Irgendwo im hohen Norden: Der Eisspeicher

Und so war die Zeit gekommen, die Ärmel hochzukrempeln und das Konzept schrittweise in die Tat umzusetzen. Als Erstes stand die Zisterne auf dem Plan, die zum Eisspeicher umgebaut werden sollte.

Während Irgendwer in Pannonien noch an der Detailplanung tüftelte, begann der Siedler im hohen Norden schon einmal mit den groben Aufräumungsarbeiten in der Zisterne.

IIHN-Zisterne-Urzustand

Im Laufe der Jahrzehnte hatten die Wurzeln des urwaldartigen Baumbestandes nicht nur die Einstiegsluke überwuchert, sondern hatten ihren Weg durch die Verrohrung bis in die Zisterne gefunden …

Was auch immer die Beweggründe für die eigenwillige Architektur dieser Zisterne gewesen sein mögen, sie waren jedenfalls für die Ewigkeit in massive Betonwände gegossen und im wahrsten Sinne des Wortes zu unverrückbaren Voraussetzungen für dieses Projekt geworden.

IIHN-Zisterne-Architektur

Nachdem die Grundreinigung der Zisterne abgeschlossen war, offenbarte sich ihre ‚filigrane‘ Architektur im milden Schein der Grubenlampe. Ein besonderes Juwel war das monumentale Einstiegspodest.

Es dauerte nicht lange, bis der Detailplan als Grundlage für die weiteren Arbeiten fertig war. Trotzdem musste der Siedler an manchen Stellen noch selbst den Rechenstift zur Hand nehmen, um nicht ganz unwesentliche Variationen in der Zisternenhöhe – ein Erbe der Maurerkunst vergangener Jahrzehnte –  auszugleichen.

IIHN-Detailplan-Rechner

Bald schon begann in der Siedlerwerkstatt im hohen Norden die Kappsäge zu kreischen, um das Trägergestell für den Wärmetauscher zuzuschneiden.

IIHN-Siedlerwerkstatt-Kappsäge

Ein unverzichtbares Werkzeug für den Bau von LEO_2: Die Kappsäge. Im Hintergrund: Fein säuberlich der Größe nach sortiert und für den Aufbau vorbereitet: die Teilstücke für die Steher des Trägergestells.

Und dann ging es wieder hinab in die Tiefen der Zisterne. Problemlos konnten auch die längsten Teilstücke des Trägergestells durch den verwinkelten Einstieg in die Zisterne gebracht werden.

IIHN-Trägergestell-Bordeaux

Zugegeben: Dieses Kistchen hatte sicherlich schon edlere Materialien zum Inhalt. Aber es war auch ideal geeignet, um die kleineren Teilstücke des Trägergestells wohlsortiert in die Zisterne zu transportieren…

Beim Aufbau des Trägergestells bekam der Siedler dann unerwartete Hilfe von seinen Kindern, die das Zusammenstecken der Teilstücke nur trocken mit den Worten kommentierten:

‚Ist ja, wie Lego …‘

Und so spielte der Siedler mit seinen kleinen Helfern halt eine Partie ‚LEO_2-Zisternen-Lego‘ und konnte schon bald zufrieden das Ergebnis bewundern.

Trägergestell für den Wärmetauscher

Was dem Siedler zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht bewusst war, war dass er mit diesem Bauwerk einen fundamentalen Eingriff in das empfindliche Ökosystem der Zisterne vorgenommen hatte, der bestimmte Lebensformen magisch anzog …

3 Gedanken zu „Irgendwo im hohen Norden: Der Eisspeicher

  1. Pingback: Irgendwo im hohen Norden: Die Schlangengrube | punktwissen

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