ID-I-Diagramm

21.09.2016: [Verrohrungsdetails Heizungskeller – ’spannende‘ I-Diagramme]:

“ … Ah spannend, Deine I-Diagramme sind echt gut. Hast Du Dir die Icon-Sprache schon patentieren lassen? …“

29.09.2016: [Fortschritte in der Schlangengrube]:

“ … Bin jetzt mit dem Wärmetauscher fast durch. Die Schläuche und Kabel sind vom Heizkeller zum Eisspeicher verlegt und der Graben ist wieder zu. Der Keller ist wieder zu gemauert (wir sind doch durch die Wand). Die WP und der Kessel sind im Keller …“

ID-Wärmetauscher

03.011.2016: [Die Arbeit hält einen von der Arbeit ab]:

“ … Ich brauche immer etwas länger. Muss ja nebenbei arbeiten gehen 😊. Aber der Bau vom Kollektor hat Spaß gemacht … Wir schließen jetzt die Außenarbeiten ab und basteln dann im Keller weiter 😊 …“

ID-Kollektor

30.11.2016: [Reglerkomponenten]:

„…Das Paket ist angekommen. Ist ein bisschen wie Weihnachten 😉 …“

[Die Weisheit des Alters kommt zu spät]:

„… BTW Opa meint, den 1. Eisspeicher baut man für seinen Feind, den 2. für seinen Freund und erst den 3. für sich selbst. Scheint so, dass er Recht hat … jedenfalls was die Erfahrung anbelangt …“

13.12.2016: [Beim Verkabeln der Regelung wird streng nach Norm vorgegangen]:

„… Habe erstmal nach der „strengen“ Industrienorm „Open Free Scale“ im Keller alles wild verdrahtet, um Ergebnisse zu haben. Winsol ist auch bereits am tun. Cool…“

ID-OpenFreeScale

[Unerklärliche (?) Temperaturabweichung der Eisspeichersensoren]:

„… Wir sind gerade beim Auffüllen des Eisspeichers (ca. bei 30 m³). Interessanterweise sind wir dabei auf eine alle 133,33 Jahre auftretende mysteriöse Temperaturanomalie gestoßen. Oder es haben sich ein paar Erdstrahlen verfangen …“

[Zeitgerechte Öffentlichkeitsarbeit]:

„… aber ich prahle hier schon mal mächtig vor den Kollegen 😉 …“

03.01.2017: [Letzte Vorbereitungen]:

„… Habe über Weihnachten den Keller aufgeräumt und die Anlage an ihren endgültigen Platz verbaut … Also eigentlich müsste ich am Start sein. 🙂 … Das Unternet will ich auch wieder einbinden …“

09.01.2017: [Wärmepumpen-Test]:

“ … so, gestern am 08.01.2017 haben wir unseren ersten Test der WP durchgeführt. Wir haben uns im Anschluss einen Whisky mehr gegönnt (als sonst). Schließlich haben wir vor 1 Jahr mit den Planungen angefangen …“

ID-ErsterWPTest

18.01.2017: [Rüsselpest & Delirium 2]:

“ … Ich pflege gerade meine alljährliche Rüsselpest (zu wenig Eisbaden, aber das kann ja noch kommen, ist ja jetzt gleich um die Ecke) … Habe dann versucht, Hausaufgaben zu machen. Nachdem ich jetzt den Grundkurs in Quantengravitation durch habe und im letzten Kapitel stand, Thermodynamik sei weitestgehend noch unverstanden, und im Grunde ist das relativ, bin ich wieder etwas ruhiger geworden … „

06.02.2017: [Schrittweiser Umstieg]:

„… Ich habe jetzt seit 2 Tagen das Hygienewasser am Laufen. Als nächstes gehen wir an die Einbindung der Heizung ran …“

15.02.2017: [Ein falsch konfigurierter Sensor wird entlarvt]:

„… Die aktuellen Messwerte bestätigen die Hypothese Deines Wissenschaftsoffiziers. Der Controller meldet jetzt ca. 3800 l/h … Aber cool, dass Ihr auf Eurem Holodeck so eine gute Arbeitsmoral habt …“

[Wenn die Sonne scheint]:

“ … Ansonsten sind wir hier gerade sehr zufrieden mit den energetischen Zuständen. 3 Tage Sonne satt, Strom umsonst für alles mit leichtem Überschuss, und der Eisspeicher ist auch wärmer als vorher. Ziemlich cool 😊 …“

26.02.2017: [Jener historische Moment]:

„… wir feiern den Anschluss der Hausheizung. Die Gasuhr steht 😊… Da wir ja nun im Hochenergie-Zeitalter angekommen sind, und daran denken, die Anlage auf eine Umlaufbahn zu schießen, hat Opa die WP schon mal Satelliten-startklar gemacht …“

ID-SatellitenWärmepumpe

27.02.2017: [Ein edler Tropfen zu einem würdigen Anlass]:

„… ein großes Dankeschön für die beste Projektleitung ever. 😊 Ich weiß nicht, welche Whisky-Sorte Du trinkst. Das ist jedenfalls ein Single Malt Speyside …“

ID-SigleMaltSpeyside

Not macht erfinderisch!

Zugegeben – ein Spruch von bauernkalenderhafter Nicht-Originalität, aber in Zusammenhang mit wesentlichen Milestones in der Geschichte der Wärmepumpe richtig.

Wir empfehlen als Pflichtlektüre:

Geschichte der Wärmepumpe
Schweizer Beiträge und internationale Meilensteine

von Dr. Martin Zogg.

Der Nationalheld der Österreichischen Wärmepumpen-Freaks wurde ja auf diesem Blog schon einmal gewürdigt. Peter Ritter von Rittinger hatte den ersten Prototypen einer sogenannten ‚Thermokompressionsanlage‘ für den Salzsiedeprozess ausgetüftelt.

„… Der enorme Energiebedarf solcher Prozesse lässt sich aus der Tatsache erkennen, dass für die Gewinnung von 1 kg Kochsalz etwa 3 kg Wasser verdampft werden müssen. Dafür wurden früher ganze Wälder abgeholzt …“

(Zogg S.13).  Mangels Eisenbahn konnten allerdings keine Brennstoffe transportiert werden, daher verwendete Rittinger mechanische Energie (Wasserkraft), um Temperatur und Druck des Dampfes zu erhöhen.

Damit gilt diese Anlage als die erste Wärmepumpe. Aus dem Vorwort von Rittinger’s Veröffentlichung von 1855:

„… Dampf kann mechanische Arbeit erzeugen! Von diesem allgemein als richtig anerkannten Erfahrungssatze machte bis nun die Industrie unzählige nützliche Anwendungen, und sie verdankt demselben die größten Fortschritte der Neuzeit. Aber auch an der Richtigkeit des obigen umgekehrt ausgesprochenen Erfahrungssatzes: „Mechanische Arbeit kann Dampf erzeugen“, dürfte wohl kaum ein Physiker zweifeln, da ihn vielfache Analogien darauf führen müssten …“

Wie wahr!

Rittinger hatte übrigens nicht nur Physik studiert, sondern auch Mathematik, Jus und Bergbau und war offenbar auch als höherer Beamter in der Österreich-Ungarischen Monarchie immer noch ein Tüftler und Erfinder wie er im Buche steht (Biografie). Diese Leonardo-da-Vinci-mäßige Vielseitigkeit hat er mit vielen anderen Pionieren gemein, die in Zoggs Arbeit gewürdigt werden.

Es blieb Schweizer Ingenieuren vorbehalten, seine Erfindung zur ‚Marktreife‘ zu führen. Laut Zogg (S.17) wurde 1876 die erste wirklich funktionierende Brüdenkompressionsanlage gebaut und 1877 installiert.

Brüdenkompression

Prinzip der Thermokompression / Brüdenkompression in der Salzgewinnung: Der vom Kompressor verdichtete Dampf kondensiert bei hoher Temperatur und erhitzt so den Sole-Dampf (Wikimedia, Public Domain)

Dieser legendäre Kompressor war bis 1943 in Betrieb!

Verkehrt laufende Dampfmaschine

Dampfpumpe / Kompressor der Saline Bex (Wikimedia, public domain).

 Das Klischée

„Domois haums hoit nu wos G’scheits gmocht!“
(Deutsch: „Früher wurde halt noch Qualität gefertigt!“)

dürfte hier wirklich stimmen! Auch die erste Wärmepumpe im Zürcher Rathaus verrichtete 63 Jahre ihren Dienst, bis sie 2001 in den Ruhestand geschickt wurde (S.27).

Zogg verwendet das untenstehende Bild, um den Grund des frühen Wärmepumpen-Booms in der Schweiz zu erklären:

Second World War Europe 12 1940 de

Scheiz 1941, umzingelt von den ‚Achsenmächten‘ (blau) Wikimedia, Public Domain.

Aufgrund der geopolitischen Lage war die Brennstoffzufuhr in die Schweiz sehr unsicher; Marktpreise waren labil. Dagegen gab es großes Potential für den Ausbau der Wasserkraft und damit für elektrische Energie zum Betrieb von Wärmepumpen.
Die Siedler werden wieder einmal erinnert, warum sie – unter Anderem – ihre Anlage gebaut hatten: Unter dem Eindruck einer Kaskade so genannter ‚Gas-Krisen‘ in den Nullerjahren.

Zwischen 1951 und 1972 fielen die Ölpreise und der Wärmepumpenmarkt stagnierte entsprechend. Mit der Ölkrise in den 70er Jahren meldeten sich die Tüftler zurück. Im Kapitel Enthusiasmus und Enttäuschung schreibt Zogg über Wärmepumpenpioniere im Einfamilienhausbereich (S.48):

„… In diesem Leistungsbereich wurde unmittelbar nach 1973 sehr viel unternommen – aber es gibt nur wenige Dokumente dazu. Die Pioniere in diesem Bereich haben alle Arten von Wärmepumpensystemen realisiert – nicht selten Tag und Nacht …“

Tüftler Heinz Grimm experimentierte bereits damals mit unverglasten Dachkollektoren und Energiezäunen (S.50).

Die zu zahlreichen Anbieter mit ungenügenden Fachkenntnissen verursachten das zweite Tal der Tränen  in den 1980er Jahren (S.44); die Volksabstimmung gegen Kernkraft im Land der Siedler wird als nicht förderlich für die Wärmepumpenheizung beschrieben (S.64).

Nicht-Kernkraftwerk Zwentendorf.

Nicht-Kernkraftwerk Zwentendorf – nie in Betrieb gegangen. 2005 fotografiert im Rahmen der z-Reise.

Aber es gibt so etwas wie ein Happy End (S.69):

„… Nach der Überwindung des “Einmal-gebrannt-Effekts” begann ab 1990 ein definitiver Aufschwung des Heizens durch Wärmepumpen. Dies hatte technische Gründe wie eine grössere Verlässlichkeit, ruhigere, effizientere Kompressoren und die Regelung durch Mikrocomputer …“

Letzteres gefällt uns Regelungs-Fuzzis natürlich ganz besonders …

Wie alles begann …

Weit, weit unten, am Ende der linken Leiste in diesem Blog findet sich ein harmlos anmutendes Bild mit der Überschrift Die Vorgeschichte. Manch mutiger Leser klickt tatsächlich auf den entsprechenden Link – trotz oder wegen des vielversprechenden Hover-Textes: Siedler suchen z-village – seit 2004.

Der Planwagen der Siedler

Der Planwagen der Siedler – auf dem Weg nach z-village.

Der Quell der Geschichten auf dieser Website versiegt mit einem Eintrag vom 1.September 2005, der Dokumentation der so genannten z-Reise. Offenbar hatte diese Reise entscheidende Weichenstellungen im Leben der Siedler ausgelöst. So kündet ein wichtiges magisches Buch von der Entstehung einer Organisation namens punktwissen kurz nach dieser Reise.

Ende August 2015 ist es also an der Zeit, nostalgisch zurückzublicken und ein Jubiläum zu feiern!

Die Kenndaten dieser denkwürdigen z-Reise:

  • Die Siedler besuchten ca. 110 Orte und politische Gemeinden in Österreich, deren Namen mit Z beginnt. Davon gab es zu jener Zeit insgesamt 247 (Quelle).
  • Dauer: 10 Tage
  • Zurückgelegte Kilometer: 2.000 km … mit dem Auto. Daten zur CO2-Bilanz möchten die Siedler nicht veröffentlichen.

Jeder z-Ort wird in einem speziellen Ritual gewürdigt:

(1) Suche und Identifikation. Die Siedler navigieren mit einem schlechten Ausdruck aus Google Maps, da ihr Navigationssystem unerklärlicherweise manche z-Metropolen ignorierte.

Elementare Herausforderungen der Navigation

Elementare Herausforderungen der Navigation.

Irgendwer findet ein Doppel-Z und eine unbekannte Lebensform als Bonus

Irgendwer findet ein Doppel-Z und eine unbekannte Lebensform als Bonus.

(2) Totale Euphorie beim Ansichtigwerden von schriftlichen Spuren, oft sogar einem Ortsschild.

Zitternberg: Zittern vor Bestien

Zitternberg: Zittern vor Bestien.

Z-Elk-ing

Z-Elk-ing – ein Ort für das Elk-ement!

Ein i für Irgendwen.

I-rgendwer freut sich darüber, in jedem Ort persönlich begrüßt zu werden – sogar in Nicht-z-Orten.

(3) Wissenschaftliche Dokumentation und Auskosten der spirituellen Highlights.

Immer wieder werden die Siedler von allem angezogen was mit Energie zu tun hat:

Irgendwer ist sehr interessiert an der Umwandlung von Energie in Zwickelsberg!

Irgendwer studiert die Umwandlung von Energie in Zwickelsberg.

Zwentendorf, elkement als Aktivist

Ein Subversives Elkement (rechts neben dem Hydranten) versucht ein nie in Betrieb gegangenes z-Kernkraftwerk zu stürmen.

Irgendwer hält andächtig am Kraftwerk des Schreckens.

Irgendwer hält andächtig inne am Kraftwerk des Schreckens.

elkement rastet auf einer Turbinenschaufel.

elkement, rastend auf irgendeinem Teil, der mit Energie zu tun hat (mutmaßlich).

Langsam bekommen die Siedler einen Eindruck davon…

Tauernwindpark

… wo der Strom herkommt (nahe Ober-z-eiring) …

Umspannwerk Zwaring

… und wo er hingeht.

Kein Wunder also, dass die ersten internen Aufzeichnungen und Berechnungen zur Energieversorgung einer Siedlerhütte bereits im Jahr der z-Reise enstehen!

Die Siedler entdecken bisher wahrscheinlich unbekannte Kultstätten Eingeborener:

Kultstätte

Die elementare Kultstätte wirkt.

Kultstätte - industriell.

Auch Industriegebiete sind nicht frei von Kult.

Weltmaschine Gsellmann

Die Weltmaschine eines anderen Tüftler-Künstlers spricht die Siedler auf allen Ebenen an.

(4) Bei Kontakt mit unheimlichen Lebensformen: Rascher Rückzug. Dies ist insbesondere in der flachen Weite im Norden des Landes des kahlköpfigen Herzogs der Fall (einem Landstrich, der oft Krimi-Drehbuchautoren inspiriert).

Aber Bedrohungen lauern überall:

Wilde Tiere

Die Gefahr ist meist offensichtlich …

Fassade des Grauens

… versteckt sich aber oft hinter einer subtil-furchteinfößenden Fassade.

Elemente wüten

Die Elemente mögen noch so wüten – die Siedler lassen sich nicht abschrecken!

Bedingt durch das wahnwitzige Auswahlkriterium der völlig zufälligen Reiseziele erhalten die Siedler einen neuen bewusstseinserweiternden Blick auf ihr Heimatland. Die Reisenden werden herausgeschleudert aus ihrer dazumal gewohnten Welt des Business Travellers. Oder um es im Tagespresse-/Postillion-Stil zu sagen:

Sensation – mutiges Forscherteam entdeckt eine Parallelwelt abseits von Flughäfen, Bahnhöfen, Autobahnen und Konzernzentralen!

elkement sucht ein Z, findet idyllische Weiten.

elkement sucht ein Z, findet idyllische Weiten.

Siedler-Selfie

Siedler, beim Schmieden eines Planes. Ein (Siedler-)Selfie, lange bevor das ein Trend wird.

Wappen bodenständiger Kulturen

Die vornehmen Wappen bodenständiger Kulturen eröffnen den Siedlern neue Horizonte.

Siedlerhütte

Inspiration: Eine Siedlerhütte, wie sie im Buche steht.

Es sollten allerdings noch einige Jahre ins Land gehen, und einige weniger inspirierende Reisen …

Irgendein Flugzeug

Trotz Irgendwessen Faible für Eis: Ein traumatisches Erlebnis.

… bis die Siedler ihre eigene Weltmaschine letztendlich umgesetzt hatten.

Irgendwer hat Alles im Griff

Irgendwer hat irgendwie schon immer Alles im Griff!

Die Bedeutung der z-Reise wird in der offiziellen Siedlergeschichte definitiv zu wenig gewürdigt!

Seltsame Dinge (3)

„Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4
Dann steht das Christkind vor der Tür …“

Wie die Kerzen auf einem Adventkranz wuchsen langsam aber stetig einer nach dem anderen dieser seltsamen Türme aus dem Boden. Der Kran hiefte Teil um Teil empor bis der Turm die gewünschte Höhe erreicht hatte. Dann rückte er zur nächsten Stelle weiter …
4-TürmeUnd während Irgendwer wieder einmal grübelnd – natürlich in sicherer Entfernung – das sonderbare Geschehen beobachtete, bemerkte er andere Siedler, die sich tollkühn – oder einfach nur ahnungslos – in die Nähe dieser Gebilde wagten …

Nachdem Irgendwer mehrmals beobachtet hatte, dass keiner dieser wagemutigen Siedler von Außerirdischen entführt worden war, beschloss er, selbst den ahnungslosen Speziergänger zu geben und quasi ‚under cover‘ die Lage genauer unter die Lupe zu nehmen.

Das schien auch, wie geplant, bestens zu funktionieren…

Bis er zuerst dieses Fahrzeug bemerkte, das unauffällig in der Nähe des Turms parkte, dem er sich zu nähern versuchte. Auf dem Dach hatte es ein kleines Schild montiert, auf dem deutlich folgender Schriftzug zu lesen war: ‚SECURITY‚.

Turm (bewacht)

Die Türme wurden offensichtlich von Security-Leuten (1) bewacht. Wahrscheinlich um zu verhindern, dass man einen Blick hinter diese geheimnisvolle, braune Tür (2) werfen konnte …

Und dann, wie aus dem Nichts diese schneidende Stimme ganz in seiner Nähe: ‚Ja, bitte …?‚.

Irgendwer versuchte, sich den Schrecken nicht anmerken zu lassen, der ihm in die Glieder gefahren war. Er wunderte sich selbst über die Beiläufigkeit, mit der er sich zu der Stimme umdrehte, die eine Warnweste trug, auf der ebenfalls ‚SECURITY‚ zu lesen war.

I schau ma des nua au …! ‚ antwortete Irgendwer im bäuerlichen Dialekt der Siedler, der ebenfalls zu seiner Tarnung gehörte.

Jo, owa vo do. Weu des woins ned, das ma do zuwigeht. – Weg’n der Spionage … ‚ antwortete die Warnweste ruhig aber bestimmt und eine Handbewegung deutete unmissverständlich an, wo die Grenze für harmlose Spaziergänger mit bäuerlichem Dialekt war.

‚Ha!‘ dachte sich Irgendwer. Und seine ganzen Vermutungen schienen sich zu bestätigen. Ganz offensichtlich hatten diese Leute etwas zu verbergen! Er hatte natürlich auch die Türe am Fuß des Turmes bemerkt, die wahrscheinlich der Zugang zu einer weitläufigen unterirdischen Fabrikshalle war. Das würde auch die dicken Stromkabel erklären, die vom nahen Umspannwerk unterirdisch zu diesen Türmen geführt worden waren.

Irgendwer war sich sicher! Es war nur eine Frage der Zeit bis Rauch aus diesen Fabriks-Schloten treten würde.

Doch wieder kam es anders …

Statt ‚Rauch aus den Schloten‘ wurde wieder ein Kran aufgefahren. – Dieses mal der für die großen Jungs, der selbst die mächtigen Türme wie Spielzeug aussehen ließ …

Großer Kran

Fortsetzung folgt … 

Von der gar schauderhaften Geschichte der Elemente und ihren tollkühnen Bezwingern

Die Siedler sind immer auf der Suche nach Inspiration durch Tüftler vergangener Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte.

Da die Beherrschung der vier bis fünf Elemente Erde, Feuer, Luft, Wasser und Eis eine wesentliche Rolle spielt, lag es nahe, eine autoritative Schrift zu konsultieren:

Physik
Eine gemeinverständliche Darstellung
der
physikalischen Erscheinungen
in Ihren Beziehungen
zum praktischen Leben
von
Dr. Alfred Ritter von Urbanitzky

A. Hartleben’s Verlag
1892

Physik, Urbanitzky, 1892

Wo wird das dramatische Wechselspiel der Elemente Feuer und Luft deutlicher als in den erfinderischen Luftfahrzeugen des 19. Jahrhunderts – wie jene der Gebrüder Tissandier?

Ballon der Gebrüder Tissandier

Der Ballon bestand aus gut gefirnißtem Perkal und faßte 1060 Kubikmeter Gas. … Außer dem Anker und dem Ballaste trug die Gondel auch noch einen Siemens’schen Motor, der mit Rücksicht auf seine Bestimmung möglichst leicht construiert war, und eine Chromsäuerebatterie zum Betrieb desselben.

Bei der ersten Fahrt dieses mit Wasserstoffgas gefüllten Ballons suchten die beiden Tissandier sich stets in geringer Höhe (400 bis 500 Meter) über der Erde zu halten, wo an dem betreffenden Tage eine Windgeschwindigkeit von drei Meter herrschte. Indem Sie durch den Elektromotor die Flügelschraube in Bewegung setzten, gelang es ihnen hierbei, dem Winde Stand zu halten, d.h. ein Forttreiben durch den Wind hintanzuhalten.
(S. 298)

Aber die Pioniere der Lüfte wurden nicht nur durch friedliche Motive angetrieben:

Weitaus die größte Anwendung fand der Luftballon, wie allgemein bekannt, während der Belagerung von Paris im deutsch-französischen Kriege 1870-1871. Mit Hilfe des Ballons und der Taubenpost gelang es den Parisern, den Briefwechsel nach außen aufrecht zu erhalten, was jedenfalls einen großen moralischen Erfolg erzielte und dadurch den Widerstand der Belagerten verstärkte.

Weniger erfolgreich waren die Ballons zu Recognoscirungszwecken:

Die Loire-Armee erhielt einen Ballon welcher in Orléans mit Leuchtgas gefüllt und dann an vier Tauen von 150 Mann etwa 10 Kilometer weit nach Saran bei Cercottes hinter die Front der Armee geführt wurde.
(S.302)

Aufklärungsballon nach Tissandier, Geschichte meiner LuftfahrtenSo wie heute geometrische Abmessungen in populärwissenschaftlichen Postillen verdeutlicht werden durch Badewannen oder Fußballfelder, wurden Höhen damals gemessen in Ballonfahrtrekorden oder in …

… der Höhe in welcher Glaisher das Bewustsein verlor
(5. Sept. 1862) – 8838m

Hoehen im VergleichAber noch fehlt die Demonstration der Wissenschaftspoesie on Dr. Ritter von Urbanitzky in ihrer erhebendsten Form. Dies ist auch gleichzeitig jenes Kapitel, in dem es um das Wechselspiel der Elemente Luft, Feuer und Wasser geht – und eventuell auch Eis, wenn man die soeben dokumentierten Eiswolken dazu nimmt.

Notwendige Physik-Vorkenntnisse, um sich im Folgenden nur auf den literarischen Wert konzentrieren zu können: Wie entsteht eine Fata Morgana?

Man kann diese Erscheinungen nämlich …

… z.B. in Aegypten und Ungarn häufig beobachten.

Also hoffen wir natürlich in Pannonien auf dramatische Effekte!

Auch über dem Meere können zuweilen durch eine eigenthümliche Wärmevertheilung so abnorme Dichteverhältnisse in den unteren Luftschichten entstehen, daß vermöge der Luftspiegelung doppelt oder mehrfache Bilder von Schiffen, in der Luft schwebend wahrgenommen werden, und zwar zu einer Zeit wo jene Fahrzeuge des Wassers so sehr entfernt sind, daß sie selbst wegen der Krümmung der Erde noch lange nicht gesehen werden können.
(S. 473/474)

Spiegelung (Totalreflexion) an dichteren Luftschichten

Die alten Sagen von Gespensterschiffen, vom „fliegenden Holländer“, sowie die prophetische Voranzeige von noch nicht in Sicht befindlichen Schiffen durch den früher so sehr bewunderten Leuchtturmhüter auf Isle de France u. dergl. m. finden hierdurch ihre Erklärung.

(S.474)

Und wie phantasiebegabt mussten die Leser damals gewesen sein, um ohne 3D-Animation und HD in folgendem Bild …

Ballon und Schiff im … diese Phänomene zu erkennen:

Als Tissandier im August 1868 von Calais in seinem Ballon aufstieg, sah er unter sich das Meer; die Scene war durch zahlreiche Wolken und Wölkchen begrenzt, die anscheinend auf ebener Fläche zogen, von der einen Seite des Horizontes aufsteigend und sich auf der anderen zerstreuend. Oberhalb der Ballons schwebten in das Violette spielende Massen, welche theils langsam weiter zogen, theils stille zu stehen schienen. Als nun Tissandier den Strand von Dover suchte, der ja nahe genug sein musste, fand er denselben durch einen Vorhang bleifarbener Dünste verhüllt. Die ganze nordwestliche Seite des Horizontes lag als dämmergraues Chaos dar. Ueber sich aber gewahrte er eine weit gedehnte grünliche Dunstschichte – eine Art See in den Wolken.
(S.475)

Jetzt wissen wir, woher die Macher von Pirates of the Carribbean ihre Ideen hatten:

Bald darauf sah er einen kleinen Punkt sich auf dieser Fläche bewegen, und erkannte in demselben dann ein Schiff, so groß wie eine Nußschale, welches umgekehrt auf diesem umgekehrten Meere dahinzog, die Masten wiesen nach unten, der Kiel war nach oben gerichtet. Kurze Zeit später wurde das Spiegelbild des Postdampfers, welcher von Calais nach England steuerte, wahrgenommen, von welchem mit dem Fernrohre selbst der dem Kamine entströmende Rauch zu erkennen war.

Licht aus! Die Märchenstunde für heute ist vorbei!

The Flying Dutchman by Charles Temple Dix

Seltsame Dinge (2)

Es war die Neugier, die an Irgendwem zu nagen begonnen hatte. Langsam aber sicher gewann sie die Überhand über die Angst, die ihm immer noch tief in den Knochen steckte, nachdem er damals Hals über Kopf reißaus genommen hatte

So war es nur eine Frage der Zeit, bis er sich – natürlich mit dem nötigen Respekt – wieder jenem Platz außerhalb von z-village näherte, den er unlängst wenig ruhmreich verlassen hatte.

Irgendwer hatte sich in Gedanken schon die wildesten Szenarien ausgemalt. Er hatte hohe Stacheldrahtzäune, knurrende Wachhunde und schwer bewaffnete Security-Leute erwartet. Daher wusste er nicht ob er erleichtert, überrascht oder sogar enttäuscht sein sollte, als er die Stelle menschenleer und verlassen vorfand.

Verlassene Baustelle

Die Baustelle war verlassen. Ein paar Reifenspuren waren alles, was Irgendwer noch vorfand …

Die Baumaschinen und die Einzäunung waren verschwunden. Das Riesenloch in der Erde mit dem seltsamen Stahlgerüst war wieder zugeschüttet worden und es ragte nur noch eine Art Betonring aus der Erde.

Nachdem er sich mit misstrauischen Blicken versichert hatte, dass weit und breit wirklich keine Menschenseele zu sehen war, schlich Irgendwer mutig näher und nahm das Ganze mit gebührender Vorsicht in Augenschein.

Loch in der Erde

In der Mitte dieses Betonringes tat sich ein riesiges Loch auf, dessen Tiefe und Verlauf Irgendwer nur erahnen konnte …

Befestigungsring

Besonders seltsam waren diese schwarzen Stutzen, die in regelmäßigen Abständen kreisförmig um das große Loch in der Mitte angeordnet waren…

Nachdem Irgendwer in sicherer Entfernung noch ein paar Minuten angestrengt gelauscht hatte, ob irgendwelche Geräusche aus der Tiefe drangen – was nicht der Fall war – trat er den Rückzug an, den man im Vergleich zum letzten mal durchaus als ‚geordnet‘ bezeichnen konnte.

Diese verdächtige Ruhe hatte nun endgültig sein Misstrauen geweckt. Irgendetwas ging da nicht mit rechten Dingen zu! Und so beschloss er, seine Kontrollgänge in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Da die Lage über die folgenden Wochen aber unverändert ruhig blieb, war Irgendwessen Wachsamkeit fast schon wieder eingeschlafen – bis zu jenem Tag! Insgeheim hatte er damit gerechnet und hatte sich deshalb genau zurechtgelegt, was er in diesem Fall zu tun hatte.

Nachdem der inzwischen routinemäßige Kontrollblick die Veränderung auf dem Areal erkannt hatte, ging Irgendwer blitzschnell hinter ein paar Büschen in Deckung und robbte lautlos zu einer Stelle wo er einen guten Ausblick auf das Geschehen hatte: Da waren sie wieder!

Turm

Aus seinem sicheren Versteck sah Irgendwer, wie die Kräne wieder ans Werk gegangen waren und seltsame Türme aus dem Boden wachsen ließen …

Fortsetzung folgt …