Jenseits von Pannonien (5)

oder

Gleich zu Beginn eine Herausforderung …

Der große Tag war gekommen. Das Wärmepumpensystem LEO_2 in der Hütte des unerschrockenen Siedlers war fertiggestellt!

Irgendwer war gerade noch damit beschäftigt, das Inbetriebnahmeprotokoll sorgfältig Schritt für Schritt durchzugehen:

Inbetriebnahmeprotokoll LEO_2

Inbetriebnahmeprotokoll für die Wärmepumpenanlage LEO_2

  • Solekreis gefüllt und entlüftet, Fülldruck OK ? … Check!
  • Heizkreis gefüllt und entlüftet, Fülldruck OK ? … Check!
  • Alle Fühler korrekt verdrahtet, Anzeige OK? … Check!
  • Pumpen, Mischer, automatische 3-Wege-Ventile korrekt angeschlossen und funktionsbereit ? … Check!
  • Regelparameter auf die korrekten Sollwerte eingestellt? … Check!

Alles bereit, um den Schalter umzulegen… – Wirklich alles …?

Na ja, eine klitzekleine Kleinigkeit fehlte noch: Der zukünftige Eisspeicher, der auch als Zisterne dienen würde, war – statt mit Wasser – derzeit immer noch mit Luft gefüllt …

Ebbe im Eisspeicher

Ebbe im Eisspeicher …

Trotzdem sollte möglichst rasch mit dem Heizen begonnen werden. Denn der Estrich musste mit einem zweiwöchigen Heizprogramm getrocknet werden, bevor das Verlegen von Fußböden möglich war.

„Heizen mit leerem Eisspeicher. – Geht das … ?!“

Noch dazu mit der energieaufwändigen Herausforderung der Estrichtrocknung?!

Doch bei den frühlingshaften Temperaturen stand alleine über den Kollektor mehr als ausreichend Umweltenergie für die Wärmequelle zur Verfügung. Das einzige Problem, das Irgendwer erkennen konnte, war, dass die Sole-Eintrittstemperatur in die Wärmepumpe an warmen, sonnigen Tagen zu hoch werden könnte. Laut Spezifikation des Wärmepumpenherstellers durfte nämlich die Wärmequellentemperatur die Einsatzgrenze von 20°C nicht überschreiten …

UVR1611-Regelungslogik

Bevor Irgendwer eine endgültige Entscheidung traf, prüfte er noch einmal kurz die Regelungslogik und kam zum Schluss, dass das Heizen mit leerem Eisspeicher möglich war! Es waren lediglich zwei Regelungsparameter temporär zu ändern …

Nach eingehender Prüfung aller Voraussetzungen beschlossen der unerschrockene Siedler und Irgendwer es zu versuchen. Auch mit einem Blick auf die eher regnerischen Wettervorhersagen für die nächsten Tage – mit Höchsttemperaturen unter 20°C.

Zur Sicherheit hatten sie eine provisorische Fernwartung der Anlage eingerichtet, mit der sie sämtliche Sensorenwerte überwachen, Reglerparameter ändern und – im schlimmsten Fall – die Anlage abschalten konnten.

Fernwartung-Provisorisch

Auf einer Baustelle muss man manchmal etwas improvisieren. Aber Strom und Netzwerk waren bereits in der nötigen Ausbaustufe vorhanden. Das CMI – Control and Monitoring Interface – wurde über ein Netzwerkkabel mit einem Mobilfunkrouter verbunden. Damit war die Fernüberwachung und Fernwartung während des Anlagenstarts gesichert.

Gesagt, getan! Wenig später hörte man schon das zufriedene Brummen der Wärmepumpe. Nach einer kurzen Probephase, in der alle Messwerte noch einmal genau überwacht und geprüft wurden, wurde das Estrichtrocknungsprogramm gestartet.

Und dank CMI war auch aus der Ferne alles unter Kontrolle …

Onlineschema-LEO_2

Das Online-Schema der Anlage, das laufend alle kritischen Messwerte anzeigte, war über das Internet abrufbar …

2 Gedanken zu „Jenseits von Pannonien (5)

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