Die Wiedergeburt des Ur-Kollektors

Der eine oder andere aufmerksame Leser dieses Blogs wird sich vielleicht gefragt haben, was aus dem Ur-Kollektor von LEO_2 geworden ist. War doch das Ur-Modell im letzten Sommer durch eine optisch noch ansprechendere Lärchenholz-Variante ersetzt worden…

Kollektor in der Frühlingssonne

Fast wehmütig erinnerte sich Irgendwer an den Ur-Kollektor von LEO_2 zurück …

Während die Kollektorschläuche sofort wieder verbaut worden waren, war die ursprüngliche Fichtenholz-Konstruktion zunächst irgendwie übrig geblieben …

Die, die aufgrund des Holz-Heiz-Experiments der Siedler in diesem Winter schon das Schlimmste befürchtet haben, kann Irgendwer beruhigen. Die Holzkonstruktion wurde natürlich nicht verheizt! – Sondern hatte in einem anderen Siedler-Projekt unerwartete Wiederverwendung gefunden …

Irgendwer-in-der-alten-Küche

Die alte Siedlerküche hatte wahrlich schon bessere Zeiten gesehen und verströmte den unwiderstehlichen Charme der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Lange hatten sie es vor sich hergeschoben – die Renovierung der Küche. Und das nicht ohne Grund. Denn damit verknüpft war unter anderem auch die Wahl des zukünftigen Heizsystems des Erdgeschoßes, das ja noch immer von inzwischen in die Jahre gekommenen Flachheizkörpern (wie ganz rechts in obigem Bild ersichtlich) gewärmt wurde.

Nach einigem Tüfteln über die baulichen Gegebenheiten hatten sich die Siedler schließlich für eine Wandheizung im Trockenbau entschieden.

Wandheizung-im-Trockenbau

Welcher Kollektor möchte nicht als Wandheizung wiedergeboren werden? Für die Wandheizung im Trockenbau war eine Unterkonstruktion aus Holz erforderlich. Und dafür passten die ehemaligen Latten des Urkollektors perfekt …

Doch die Wiederverwendung der Holzkonstruktion des Ur-Kollektors war nicht der einzige Grund für diese Entscheidung:

Erstens versuchte Irgendwer, sogenannte ‚Baatz-Arbeiten‚ mit Mörtel, Beton & Co zu verhindern, wo immer es möglich war.

Zweitens war es den Maurern in den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts (die Legende besagte, dass die Siedlerhütte damals erbaut wurde) ganz offensichtlich nicht gelungen, eine halbwegs gerade Wand hinzubekommen. Die langgezogenen Buckel konnten mit der Unterkonstruktion für die Wandheizung gut ausgeglichen werden.

Drittens konnte ein zusätzliche Isolationsschicht in der Unterkonstruktion untergebracht werden. Das würde wieder ein paar kWh Heizenergie einsparen.

Und Viertens erhoffte sich Irgendwer, durch die Flächenheizung die Heizkreis-Vorlauftemperatur im Vergleich zu den Flachheizkörpern senken und damit die Effizienz der Wärmepumpe erhöhen zu können …

Und Fünftens erhofften sich die Siedler natürlich Innovations- und Klimaschutzpreise zu gewinnen mit diesem vorbildlichem Lifecycle-Management von Biomasse!

Treppchen-Ur-Kollektor

Eine Rarität: Treppchen aus Ur-Kollektorholz.

Ja, und nicht zu vergessen: ein kleines Treppchen aus Ur-Kollektorholz war sich ganz nebenbei auch noch ausgegangen…

2 Gedanken zu „Die Wiedergeburt des Ur-Kollektors

  1. Pingback: Unpannonische Heizsaison 2016-2017 | punktwissen

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