Über Irgendwer

Somebody doing anything nobody wants to do

Aus BUSO wird LEO

Und so begab es sich, dass ein Siedler gedankenverloren seinen Blick über die schon in die Jahre gekommene Heizungsanlage schweifen ließ. Fast jede der Komponenten weckte eine kleine Erinnerung in ihm. Besonders diese große „Kiste“, wie er sie nannte, die in einer Ecke seines Kellers stand und zwei hervorragend gedämmte 1000-Liter Pufferspeicher verbarg.

BUSO-Kiste

Dazu gehörten ursprünglich 45m2BUSO-Solardach‚-Fläche auf seinem Schuppen, die er zusätzlich zu seiner ‚klassischen‘ Solaranlage vor mehr als einem Jahrzehnt montiert, aber inzwischen wieder stillgelegt hatte.

BUSO-Schuppen

Mit den Solaranlagen hatten sich auch schon einige Regelungen angesammelt: Neben einer UVR1611 aus BUSO-Zeiten, hing da auch noch eine RESOL-Regelung an der Wand. Und beide regelten ganz individuell ihren Teil der Anlage.

BUSO-Regelung-alt

Ja, und nicht zu vergessen: der Kombi-Speicher! Das war ein Husarenstück gewesen, ihn auf die Decke des Heizraums zu stellen. Alles sauber verrohrt und isoliert.

BUSO-Kombispeicher

Der alte Gaskessel mit seinen mehr als 25 Jahren auf dem Buckel tat zwar noch ganz brav seinen Dienst, aber wie lange wohl noch?

BUSO-Gaskessel

Längere Zeit hatte er schon hin- und her überlegt, wie er das Ganze konsolidieren und auf zukunftssichere Beine stellen konnte. Bis er in den Weiten des Internetz auf die pannonischen Tüftler und LEO_2 gestoßen war, und er sich an noch etwas erinnerte, das sich im hintersten Winkel seines Gartens befand:

BUSO-Becken

Das was vom Erfinder einmal als Schwimmbecken vorgesehen worden war, diente nun schon seit geraumer Zeit als Regenwasserspeicher. Aber was sprach eigentlich dagegen, es nun zum Eisspeicher umzubauen?

„Das ist sicher eine treffliche Tüftelei für Irgendwen!“, dachte sich der Siedler als er frischen Mutes elektronische Post nach Pannonien schickte.

Seine Ideen wurden mit Irgendwessen Ratschlägen verfeinert und in ein Konzept gegossen. Und als sich dann auch noch ein Freund namens BAFA bereit erklärte, sein Vorhaben zu unterstützen, steckte er auch schon mitten in seinem LEO_2-Projekt …

Zuerst musste er dem Regenwasserbecken einen etwas stabileren Deckel verpassen, der auch in der Lage war, später den Auftrieb des Eises im gefrierenden Wasser aufzunehmen. Seine Wahl fiel auf eine Holzbalkendecke, die er einfach selbst zusammenzimmern konnte und die für diesen Fall die kostengünstigste Lösung war.

Den gesamten Innenraum legte er mit Teichfolie aus um jedes Risiko hinsichtlich Undichtigkeiten von vorne herein auszuschließen und das verfügbare Volumen zu maximieren.

Die ovale Beckenform war zwar eine kleine Herausforderung. Aber auch dafür hatte Irgendwer einen passenden Wärmetauscher samt Trägergestell ausgetüftelt. Dafür konnte sogar einen Haufen altes PVC-Rohr, der noch irgendwo herumlag,  wiederverwertet werden…

BUSO-PVC-Rohrmaterial

Nachdem er den Eisspeicherdeckel mit Rasensamen begrünt hatte, ließ nur noch der längliche Einstieg in der Mitte vermuten, dass sich da noch mehr darunter befand als nur Erde…

BUSO-Eisspeicher-Deckel

Eine Ecke im Schuppen wurde zum idealen Platz für den ‚Soleverteiler‘ …

BUSO-Soleverteiler

… und der alte BUSO-Kollektor wurde komplett auseinander genommen und neu, möglichst luftig auf dem Schuppendach arrangiert, um ihn LEO_2-tauglich zu machen.

BUSO-Kollektor

Dann wurden noch ‚einige‘ Meter Sole-Leitung verlegt und die Wärmepumpe angeschlossen.

BUSO-Wärmepumpe

Das Kommando über die Regelung übernahm fortan eine UVR16x2, die sich über den CAN-Bus vortrefflich mit der bestehenden UVR1611 und über ein CMI mit dem Internet unterhalten konnte.

BUSO-Regelung

Die UVR1611 behielt zwar ihren Platz auf dem Brettchen und ihre Ein- und Ausgänge, wurde aber fast sämtlicher ‚Intelligenz‘ beraubt, die sie an die UVR16x2 abgeben musste. Für die RESOL-Regelung war der letzte Weg alles Irdischen gekommen. Ihre überschaubare Regelungslogik fand ebenfalls in der UVR16x2 ihre neue Heimat.

Als LEO_2 dann seinen Betrieb aufnahm, war die Hydraulik auf der Heizungsseite noch nahezu unverändert. Wie sich später herausstellen sollte, waren aber auch dort Altlasten verborgen, die die Tüftler noch vor die eine oder andere Herausforderung stellen sollten.

Aber das ist eine andere Geschichte 😉 …

Irgendwo im hohen Norden: Der Große Tag!

Mit Hingabe und höchster Sorgfalt hatte der verwegene Siedler im hohen Norden oft noch zu später Stunde an der Fertigstellung der Anlage gearbeitet.

IIHN-Verwegen

Alle Warnungen hatte er in den Wind geschlagen und mutig die Herausforderungen angenommen.

Nach der erfolgreichen Wärmepumpenexpedition galt es jetzt noch, die letzten Rohre und Ventile in die Installation einzufügen.

IIHN-Hydraulik-1

Zu manch später Stunde saß der Siedler grübelnd über den Skizzen von Irgendwem, und übersetzte I-Diagramme in handfeste Installateurskunst …

Ja, und fast hätte er es vergessen, da fehlte ja auch noch dieses Außenteil – ‚Kollektor‘ nannte das Irgendwer. Lange hatte er es hinausgezögert, aber nun galt es auch diese letzte Hürde in Angriff zu nehmen und in die Wanten zu steigen …

IIHN-In-die-Wanten

‚In die Wanten!‘ – so mussten sich die Matrosen auf den Segelschiffen vergangener Jahrhunderte gefühlt haben …

Schließlich betrachtete er zufrieden sein Werk: ein durchaus attraktiver Blickfang – in massivem Lärchenholzdesign an seine Burgmauer gelehnt. Schön langsam entwickelte sich das Ganze zu einem Gesamtkunstwerk.

IIHN-Kollektor

Wurde auch Zeit. Denn erstens nahte der Winter und zweitens wollte auch der frisch gelegte Estrich ausgeheizt werden.

Wie schön war doch der Anblick, als sich die Adern des Solekreises endlich mit dem grünen Frostschutzgemisch füllten.

IIHN-Solefüllung

Und dann ging es an die letzten Prüfungen. Nachdem er gemeinsam mit Irgendwem die Checkliste des Inbetriebnahme-Protokolls durchgegangen war, war er letztendlich da, der große Moment!

Wie ein Film lief das ‚Abenteuer Eisspeicher‘ noch einmal vor seinem inneren Auge ab – mit all den Höhen und Tiefen, die er in den letzten Monaten durchlebt hatte. Nicht ohne Stolz ließ er seinen Blick noch einmal über die Installation schweifen, die er mit eignen Händen und etwas Hilfe von den pannonischen Siedlern geschaffen hatte.

Das Herz schlug ihm bis zum Hals, als er – der Kapitän auf der Brücke – an der Regelung den letzten Schalter umlegte und die Wärmepumpe damit ‚freigab‘:

‚Energie !‘

 

Die Wärmepumpe sprang an, und gespannt beobachtete er die Anzeigen an der Regelung und im Online-Schema. Alles innerhalb normaler Parameter. Bis nach exakt 3 Minuten die Wärmepumpe mit einem ‚Indoor Flow Alarm‘ trotzig ihren Dienst verweigerte.

IIHN-Durchflusswächter

Dieser eigenwillige Durchflusswächter im Herzen der exotischen Wärmepumpe signalisierte einen ‚Indoor Flow Alarm‘ …

Es wäre kein richtiges Abenteuer gewesen, wenn nicht im letzten Moment noch ein ‚Alarm‘ den Adrenalinspiegel an den Anschlag geführt hätte. Wie schon so oft, lag aber die Lösung in den schier unendlichen Tiefen des Wärmepumpen-Manuals verborgen, für das man ’nur‘ den passenden Universalübersetzer benötigte.

IIHN-Manual-1

Alles klar, oder? Diese  Zeilen enthielten für Irgendwen den entscheidenden Hinweis …

Ein Parameter der Wärmepumpenregelung wurde umgestellt. Die Wärmepumpe sprang wieder an und – lief durch!

Nach anfänglichem ‚Herzflimmern‘ stellte sich nun ein ruhiger, regelmäßiger und kräftiger Herzschlag ein, der begann die Siedlerhütte im hohen Norden zu wärmen …

IIHN-Herzschlag

Independence Day: Die Rache des Raubbau(m)s

Es wird ja gemunkelt, dass der Raubbau an der Natur häufiger zu extremen Wetterereignissen führt.

Und so begab es sich, dass sich auch in der Heimat eines unerschrockenen Siedlers der Himmel verdunkelte, und eine stärker werdende ‚Brise‘ unmissverständlich das Herannahen eines Unwetters ankündigte…

ID-Wind

Xavier hatten die Wetterfrösche das Sturmtief benannt und stürmische, ungemütliche Stunden prophezeit. Diese wollte der Siedler lieber in der wohligen Wärme seiner Siedlerhütte abwarten. Besorgt beobachtete er aus dem Fenster den mächtigen alten Baum in Nachbars Garten, der inzwischen wild von den Sturmböen gebeutelt wurde.

„Ob der das aushält?“

… dachte er sich noch. Beantwortet wurde diese Frage durch ein lautes Krachen. Holz splitterte. Und die halbe Baumkrone senkte sich – ein Stück vom Sturm fortgetragen – nach unten. Und nochmals splitterte Holz. – Dieses mal war es feinstes Lärchenholz, das er im Schweiße seines Angesichts erst vor wenigen Monaten zu einem hübschen Energiezaun zusammengezimmert hatte …

„… ☠︎ ☢︎ ⚡︎ ⚠︎ 💣︎︎…“

Die genaue Reaktion des Siedlers, insbesondere die Worte, die angesichts dieser kleinen Katastrophe fielen, sind nicht genau überliefert.

Doch schnell gewann er die Fassung wieder. Sein erster Weg führte in den Heizungskeller, wo ihn die Wärmepumpe – stumm – begrüßte. Die Universalregelung blinkte ihn im wahrsten Sinne des Wortes – verstört – an: Der Soledruck war praktisch Null und hatte – wie vorgesehen – zu einer Notabschaltung von Wärmepumpe und Solepumpe geführt…

Schön langsam dämmerte ihm die Tragweite dieses Zwischenfalls. Falls er nichts unternahm, waren die warmen Stunden in der Siedlerhütte gezählt. Und nachdem der Sturm etwas nachgelassen hatte, wagte er sich nach draußen, um das ganze Ausmaß des Schadens zu begutachten.

ID-Kollektor-Sturmschaden

Der ‚Raubbaum‘ hatte sich wie ein Geier auf den Kollektor gestürzt und einen Steher, einen Querträger und vier Zaunlatten in den Tod gerissen. Die ‚Schwarze Zaun-Anakonda‘ hatte sich tapfer zur Wehr gesetzt. Trotzdem war sie vom Kampf gezeichnet und blutete aus fünf Wunden…

Jetzt galt es, zunächst einmal erste Hilfe zu leisten und die Blutungen zu stoppen. Ein paar Reparatursets waren vom ursprünglichen Bau noch übrig und kamen ihm gerade recht.

Joker

Damit konnte er die zwei größten Löcher flicken. Und für die kleineren Lecks hatte er noch etwas ‚Selbstvulkanisierendes Power Tape‘  im Werzeugkasten gefunden, das ihm schon so manchen guten Dienst geleistet hatte.

ID-SelbstvulkanisierendesBand

Mit einer Sole/Wasser-Transfusion aus Restbeständen konnte er die Anlage schließlich wieder soweit aufpäppeln, dass bereits sechs Stunden nach dem Unglück die Wärmepumpe wieder anlief.

„Gut gemacht!“

… musste er sich selbst auf die Schulter klopfen. Die heiße Dusche nach diesem schweißtreibenden Noteinsatz hatte er sich in doppelter Hinsicht verdient.

Bei allem Unglück war ihm jetzt zugute gekommen, dass er die Anlage mit eigenen Händen gebaut hatte, und genau wusste, wo er anpacken musste. Auf fremde Hilfe hätte er bei dem Chaos, das der Sturm auch andernorts hinterlassen hatte, wohl länger warten müssen …

Irgendwo im hohen Norden: Expedition Wärmepumpe

Irgendwer hatte sich schon Sorgen gemacht, ob der langen Sendepause vom unerschrockenen Siedler im hohen Norden. Aber er wusste ja, dass dieser mit jeder Sekunde seiner Zeit haushalten musste. Denn schließlich machte doch eine LEO_2 Wärmepumpenheizung nur dann richtig Spaß, wenn man auch eine Siedlerhütte zum Beheizen hatte – und die wollte erst gebaut werden …

So war es dann soweit, dass dieselbe Gestalt angenommen hatte, und angesichts der langsam hereinbrechenden kälteren Jahreszeit das Thema Heizung wieder an Bedeutung gewann.

Das Dasein der ‚Dummen Wärmepumpe‘ in ihrer Holzkiste hatte ein Ende und sie wurde an ihren endgültigen Aufstellungsplatz gebracht. Und nicht nur das. Nach Kiste und Schutzfolie wurden auch die Abdeckbleche entfernt, wodurch ein überraschend sauber verarbeitetes und aufgeräumtes Inneres offenbar wurde.

IIHN-Waermepumpe-Innereien

Eine spannende Expedition in diese weitgereiste exotische Maschine stand bevor, um ihr auch noch die letzten Geheimnisse zu entreißen, die das in etwas gewöhnungsbedürftigem Englisch verfasste Handbuch noch nicht preisgegeben hatte. Besonders diese kryptische Schatzkarte, die sie im Handbuch gefunden hatten, sollte dabei den Weg weisen:

IIHN-Schatzkarte

Der unerschrockene Siedler bewaffnete sich mit festem Schuhwerk, Stirnlampe, Schraubenzieher, Fotoapparat und ausreichend Proviant, bevor er sich auf den Weg machte, um akribisch jeden noch so entlegenen Winkel zu erforschen und zu dokumentieren.

IIHN-Waermepumpe-E-Anschluesse

Irgendwer war besonders  an den elektrischen Anschlüssen interessiert. War es doch der Plan, einige der eingebauten Komponenten – z.B. den elektrischen Heizstab – über die Universalregelung UVR16x2 anzusteuern. Denn die im Handbuch beschriebene Regelungslogik entsprach – wie von einer ‚Dummen Wärmepumpe‘ auch nicht anders zu erwarten – noch nicht ganz seinen Vorstellungen.

IIHN-Kabelbeschriftungen

Es war fast enttäuschend. Noch vor der ersten Übernachtung in der Wärmepumpe, ja sogar noch bevor das erste Proviant-Paket geknackt werden musste, war die Expedition auch schon wieder zu Ende. Alle offenen Rätsel waren gelöst. Denn sämtliche Kabel und Anschlüsse waren von einem Spielverderber mit Wegweisern beschriftet worden, die genau der Schatzkarte entsprachen.

Jetzt war Irgendwer wieder am Zug, um die ‚Dumme Wärmepumpe‘ in die Regelungslogik der UVR16x2 einzubinden. Aber auch das hatte er schon im Vorfeld ausgetüftelt und die Umsetzung war nur noch Formsache …

IIHN-UVR16x2-Regelungslogik

THEO 3 – Der Film

Wo waren die Zeiten!

Als der kleine Irgendwer an regnerischen Nachmittagen noch gebannt auf den Beginn des Ferienprogramms im Fernsehen gewartet hatte. Blockbuster wie „Dick & Doof“ oder „Charlie Chaplin“ waren auf dem Programm gestanden. Und trotz der recht simplen Handlung, die noch ohne Sprache auskamen, hatte er es genossen …

Doch dann kam THEO 3!

Kein LEO_2 Projekt war wie das andere. Jeder Siedler, mochte er unerschrocken, verwegen oder sogar tollkühn sein, drückte seinem Wärmepumpensystem einen individuellen Stempel auf. Und so war es auch dieses mal…

Aber ganz besonders war, dass dieser Siedler schon bevor er mit dem Bau begonnen hatte, ein schönes Spielzeug in Form einer Zeitraffer-Kamera besessen hatte.

So entstand dieser packende Do-it-yourself Thriller, der seinen 100 Jahre alten Vorbildern um nichts nachstand!

Neu bedacht …

Jeder, der schon einmal etwas renoviert hat, kennt ihn:

‚Den Punkt der größten Zerstörung‘,

der unbarmherzig und unumgänglich eintritt, wenn das Alte entfernt wurde, um dem Neuen Platz zu machen.

SD-GroeßteZerstoerung

Um diesen psychologischen Tiefpunkt des Projektes zu ertragen, bedarf es der Gelassenheit eines Zen-Mönchs, aber auch der Gewissheit

‚Ab jetzt kann es nur noch aufwärts gehen!‘.

Der Beschluss, das Schuppendach zu erneuern, war schon vor einiger Zeit gefallen. Beheimatete der Schuppen doch am einen Ende den Zugang zum Eisspeicher und am anderen den ‚Maschinenraum‘ mit Wärmepumpe, Hygiene- und Pufferspeicher.

SD-Eiszapfen

Denn was Irgendwer insgeheim seit langem wusste, wurde in schneereichen Wintern durch meterlange Eiszapfen offenbar: Ein nicht unwesentlicher Anteil der Energie, die Irgendwer mit LEO_2 mühsam der Umwelt abgerungen hatte, wurde derselben großzügig über das Dach des Maschinenraums  wieder zurückgegeben. – Politisch korrekt, aber energietechnisch ein Schildbürgerstreich.

Es war natürlich eine Frage der Siedler-Ehre, das ganze Projekt so auszutüfteln, dass es vollständig im Selbermacher-Modus ausgeführt werden konnte. – Ohne den Einsatz schwerer Maschinen und mit einem Minimum an Kollateralschäden, die praktisch unausweichlich waren, sobald Handwerker die Szene betraten.

SD-Schiefe-Ebene

Unter Ausnutzung der Vorzüge einer ‚Schiefen Ebene‘ und wohldosiertem Einsatz von ‚Reibung‘ konnte die alte Dachdeckung im Ein-Mann-Prinzip vom Dach geschafft werden …

Außerdem wollte Irgendwer keinerlei terminliches Risiko eingehen, das dadurch vorprogrammiert war, dass Handwerker die Szene gerade nicht betraten. Üblicherweise mit der schwerwiegenden und vollständig nachvollziehbaren Begründung:

‚ Es is se leider nimmer ausg’aunga …‘

Und so wurde, nachdem die Zerstörung vollbracht war, in Eigenregie …

… der ärgste Schutt beseitigt …

SD-Baustellen-Monk

… Maß genommen …

SD-Maß

… gebohrt …

SD-Mauerbank-Vorbereitung

… gezimmert …

SD-Dachstuhl

… gesägt …

SD-Zuschnitt

… geschraubt …

SD-OSB-Platten-Schrauben

… ausgerichtet …

… und gehämmert …

SD-Naegel

Denn die 525 Schindeln wollten mit mehr als 2.600 Nägeln ja auch befestigt werden (wir danken unseren Nachbarn für Ihre Geduld!).

Schließlich trat aber jener zweite Moment jeder Renovierung ein, für den der Tüftler und Selbermacher lebt, und der die ganzen Mühen rechtfertigte:

‚Die Vollendung‘.

SD-Die-Vollendung-3

Die Erinnerungen an das alte Schuppendach würden bald verblasst sein.

SD-SchuppenVorher

In Memoriam ‚Altes Schuppendach‘: Dieses Baujuwel aus Well-Eternit musste im Jahre des Herrn 2017 Neuem weichen …

Denn die letzten Reste warteten schon auf den Abtransport.

SD-Schutt

Und der ehemalige Dachstuhl würde bald dem Bullerjan als Nahrung dienen …

SD-Holz-Fuer-Bullerjan

Der Blubber: An der Klippe …

Irgendwer hätte dem beruhigenden Blubbern noch stundenlang zuhören können. Aber leider war das Messintervall für den Füllstand schon wieder vorüber und der Blubber verstummte unvermittelt. So schloss er den Eisspeicher-Deckel, und zog zufrieden Bilanz über die Feuerprobe des Blubbers (… die ja – genau genommen – eine ‚Eisprobe‘ gewesen war).

Blubber-1-Wasser

(1) Nur Wasser, kein Eis (mehr) im Eisspeicher

Der kälteste Pannonische Jänner seit 30 Jahren hatte für genügend Eis im Eisspeicher und damit für optimale Blubber-Testbedingungen gesorgt. Trotz dieser harschen Umgebungsbedingungen hatte der Blubber verlässlich seinen Dienst getan und den Füllstand kontinuierlich aufgezeichnet.

Blubber-Fuellstand

Obwohl dieser Blubber-Füllstand natürlich unmittelbar mit der Eisbildung zusammen hing, zeigte er trotzdem einen Verlauf, der auf den ersten Blick vielleicht etwas unlogisch erscheinen konnte. Besonders die starken Schwankungen in der Auftauphase (3) und der ’negative‘ Füllstand gegen Ende der Eisperiode (4)…

Eine direkt Umrechnung des Füllstandes in Eisvolumen war nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Dazu musste man sich erst einmal vergegenwärtigen, was sich so im Laufe eines Winters im Eisspeicher abspielte:

Blubber-Phasen-der-Eisbildung

Schematische Darstellung der Eisphasen: (1) nur Wasser (2) kontinuierlicher Eiszuwachs um die Wärmetauscherrohre und an der Oberfläche (3) (temporärer) Eisrückgang und Wiederanstieg (4) Endphase der Eisschmelze: der Eisdeckel schmilzt zuletzt.

In der Phase der kontinuierlichen Eisbildung (2) entsteht Eis um die Wärmetauscherrohre und an der Wasseroberfläche. Da das Wasser durch das wachsende und an der Trägerkonstruktion festgefrorene Eis an die Oberfläche verdrängt wird, ist das gesamte Eisvolumen unter Wasser. – Der Füllstand kann direkt in Eisvolumen umgerechnet werden.

Blubber-2-Wasser-Ueber-Eis

(2) In der Phase der kontinuierlichen Eisbildung befindet sich das gesamte Eisvolumen unter Wasser

Sobald die erste Tauwetterphase einsetzt (3), schmilzt Eis zuerst an den Wärmetauscher-Rohren. Der Wasserstand sinkt und das nach wie vor an der Trägerkonstruktion festgefrorene Eisgebilde erhebt sich wie eine Klippe über das Wasser. Da ein Großteil der Oberfläche gefroren ist, sinkt der Wasserspiegel in den eisfreien Zonen überproportional stark.

In dieser Phase wird das direkt aus dem Füllstand ermittelte Eisvolumen unterschätzt. Dafür sind kleinste Änderungen im Eisvolumen durch starke Schwankungen des Füllstandes in relativ kleinen eisfreien Zonen sehr genau messbar.

Gefrier- und Tauphasen wechseln sich quasi wie Flut und Ebbe zwischen den Klippen ab.

Blubber-3-Klippe

(3) In Tauwetterphasen sinkt der Wasserspiegel in den eisfreien Zonen überproportional schnell und Eisklippen erheben sich über das Wasser

Gegen Ende der Eisperiode (4) sinkt der Wasserspiegel sogar kurzfristig unter den ursprünglichen Stand. Während das Eis um die Wärmetauscherrohre bereits vollständig geschmolzen ist, schmilzt der ‚Eisdeckel‘ mangels direkter Wärmezufuhr (fehlender Kontakt zu Wärmetauscherschläuchen und  zum Wasser) zuletzt.

Blubber-4-Eisscholle

(4) Am Ende der Eisperiode hängt der ‚Eisdeckel‘ in der Luft und schmilzt zuletzt.

Fortsetzung: Orkrakel und Peak Ice

Independence Day

Es war am 26. Februar 2017, als jene historischen Worte unter dem Betreff ‚Independence Day‘ mittels elektronischer Post bis nach Pannonien gelangt waren:

„… Wir feiern den Anschluss der Hausheizung. Die Gasuhr steht 🙂 …“

‚Hinter den Deichen‘ war eine neue Ära angebrochen! Aber alles der Reihe nach. Eine Eisspeicher-Chronologie im Originalton:

07.01.2016: [Die Anfrage war schon einmal vielversprechend]:

„… Hallo Forscher im weiten pannonischen Süden. Irgendwas im hohen Norden hinter den Deichen, wo das Elend so groß ist, das selbst die Möwen rückwärts fliegen, damit sie das Elend nicht sehen müssen, sagt mir, dass ich von Irgendwem einmal Checklisten anfordern sollte …“

27.01.2016: [Bestandsaufnahme. Die Rüsselpest und ein Delirium bringen das Projekt fast zum Scheitern, bevor es begonnen hat]:

“ … Werde nun meine Hausaufgaben abarbeiten. Hier ist leider die Rüsselpest ausgebrochen. 1640, als die Pest nach London kam, hatte das ja den „Newton-Effekt“. Ein noch wenig erforschter Effekt, bei dem ein kluger Mensch von der Stadt aufs Land zieht um so wenig wie möglich anderen Menschen zu begegnen. In dem dann zwangsläufig entstehenden Kommunikationsvakuum steigt die Wahrscheinlichkeit sprunghaft, wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen …“

14.03.2016: [Detailplanung für den Eisspeicher]:

„… Den Tiefbauer für mein Mausoleum habe ich schon …“

21.03.2016: [Go!]:

„… Es geht in der letzten Aprilwoche los. In 3 Tagen will der Tiefbauer ca. 60 m³ Erde aus dem Garten schaffen … Nebenbei habe ich ein PV-Projekt angeschoben. Schließlich bin ich nun auf der Suche nach Strom …“

29.04.2016: [Es geht voran]:

“ … Die Solarmodule sind auf dem Dach. Der Eisspeicher ist immer noch virtuell. Dafür ist die Baugrube aber schon real. Anfang der Woche wird die Bodenplatte von uns gegossen. Danach geht es Stein für Stein in Richtung Sonne …“

ID-Bagger

23.05.2016: [Abenteuerurlaub]:

“ … Ich hatte Arbeitsurlaub 🙂 Der Speicher ist jetzt auf Sollhöhe 2.20 m.  Jetzt lassen wir das Ganze erst mal schön aushärten … „

08.06.2016: [Opa ist ein alter Fuchs im Baugewerbe]:

“ … Die Hohlkehle innen unten ist fertig. Jetzt kommt noch eine Zementschlämme mit Wasserglas und dann planen wir einen Bitumen-Kaltanstrich von innen, in der Hoffnung dass das Wasser auch da bleibt wo es sein soll …“

ID-Eisspeicher

22.08.2016: [Meilenstein Eisspeicher und erste Erfolge als Kraftwerksbauer]:

“ … Decke auf dem neuen Eisspeicher ist fertig und das Ganze ist jetzt schön ausgehärtet … Da kann ein Panzer drüber fahren … Seit die Photovoltaik-Anlage läuft sind wir stromautark. Na ja, im Sommer keine Kunst. Der Tesla-Speicher rettet uns locker über die Nacht …“

22.08.2016: [Ästhetik ist im Heizungskeller zweitrangig]:

„… Da der alte Kessel einfach dort stehen bleiben soll, wo er ist, wird das hinterher aussehen wie eine Molkerei (viele Rohre) 🙂 Aber ich wohne ja nicht im Keller …“

31.08.2016: [Beschaffung Wärmetauscher/Kollektor]:

„… die gemeine schwarze, von Luft und Sonne lebende, Zaunanakonda hat so ihre Tücken 😉 …“

14.09.2016: [Eine Herausforderung: Wie bringt man einen 1000 Liter Hygienespeicher in den Heizungskeller]:

“ … z.Z. prüfen wir gerade in einem interdisziplinären Arbeitskreis mit Hilfe einer aufwendigen 3D-Simulation, ob wir den Kessel nicht doch die Treppe runter und in den Keller bekommen (also kein Kellerwanddurchbruch). Motto in Deutschland: Wenn Du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis 😉 …“

[Ein Kindheitstraum wird wahr]:

„… Am Wochenende will ich den Graben vom Keller zum Eis-Speicher mit einem Minibagger ziehen, endlich kann ich auch mal Bagger fahren 😉 …“

[Aber bring bitte vorher deine Familie in Sicherheit!].

ID-I-Diagramm

21.09.2016: [Verrohrungsdetails Heizungskeller – ’spannende‘ I-Diagramme]:

“ … Ah spannend, Deine I-Diagramme sind echt gut. Hast Du Dir die Icon-Sprache schon patentieren lassen? …“

29.09.2016: [Fortschritte in der Schlangengrube]:

“ … Bin jetzt mit dem Wärmetauscher fast durch. Die Schläuche und Kabel sind vom Heizkeller zum Eisspeicher verlegt und der Graben ist wieder zu. Der Keller ist wieder zu gemauert (wir sind doch durch die Wand). Die WP und der Kessel sind im Keller …“

ID-Wärmetauscher

03.011.2016: [Die Arbeit hält einen von der Arbeit ab]:

“ … Ich brauche immer etwas länger. Muss ja nebenbei arbeiten gehen 😊. Aber der Bau vom Kollektor hat Spaß gemacht … Wir schließen jetzt die Außenarbeiten ab und basteln dann im Keller weiter 😊 …“

ID-Kollektor

30.11.2016: [Reglerkomponenten]:

„…Das Paket ist angekommen. Ist ein bisschen wie Weihnachten 😉 …“

[Die Weisheit des Alters kommt zu spät]:

„… BTW Opa meint, den 1. Eisspeicher baut man für seinen Feind, den 2. für seinen Freund und erst den 3. für sich selbst. Scheint so, dass er Recht hat … jedenfalls was die Erfahrung anbelangt …“

13.12.2016: [Beim Verkabeln der Regelung wird streng nach Norm vorgegangen]:

„… Habe erstmal nach der „strengen“ Industrienorm „Open Free Scale“ im Keller alles wild verdrahtet, um Ergebnisse zu haben. Winsol ist auch bereits am tun. Cool…“

ID-OpenFreeScale

[Unerklärliche (?) Temperaturabweichung der Eisspeichersensoren]:

„… Wir sind gerade beim Auffüllen des Eisspeichers (ca. bei 30 m³). Interessanterweise sind wir dabei auf eine alle 133,33 Jahre auftretende mysteriöse Temperaturanomalie gestoßen. Oder es haben sich ein paar Erdstrahlen verfangen …“

[Zeitgerechte Öffentlichkeitsarbeit]:

„… aber ich prahle hier schon mal mächtig vor den Kollegen 😉 …“

03.01.2017: [Letzte Vorbereitungen]:

„… Habe über Weihnachten den Keller aufgeräumt und die Anlage an ihren endgültigen Platz verbaut … Also eigentlich müsste ich am Start sein. 🙂 … Das Unternet will ich auch wieder einbinden …“

09.01.2017: [Wärmepumpen-Test]:

“ … so, gestern am 08.01.2017 haben wir unseren ersten Test der WP durchgeführt. Wir haben uns im Anschluss einen Whisky mehr gegönnt (als sonst). Schließlich haben wir vor 1 Jahr mit den Planungen angefangen …“

ID-ErsterWPTest

18.01.2017: [Rüsselpest & Delirium 2]:

“ … Ich pflege gerade meine alljährliche Rüsselpest (zu wenig Eisbaden, aber das kann ja noch kommen, ist ja jetzt gleich um die Ecke) … Habe dann versucht, Hausaufgaben zu machen. Nachdem ich jetzt den Grundkurs in Quantengravitation durch habe und im letzten Kapitel stand, Thermodynamik sei weitestgehend noch unverstanden, und im Grunde ist das relativ, bin ich wieder etwas ruhiger geworden … „

06.02.2017: [Schrittweiser Umstieg]:

„… Ich habe jetzt seit 2 Tagen das Hygienewasser am Laufen. Als nächstes gehen wir an die Einbindung der Heizung ran …“

15.02.2017: [Ein falsch konfigurierter Sensor wird entlarvt]:

„… Die aktuellen Messwerte bestätigen die Hypothese Deines Wissenschaftsoffiziers. Der Controller meldet jetzt ca. 3800 l/h … Aber cool, dass Ihr auf Eurem Holodeck so eine gute Arbeitsmoral habt …“

[Wenn die Sonne scheint]:

“ … Ansonsten sind wir hier gerade sehr zufrieden mit den energetischen Zuständen. 3 Tage Sonne satt, Strom umsonst für alles mit leichtem Überschuss, und der Eisspeicher ist auch wärmer als vorher. Ziemlich cool 😊 …“

26.02.2017: [Jener historische Moment]:

„… wir feiern den Anschluss der Hausheizung. Die Gasuhr steht 😊… Da wir ja nun im Hochenergie-Zeitalter angekommen sind, und daran denken, die Anlage auf eine Umlaufbahn zu schießen, hat Opa die WP schon mal Satelliten-startklar gemacht …“

ID-SatellitenWärmepumpe

27.02.2017: [Ein edler Tropfen zu einem würdigen Anlass]:

„… ein großes Dankeschön für die beste Projektleitung ever. 😊 Ich weiß nicht, welche Whisky-Sorte Du trinkst. Das ist jedenfalls ein Single Malt Speyside …“

ID-SigleMaltSpeyside

Die Bezwingung des K9

Das Ganze hatte relativ harmlos begonnen. Damals hatte Irgendwer folgendes Ereignis penibel im Anlagenlogbuch vermerkt:

„Logbucheintrag 30.11.2016 04:59: Wärmepumpe zeigt Störung HOCHDRUCK an. Keine Ursache / kein besonderer Temperaturverlauf erkennbar. Nach Reset der Wärmepumpe arbeitet diese wieder normal. – Ursache für die Hochdruckstörung vorerst unbekannt.“

Störmeldung: HOCHDRUCK bei der Stiebel-Eltron WPF-7-Basic

Störmeldung: HOCHDRUCK bei der Stiebel-Eltron WPF-7-Basic

Dieser Eintrag war schon fast wieder in Vergessenheit geraten. Bis es Irgendwem irgendwann mitten im kältesten Jänner seit 30 Jahren kurz nach dem Aufstehen etwas frisch in der Siedlerhütte vorkam.

Als er noch etwas schlaftrunken einer alten Gewohnheit folgend an den Heizkörper griff, war er plötzlich hellwach: KALT!!! – eine schlimme Vorahnung beschlich Irgendwen. Und so führte ihn sein erster Weg in den Maschinenraum, wo er feststellen musste, dass die Wärmepumpe mit einer trotzigen Störmeldung ihren Dienst versagt hatte:

Störmeldung: SCHÜTZ KLEBT bei der Stiebel-Eltron WPF-7-Basic

Störmeldung: SCHÜTZ KLEBT bei der Stiebel-Eltron WPF-7-Basic

„Logbucheintrag 14.01.2017 23:12: Fehlermeldung SCHÜTZ KLEBT. Laut Logging-Daten wurde ein Heizzyklus normal beendet. Danach ist die WP nicht mehr angelaufen. Nach Reset läuft die Wärmepumpe wieder normal.“

Die Hoffnung, dass sich die Wärmepumpe wie vor fast zwei Monaten nur ‚verschluckt‘ hatte und ein Reset das Problem lösen würde, zerschlug sich leider nur wenige Stunden später mit einem erneuten ‚SCHÜTZ KLEBT‘.

So bewaffnete sich Irgendwer mit Schraubenzieher und Taschenlampe und unternahm eine Expedition in die Wärmepumpe. Neben den Schützen K1 und K2, die zumindest während seiner Beobachtungen sauber zu schalten schienen, erweckten eher die filigranen, aufgesteckten Hilfskontakte seinen Argwohn.

Schütz K1 und K2 in der WPF-7-Basic

Im Kabel-Dschungel machte Irgendwer diese Verdächtigen aus: Schütze K1 und K2 und die beiden aufgesteckten Hilfskontakte, die der Regelung den Schaltzustand der Schütze signalisierten.

Und während er noch überlegte, ob er nur die Hilfskontakte oder gleich die Schützen austauschen sollte, verwirrte ihn die Wärmepumpe vollends mit einer weiteren Störmeldung ‚HOCHDRUCK‘. Auch dieses Mal war diese Störung beim besten Willen nicht mit einer Überhitzung des Verflüssigers der Wärmepumpe in Zusammenhang zu bringen.

Was war denn plötzlich in die Wärmepumpe gefahren, dass sie scheinbar zusammenhanglose Fehlermeldungen produzierte, dann aber wieder einen halben Tag vollkommen normal funktionierte?!

Irgendwessen Verdacht, dass der ‚el(k)ementare‘ Hackerangriff auf die Wärmepumpe die ‚Aussetzer‘ der Wärmepumpenregelung verursacht haben könnten, waren vom Wissenschaftsoffizier zunächst vehement bestritten und kurz danach auch experimentell widerlegt worden.

So wurde es nun höchste Zeit, den Stiebel-Eltron Kundendienst mit diesem Verhalten zu konfrontieren! Nachdem er dessen erste Verteidigungslinie überwunden hatte, meldete sich ein Techniker, der die WPF-Basic in- und auswendig zu kennen schien. Dieser stellte einige sehr präzise Fragen über das Alter der Wärmepumpe und die Farbe (!?) der eingebauten Relais.

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Das schwarze(!) Relais K9, das sich in der hintersten Ecke des Schaltfeldes unter einem Gedärm aus Drähten verbarg, schien in der ganzen Affäre eine wesentliche Rolle zu spielen …

Nach einer kurzen Fachsimpelei war der Lösungsvorschlag des Technikers eindeutig. Dieser hörte sich im vertrauten oberösterreichischen Idiom ungefähr so an:

„Des schwoaze K9-Relais gheat tauscht! Gaunz hinten am Schoitföd. Weu des hängt do ois zaum, de Hüfskontakte von de Schütz und da Hochdruckwächta!“

Und so machte sich Irgendwer umgehend auf die Suche nach einem Ersatz für das Relais K9. Aber bis der geliefert und auch eingebaut war, galt es noch einige Tage zu überstehen, in denen die Wärmepumpe zu allen Tages- und Nachtzeiten eine erhöhte Aufmerksamkeit erforderte.

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Mit dem Online-Schema auf seinem Smartphone hatte Irgendwer die Anlage immer im Blickfeld, um sofort auf Störungen reagieren zu können …

Denn wie zwei Lausbuben wechselten sich die Störmeldungen ‚SCHÜTZ KLEBT‘ und ‚HOCHDRUCK‘ ab. Scheinbar nur um Irgendwen auf Trab zu halten, der mehrmals täglich  brav in den Maschinenraum trabte, um einen Reset der Wärmepumpe durchzuführen.

Endlich war das heiß ersehnte Paket eingetroffen. Mit dem neuen, weißen 😉 Relais.

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Schließlich war das neue Relais K9 in die Wärmepumpe eingebaut.

Und tatsächlich: nach dem Einbau der Ersatz-Relais war der Spuk genauso schnell wieder vorüber, wie er begonnen hatte…

Was hat ein Eisspeicher mit einer Packung Tiefkühlkräuter gemeinsam?

Beide enthalten manchmal Gefrorenes. – OK. Das war einfach.

Aber da war noch etwas, was Irgendwen irgendwie an seinen Eisspeicher erinnerte …

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Irgendwas hatte der wieder verschließbare Deckel an sich …

Zu Beginn war es sicher der wieder verschließbare Deckel an der Oberseite der Schachtel gewesen, der Irgendwem ins Unterbewusstsein gekrochen war. Jedesmal, wenn er ein paar Kräuter aus der Packung gekratzt hatte, war ihm der Gedanke gekommen, dass er wohl wieder einmal einen Blick in den Eisspeicher werfen sollte …

Deckel des Eisspeichers

Mit gutem Willen war schon eine gewisse Ähnlichkeit zum Verschluss der Kräuterpackung zu erkennen …

Das entscheidende ‚Aha-Erlebnis‚ hatte Irgendwer aber erst kürzlich, als er im Zuge der systematischen Mülltrennung die 72ste leere Packung Tiefkühlkräuter auseinander genommen hatte …

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Zuerst öffnete Irgendwer vorsichtig die Klebe-Laschen des Deckels …

Aus irgendeinem Grund hatte er die Packung nicht wie sonst einfach nur platt getreten oder zerrissen. Nein, einer inneren Stimme folgend hatte er sie gereinigt und vorsichtig die Klebe-Laschen geöffnet.

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Dann wurden die übrigen Klebestellen des Kartons gelöst …

Und da lag sie dann flachgedrückt vor ihm, die Erkenntnis:

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Der untere Teil der Schachtel war aus einer einzigen, zusammenhängenden, rechteckigen Fläche geformt, die nur geschickt gefaltet worden war.

Genau so hatte Irgendwer die Teichfolie gefaltet, mit der er das Innere seines ehemaligen Erdkellers ausgekleidet hatte! Damit hatte er damals die Folie im Ganzen verarbeitet, um mögliche Lecks durch Kleben oder Schweißen von Anfang an auszuschließen …