Neu bedacht …

Jeder, der schon einmal etwas renoviert hat, kennt ihn:

‚Den Punkt der größten Zerstörung‘,

der unbarmherzig und unumgänglich eintritt, wenn das Alte entfernt wurde, um dem Neuen Platz zu machen.

SD-GroeßteZerstoerung

Um diesen psychologischen Tiefpunkt des Projektes zu ertragen, bedarf es der Gelassenheit eines Zen-Mönchs, aber auch der Gewissheit

‚Ab jetzt kann es nur noch aufwärts gehen!‘.

Der Beschluss, das Schuppendach zu erneuern, war schon vor einiger Zeit gefallen. Beheimatete der Schuppen doch am einen Ende den Zugang zum Eisspeicher und am anderen den ‚Maschinenraum‘ mit Wärmepumpe, Hygiene- und Pufferspeicher.

SD-Eiszapfen

Denn was Irgendwer insgeheim seit langem wusste, wurde in schneereichen Wintern durch meterlange Eiszapfen offenbar: Ein nicht unwesentlicher Anteil der Energie, die Irgendwer mit LEO_2 mühsam der Umwelt abgerungen hatte, wurde derselben großzügig über das Dach des Maschinenraums  wieder zurückgegeben. – Politisch korrekt, aber energietechnisch ein Schildbürgerstreich.

Es war natürlich eine Frage der Siedler-Ehre, das ganze Projekt so auszutüfteln, dass es vollständig im Selbermacher-Modus ausgeführt werden konnte. – Ohne den Einsatz schwerer Maschinen und mit einem Minimum an Kollateralschäden, die praktisch unausweichlich waren, sobald Handwerker die Szene betraten.

SD-Schiefe-Ebene

Unter Ausnutzung der Vorzüge einer ‚Schiefen Ebene‘ und wohldosiertem Einsatz von ‚Reibung‘ konnte die alte Dachdeckung im Ein-Mann-Prinzip vom Dach geschafft werden …

Außerdem wollte Irgendwer keinerlei terminliches Risiko eingehen, das dadurch vorprogrammiert war, dass Handwerker die Szene gerade nicht betraten. Üblicherweise mit der schwerwiegenden und vollständig nachvollziehbaren Begründung:

‚ Es is se leider nimmer ausg’aunga …‘

Und so wurde, nachdem die Zerstörung vollbracht war, in Eigenregie …

… der ärgste Schutt beseitigt …

SD-Baustellen-Monk

… Maß genommen …

SD-Maß

… gebohrt …

SD-Mauerbank-Vorbereitung

… gezimmert …

SD-Dachstuhl

… gesägt …

SD-Zuschnitt

… geschraubt …

SD-OSB-Platten-Schrauben

… ausgerichtet …

… und gehämmert …

SD-Naegel

Denn die 525 Schindeln wollten mit mehr als 2.600 Nägeln ja auch befestigt werden (wir danken unseren Nachbarn für Ihre Geduld!).

Schließlich trat aber jener zweite Moment jeder Renovierung ein, für den der Tüftler und Selbermacher lebt, und der die ganzen Mühen rechtfertigte:

‚Die Vollendung‘.

SD-Die-Vollendung-3

Die Erinnerungen an das alte Schuppendach würden bald verblasst sein.

SD-SchuppenVorher

In Memoriam ‚Altes Schuppendach‘: Dieses Baujuwel aus Well-Eternit musste im Jahre des Herrn 2017 Neuem weichen …

Denn die letzten Reste warteten schon auf den Abtransport.

SD-Schutt

Und der ehemalige Dachstuhl würde bald dem Bullerjan als Nahrung dienen …

SD-Holz-Fuer-Bullerjan

Siedler-Relevantes aus Wissenschaft und Kunst

Die Siedler versuchen hin und wieder über den Tellerrand ihres kleines Universums hinauszublicken, um am Puls der Zeit zu bleiben. Neuigkeiten aus der Grundlagenforschung und Impulse aus der Kunst gehören selbstverständlich dazu – im Alltag eines modernen Wissensunternehmens.

Hier eine Auswahl, die uns besonders begeistert hat:

Sole endlich selbst erzeugen!

Die Öku-Fuzzis dieser Welt waren ganz hin und weg vom umwelttechnischen Potential dieser plastikfressenden fetten Raupe. Den Siedlern hat es vor allem das Abfallprodukt angetan: Die Larve hinterlässt nämlich Ethylengloykol – der Aktienmarkt für Kühlsoleprodukte hat bereits empfindlich auf diese Forschungsergebnisse reagiert.

Außerdem konnte eine verblüffende Ähnlichkeit zu den Lebensformen im siedlereigenen Kompost festgestellt werden. Vielleicht endlich eine ökologisch vertretbare Variante, alte Plastiksackerl (-Tüten) am Kompost zu entsorgen?

Fette Larve

Vielleicht hätte die fette Larve auch Laminat geknabbert, wenn die Siedler nur etwas geduldiger gewesen wären …

Diese Spezies zeigt generell sehr innovative Ansätze – wurde sie doch auch im Innenbereich der Siedlerhütte gesichtet, weil sie mutmaßlich Irgendwessen spezielle Erfindung / Kunst als eine Art Trojanisches Pferd zum Transport in den Innenbereich genutzt hatte.

Hier wäre eine interdisziplinär angelegte und wissenschaftlich begleitete Studie dringend nötig!

Wissenschaft, Innovation und Kunst

In der ursprünglichen Heimatstadt der Siedler ist die entsprechende Szene ja recht umtriebig. Z.B. wurde hier ein Preis vergeben für innovative Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie und Kunst:

Wenn Kunst in andere Sphären tritt: Welche Überschneidungen gibt es in Wissenschaft, Technologie und Kunst? Was ist Innovation? Und welche technologischen Entwicklungen werden langfristig erfolgreich sein?

Um aber anderen Siedlern auch eine Chance zu lassen, hat Irgendwer großzügig darauf verzichtet, an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb teilzunehmen.

Leider bleiben seine Variationen zum Thema Wiedergeburt eines Heizungsrohres – Kreislauf des pflanzlichen Lebens im Dialog von Holz, Metall und sonst was  – damit der kulturinteressierten Weltöffentlichkeit verborgen.

Brutkasten

Klettergarten

Gewürm und schleimige Aliens

Auch die Siedler haben schon ausgiebig über allerlei Gewürm berichtet und eigene Forschung zur potenziellen Lebensgefahr für Regenwürmer angestellt. Die Alienforschung steht hingegen noch am Anfang – klar scheint aber zu sein, dass sie in der natürlichen Nahrungskette im autarken Siedlergarten eine wesentliche Rolle spielen.

Da kommt dieses Forschungsprojekt zur Interaktion von Regenwürmern und schleimigen Aliens (mit und ohne eigene Siedlerhütte) gerade recht. Nachhaltige Kontrollmethoden für das ungeliebte Weichtier würden die Siedler auch sehr interessieren – und natürlich interessiert die Reaktion der Schnecken auf den Klimawandel.

Auch ohne fundierte Ausbildung in Biologie würden sich die Siedler die Anwendung dieser Forschungsmethodik zutrauen:

Man legt Kartonscheiben im Garten aus, wartet drei Tage, schaut dann, was sich darunter eingefunden hat, und macht davon ein Foto.

Nach den Warnungen in diesem Artikel – Regenwürmer fressen das Bioschneckenkorn sehr gern – fühlen sich die Siedler in ihrer weichtierfreundlichen Politik bestätigt.

3D-PVC-Gerüst-Forschung

Unvergleichlich war der Moment, als Chefingenieur erkennen durfte, dass seine langjährige Forschung und Entwicklung zu komplexen 3D-PVC-Rohr-Strukturen als Wissenschaft eingestuft werden kann.

LE(G)O_2-Spirale-des-Lebens-2

LE(G)O_2-Spirale-des-Lebens-2. Der schlichte Grundriss lässt die Komplexität von Irgendwessen Berechnungstools nicht einmal ansatzweise erahnen.

So lesen wir doch in dieser Veröffentlichung über PVC-Polyeder, die mittels Standardverbindungen hergestellt wurden:

We describe how to construct a dodecahedron, tetrahedron, cube, and octahedron out of pvc pipes using standard fittings.

Neuartige Erkenntnisse aus der Geometrie des Rohrzusammensteckens wurden zum ersten Mal bekannt gemacht – das war den Siedlern vorher so gar nicht klar!

In particular, if we take a connector that takes three pipes each at 120 degree angles from the others (this is called a “true wye”) and we take elbows of the appropriate angle, we can make the edges come together below the center at exactly the correct angles.

Zur langen Tradition der Polyeder-Forschung bei den Siedlern liegt der Redaktion auch bisher unveröffentlichtes, brisantes Bildmaterial vor: Bereits im Jahr 1981 wurden vom kleinen El(k)ement hier theoretische Studien angestellt und Prototypen diverser Polyeder (aus recyclebarem Material) gefertigt.

Festes kleines gesterntes Rhombikosidodekaeder

Für die praktische Umsetzung warten wir noch auf den besonders verwegenen Siedler mit einem Eisspeicher entsprechender Form – natürlich nicht ohne Crowdfunding-Projekt, Facebookseite und diversen Innovationspreisen!

Independence Day

Es war am 26. Februar 2017, als jene historischen Worte unter dem Betreff ‚Independence Day‘ mittels elektronischer Post bis nach Pannonien gelangt waren:

„… Wir feiern den Anschluss der Hausheizung. Die Gasuhr steht 🙂 …“

‚Hinter den Deichen‘ war eine neue Ära angebrochen! Aber alles der Reihe nach. Eine Eisspeicher-Chronologie im Originalton:

07.01.2016: [Die Anfrage war schon einmal vielversprechend]:

„… Hallo Forscher im weiten pannonischen Süden. Irgendwas im hohen Norden hinter den Deichen, wo das Elend so groß ist, das selbst die Möwen rückwärts fliegen, damit sie das Elend nicht sehen müssen, sagt mir, dass ich von Irgendwem einmal Checklisten anfordern sollte …“

27.01.2016: [Bestandsaufnahme. Die Rüsselpest und ein Delirium bringen das Projekt fast zum Scheitern, bevor es begonnen hat]:

“ … Werde nun meine Hausaufgaben abarbeiten. Hier ist leider die Rüsselpest ausgebrochen. 1640, als die Pest nach London kam, hatte das ja den „Newton-Effekt“. Ein noch wenig erforschter Effekt, bei dem ein kluger Mensch von der Stadt aufs Land zieht um so wenig wie möglich anderen Menschen zu begegnen. In dem dann zwangsläufig entstehenden Kommunikationsvakuum steigt die Wahrscheinlichkeit sprunghaft, wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen …“

14.03.2016: [Detailplanung für den Eisspeicher]:

„… Den Tiefbauer für mein Mausoleum habe ich schon …“

21.03.2016: [Go!]:

„… Es geht in der letzten Aprilwoche los. In 3 Tagen will der Tiefbauer ca. 60 m³ Erde aus dem Garten schaffen … Nebenbei habe ich ein PV-Projekt angeschoben. Schließlich bin ich nun auf der Suche nach Strom …“

29.04.2016: [Es geht voran]:

“ … Die Solarmodule sind auf dem Dach. Der Eisspeicher ist immer noch virtuell. Dafür ist die Baugrube aber schon real. Anfang der Woche wird die Bodenplatte von uns gegossen. Danach geht es Stein für Stein in Richtung Sonne …“

ID-Bagger

23.05.2016: [Abenteuerurlaub]:

“ … Ich hatte Arbeitsurlaub 🙂 Der Speicher ist jetzt auf Sollhöhe 2.20 m.  Jetzt lassen wir das Ganze erst mal schön aushärten … „

08.06.2016: [Opa ist ein alter Fuchs im Baugewerbe]:

“ … Die Hohlkehle innen unten ist fertig. Jetzt kommt noch eine Zementschlämme mit Wasserglas und dann planen wir einen Bitumen-Kaltanstrich von innen, in der Hoffnung dass das Wasser auch da bleibt wo es sein soll …“

ID-Eisspeicher

22.08.2016: [Meilenstein Eisspeicher und erste Erfolge als Kraftwerksbauer]:

“ … Decke auf dem neuen Eisspeicher ist fertig und das Ganze ist jetzt schön ausgehärtet … Da kann ein Panzer drüber fahren … Seit die Photovoltaik-Anlage läuft sind wir stromautark. Na ja, im Sommer keine Kunst. Der Tesla-Speicher rettet uns locker über die Nacht …“

22.08.2016: [Ästhetik ist im Heizungskeller zweitrangig]:

„… Da der alte Kessel einfach dort stehen bleiben soll, wo er ist, wird das hinterher aussehen wie eine Molkerei (viele Rohre) 🙂 Aber ich wohne ja nicht im Keller …“

31.08.2016: [Beschaffung Wärmetauscher/Kollektor]:

„… die gemeine schwarze, von Luft und Sonne lebende, Zaunanakonda hat so ihre Tücken 😉 …“

14.09.2016: [Eine Herausforderung: Wie bringt man einen 1000 Liter Hygienespeicher in den Heizungskeller]:

“ … z.Z. prüfen wir gerade in einem interdisziplinären Arbeitskreis mit Hilfe einer aufwendigen 3D-Simulation, ob wir den Kessel nicht doch die Treppe runter und in den Keller bekommen (also kein Kellerwanddurchbruch). Motto in Deutschland: Wenn Du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis 😉 …“

[Ein Kindheitstraum wird wahr]:

„… Am Wochenende will ich den Graben vom Keller zum Eis-Speicher mit einem Minibagger ziehen, endlich kann ich auch mal Bagger fahren 😉 …“

[Aber bring bitte vorher deine Familie in Sicherheit!].

ID-I-Diagramm

21.09.2016: [Verrohrungsdetails Heizungskeller – ’spannende‘ I-Diagramme]:

“ … Ah spannend, Deine I-Diagramme sind echt gut. Hast Du Dir die Icon-Sprache schon patentieren lassen? …“

29.09.2016: [Fortschritte in der Schlangengrube]:

“ … Bin jetzt mit dem Wärmetauscher fast durch. Die Schläuche und Kabel sind vom Heizkeller zum Eisspeicher verlegt und der Graben ist wieder zu. Der Keller ist wieder zu gemauert (wir sind doch durch die Wand). Die WP und der Kessel sind im Keller …“

ID-Wärmetauscher

03.011.2016: [Die Arbeit hält einen von der Arbeit ab]:

“ … Ich brauche immer etwas länger. Muss ja nebenbei arbeiten gehen 😊. Aber der Bau vom Kollektor hat Spaß gemacht … Wir schließen jetzt die Außenarbeiten ab und basteln dann im Keller weiter 😊 …“

ID-Kollektor

30.11.2016: [Reglerkomponenten]:

„…Das Paket ist angekommen. Ist ein bisschen wie Weihnachten 😉 …“

[Die Weisheit des Alters kommt zu spät]:

„… BTW Opa meint, den 1. Eisspeicher baut man für seinen Feind, den 2. für seinen Freund und erst den 3. für sich selbst. Scheint so, dass er Recht hat … jedenfalls was die Erfahrung anbelangt …“

13.12.2016: [Beim Verkabeln der Regelung wird streng nach Norm vorgegangen]:

„… Habe erstmal nach der „strengen“ Industrienorm „Open Free Scale“ im Keller alles wild verdrahtet, um Ergebnisse zu haben. Winsol ist auch bereits am tun. Cool…“

ID-OpenFreeScale

[Unerklärliche (?) Temperaturabweichung der Eisspeichersensoren]:

„… Wir sind gerade beim Auffüllen des Eisspeichers (ca. bei 30 m³). Interessanterweise sind wir dabei auf eine alle 133,33 Jahre auftretende mysteriöse Temperaturanomalie gestoßen. Oder es haben sich ein paar Erdstrahlen verfangen …“

[Zeitgerechte Öffentlichkeitsarbeit]:

„… aber ich prahle hier schon mal mächtig vor den Kollegen 😉 …“

03.01.2017: [Letzte Vorbereitungen]:

„… Habe über Weihnachten den Keller aufgeräumt und die Anlage an ihren endgültigen Platz verbaut … Also eigentlich müsste ich am Start sein. 🙂 … Das Unternet will ich auch wieder einbinden …“

09.01.2017: [Wärmepumpen-Test]:

“ … so, gestern am 08.01.2017 haben wir unseren ersten Test der WP durchgeführt. Wir haben uns im Anschluss einen Whisky mehr gegönnt (als sonst). Schließlich haben wir vor 1 Jahr mit den Planungen angefangen …“

ID-ErsterWPTest

18.01.2017: [Rüsselpest & Delirium 2]:

“ … Ich pflege gerade meine alljährliche Rüsselpest (zu wenig Eisbaden, aber das kann ja noch kommen, ist ja jetzt gleich um die Ecke) … Habe dann versucht, Hausaufgaben zu machen. Nachdem ich jetzt den Grundkurs in Quantengravitation durch habe und im letzten Kapitel stand, Thermodynamik sei weitestgehend noch unverstanden, und im Grunde ist das relativ, bin ich wieder etwas ruhiger geworden … „

06.02.2017: [Schrittweiser Umstieg]:

„… Ich habe jetzt seit 2 Tagen das Hygienewasser am Laufen. Als nächstes gehen wir an die Einbindung der Heizung ran …“

15.02.2017: [Ein falsch konfigurierter Sensor wird entlarvt]:

„… Die aktuellen Messwerte bestätigen die Hypothese Deines Wissenschaftsoffiziers. Der Controller meldet jetzt ca. 3800 l/h … Aber cool, dass Ihr auf Eurem Holodeck so eine gute Arbeitsmoral habt …“

[Wenn die Sonne scheint]:

“ … Ansonsten sind wir hier gerade sehr zufrieden mit den energetischen Zuständen. 3 Tage Sonne satt, Strom umsonst für alles mit leichtem Überschuss, und der Eisspeicher ist auch wärmer als vorher. Ziemlich cool 😊 …“

26.02.2017: [Jener historische Moment]:

„… wir feiern den Anschluss der Hausheizung. Die Gasuhr steht 😊… Da wir ja nun im Hochenergie-Zeitalter angekommen sind, und daran denken, die Anlage auf eine Umlaufbahn zu schießen, hat Opa die WP schon mal Satelliten-startklar gemacht …“

ID-SatellitenWärmepumpe

27.02.2017: [Ein edler Tropfen zu einem würdigen Anlass]:

„… ein großes Dankeschön für die beste Projektleitung ever. 😊 Ich weiß nicht, welche Whisky-Sorte Du trinkst. Das ist jedenfalls ein Single Malt Speyside …“

ID-SigleMaltSpeyside

Kleiner Wegweiser durch das Eisspeicher-Labyrinth

Die Siedler versuchen, in ihrer kleinen Welt Ordnung zu halten. Alles hat seinen Platz. Vorhandenes wird penibel katalogisiert und ökologisch wiederverwertet.

Das gilt für die Landwirtschaft …

Die Samenbank. Wiederverwertung von Fichtenkantholz durch präzisen Einsatz der Kappsäge.

Der Brutkasten. Unikat aus Fichtenkantholz, Kupferrohr und Zeitungspapier.

… wie für ihre Internet-Postillen zum Eisspeicher-Wärmepumpensystem.

Immer beantworten die Siedler die fundamentalen Fragen: Was soll das alles hier? oder Wie funktioniert das? Im Lauf der Jahre sind daraus einige Überblicksseiten entstanden, die das Thema mehr oder weniger überblicksmäßig behandeln – von der schnellen Info für den ungeduldigen Leser bis zum echten Eisspeicher-Aficionado:

Eine größere Herausforderung (als die Popularisierung des Eisspeichers) ist die Frage nach dem Großen Ganzen zu klären – also zu beantworten, was dieses punktwissen jetzt wirklich ist / macht.

Was hat ein Eisspeicher mit einer Packung Tiefkühlkräuter gemeinsam?

Beide enthalten manchmal Gefrorenes. – OK. Das war einfach.

Aber da war noch etwas, was Irgendwen irgendwie an seinen Eisspeicher erinnerte …

tk-kraeuter-1

Irgendwas hatte der wieder verschließbare Deckel an sich …

Zu Beginn war es sicher der wieder verschließbare Deckel an der Oberseite der Schachtel gewesen, der Irgendwem ins Unterbewusstsein gekrochen war. Jedesmal, wenn er ein paar Kräuter aus der Packung gekratzt hatte, war ihm der Gedanke gekommen, dass er wohl wieder einmal einen Blick in den Eisspeicher werfen sollte …

Deckel des Eisspeichers

Mit gutem Willen war schon eine gewisse Ähnlichkeit zum Verschluss der Kräuterpackung zu erkennen …

Das entscheidende ‚Aha-Erlebnis‚ hatte Irgendwer aber erst kürzlich, als er im Zuge der systematischen Mülltrennung die 72ste leere Packung Tiefkühlkräuter auseinander genommen hatte …

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Zuerst öffnete Irgendwer vorsichtig die Klebe-Laschen des Deckels …

Aus irgendeinem Grund hatte er die Packung nicht wie sonst einfach nur platt getreten oder zerrissen. Nein, einer inneren Stimme folgend hatte er sie gereinigt und vorsichtig die Klebe-Laschen geöffnet.

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Dann wurden die übrigen Klebestellen des Kartons gelöst …

Und da lag sie dann flachgedrückt vor ihm, die Erkenntnis:

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Der untere Teil der Schachtel war aus einer einzigen, zusammenhängenden, rechteckigen Fläche geformt, die nur geschickt gefaltet worden war.

Genau so hatte Irgendwer die Teichfolie gefaltet, mit der er das Innere seines ehemaligen Erdkellers ausgekleidet hatte! Damit hatte er damals die Folie im Ganzen verarbeitet, um mögliche Lecks durch Kleben oder Schweißen von Anfang an auszuschließen …

IIEEEEEEHHH … !!!

… sein markerschütternder Schreckensschrei war ungehört in den Weiten des Büros verklungen.

Nichts Böses ahnend hatte Irgendwer im morgendlichen Dämmerlicht noch etwas schlaftrunken seinen Weg zur Kaffeemaschine gesucht, als ihn diese furchterregende Kreatur plötzlich aus dem Halbdunkel angestarrt hatte.

solar-skorpion-3

Furchterregend, mit zwei deutlich erkennbaren Giftstacheln …

Er hatte schon genügend Bilder von Skorpionen gesehen, um instinktiv die tödliche Gefahr zu erkennen, die von der bedrohlich erhobenen mit zwei Stacheln besetzten Schwanzspitze ausging.

SCORPIO MAURUS PALMATUS

Reflexartig hatte er nach dem Handtuch gegriffen und kräftig zugeschlagen. Bevor er sich nach einer kurzen Wartezeit näher an das Tier heran wagte, das nun keinen Mucks mehr von sich gab.
Er konnte zwar nicht mehr mit Gewissheit sagen, ob es sich überhaupt bewegt hatte, aber jetzt lag es definitiv regungslos vor ihm. Durch den harten Schlag, war es in mehrere Teile zersprungen, die er nun neugierig begutachtete.

solar-skorpion-2

Nach dem harten Schlag war das Ding in seine Einzelteile zersprungen …

Hmm. Irgendwie kam ihm das alles bekannt vor. Ja! Jetzt fiel ihm wieder ein, wo er dieses Teil schon einmal gesehen hatte. Draußen am Schlauchkollektor hatte er ein ähnliches Ding schon einmal beobachtet. Gut getarnt – sodass es sich kaum vom Hintergrund abgehoben hatte.

solar-skorpion-4

Solar-Skorpione haben sich perfekt an die Lebensbedingungen auf Schlauchkollektoren angepasst …

Und als er schließlich erkannte, dass der ‚Schwanz‘ nur das Ende eines stinknormalen Temperaturfühlers gewesen war, beruhigte sich sein Puls schön langsam wieder.

Gut, dass niemand gesehen hatte, dass er in seiner morgendlichen Schlaftrunkenheit gerade einen Kollektorfühler zerschmettert hatte. Aber glücklicherweise waren die ja sehr robust. Und mit wenigen Handgriffen war der Solar-Skorpion wieder zusammengebaut und saß genauso auf seinem Plätzchen, als ob nichts geschehen wäre…

Autarkie einmal anders

Nach dem eher durchwachsenen Bericht über die Stromautarkie wollen die Siedler einmal auch mit ihren Erfolgen prahlen. Diese Sommerausgabe unserer Internet-Postille widmet sich bisher unbeleuchteten Aspekten des Themas ‚Autarkie‘. Wir entschuldigen uns, wenn der übliche knallharte investigative Technologie-Journalismus dabei etwas zu kurz kommt.

Kann man ein Ziel nicht erreichen, ändert man die Definition der Kennzahl: Ja, wir werden heuer autark sein – nicht bezüglich Heizenergie, aber immerhin was die Versorgung mit Kräutertee betrifft:

Tee, Schafgarbe

Bei der Produktion dieser ausgesuchten Mischung aus weißer und gelber Schafgarbe spielt auch die Energie-Infrastruktur eine wichtige Rolle. Der Schlauchkollektor aus vitalisierten Ripprohren bündelt ja bekanntlich die kosmische freie Energie besonders gut und leitet diese um in diverse Lebensformen:

Schafgarbe und Mohn am Kollektor

Leider wirkt sich der Kollektor-Boost auf alle Elemente der Nahrungskette aus:

Schleimig Aliens beim Kollektor

Wie Beobachtungen zeigen, sind aber diese – immerhin geschützten und essbaren – Aliens bedeutend harmloser als ihre Artgenossen, die ohne mittransportierte SiedlerAlienhütte auskommen.

Eine gut organisierte aber perfide schleimige Armee versucht – weitab vom schützenden Kollektor – die Kohlehydrat-Autarkie-Versuche der Siedler zu vereiteln:

Gefräßige Aliens, koordinate Attacke auf unschuldige Kartoffelpflanzen

Aber die Siedler arbeiten ja insgeheim an ihrer von der Außenwelt hermetisch abgeriegelten und autarken Biosphäre. Als erster Schritt wurde daher versucht, diese Nahrungskette mit einer passenden – und etwas sympathischeren – Lebensform zu ergänzen:

Igel im KartoffelbeetGenerell gelingt es den Siedlern ja sehr gut, die Lebensformen in und rund um ihre Siedlerhütte auf ihre Philosophie einzuschwören und deren Begeisterung für Energietechnik zu wecken:

Junge Amsel, Luftpumpe

Dass sich diese junge Amsel gerade vor der Luftsprudelpumpe besonders wohl fühlt, kann kein Zufall sein – wurde diese doch installiert als Teil eines anderen biologischen Experiments.

Generell schrecken die Siedler vor riskanten sozialen und agrarwissenschaftlichen Experimenten nicht zurück:

Hier findet man offenkundig genmanipuliertes Gemüse in esoterischen Farbtönen …

Gartenmelde

… sowie außerirdische Sonden, die unsere Kultur, Lebensweise und Methoden der Energiegewinnung genauer untersuchen …

Raumkapsel, Sonde

… als auch Aliens, die sich einfach nützlich machen und in unsere Gesellschaft eingliedern wollen …

Alien mit dem Gartenschlauch

… wie wir das aus Dokumentationen ja kennen:

Man kann es als IT-Fuzzi eigentlich nicht anders sagen: Diese Biospähre hat einen gewaltigen Bug!Dieser Garten hat einen Bug