Seltsame Dinge (3)

„Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4
Dann steht das Christkind vor der Tür …“

Wie die Kerzen auf einem Adventkranz wuchsen langsam aber stetig einer nach dem anderen dieser seltsamen Türme aus dem Boden. Der Kran hiefte Teil um Teil empor bis der Turm die gewünschte Höhe erreicht hatte. Dann rückte er zur nächsten Stelle weiter …
4-TürmeUnd während Irgendwer wieder einmal grübelnd – natürlich in sicherer Entfernung – das sonderbare Geschehen beobachtete, bemerkte er andere Siedler, die sich tollkühn – oder einfach nur ahnungslos – in die Nähe dieser Gebilde wagten …

Nachdem Irgendwer mehrmals beobachtet hatte, dass keiner dieser wagemutigen Siedler von Außerirdischen entführt worden war, beschloss er, selbst den ahnungslosen Speziergänger zu geben und quasi ‚under cover‘ die Lage genauer unter die Lupe zu nehmen.

Das schien auch, wie geplant, bestens zu funktionieren…

Bis er zuerst dieses Fahrzeug bemerkte, das unauffällig in der Nähe des Turms parkte, dem er sich zu nähern versuchte. Auf dem Dach hatte es ein kleines Schild montiert, auf dem deutlich folgender Schriftzug zu lesen war: ‚SECURITY‚.

Turm (bewacht)

Die Türme wurden offensichtlich von Security-Leuten (1) bewacht. Wahrscheinlich um zu verhindern, dass man einen Blick hinter diese geheimnisvolle, braune Tür (2) werfen konnte …

Und dann, wie aus dem Nichts diese schneidende Stimme ganz in seiner Nähe: ‚Ja, bitte …?‚.

Irgendwer versuchte, sich den Schrecken nicht anmerken zu lassen, der ihm in die Glieder gefahren war. Er wunderte sich selbst über die Beiläufigkeit, mit der er sich zu der Stimme umdrehte, die eine Warnweste trug, auf der ebenfalls ‚SECURITY‚ zu lesen war.

I schau ma des nua au …! ‚ antwortete Irgendwer im bäuerlichen Dialekt der Siedler, der ebenfalls zu seiner Tarnung gehörte.

Jo, owa vo do. Weu des woins ned, das ma do zuwigeht. – Weg’n der Spionage … ‚ antwortete die Warnweste ruhig aber bestimmt und eine Handbewegung deutete unmissverständlich an, wo die Grenze für harmlose Spaziergänger mit bäuerlichem Dialekt war.

‚Ha!‘ dachte sich Irgendwer. Und seine ganzen Vermutungen schienen sich zu bestätigen. Ganz offensichtlich hatten diese Leute etwas zu verbergen! Er hatte natürlich auch die Türe am Fuß des Turmes bemerkt, die wahrscheinlich der Zugang zu einer weitläufigen unterirdischen Fabrikshalle war. Das würde auch die dicken Stromkabel erklären, die vom nahen Umspannwerk unterirdisch zu diesen Türmen geführt worden waren.

Irgendwer war sich sicher! Es war nur eine Frage der Zeit bis Rauch aus diesen Fabriks-Schloten treten würde.

Doch wieder kam es anders …

Statt ‚Rauch aus den Schloten‘ wurde wieder ein Kran aufgefahren. – Dieses mal der für die großen Jungs, der selbst die mächtigen Türme wie Spielzeug aussehen ließ …

Großer Kran

Fortsetzung folgt … 

4 Gedanken zu „Seltsame Dinge (3)

  1. Pingback: Seltsame Dinge (4) | punktwissen

  2. Richtig! Das könnten tatsächlich ins All gerichtete Kanonen sein. Ob man mit burgenländischen Fäkalien aber Außerirdische abwehren kann, sei – aufgrund der mangelhaften ballistischen Eigenschaften – dahin gestellt.

  3. Also wie eine Klaeranlage sieht es jetzt nicht mehr aus. Vielleicht werden es magentische Turbobeschleuniger, die Passagiere (oder doch die burgenlaendischen Faekalien) ins All schiessen werden? Ich hoffe echt, sie montieren nicht so etwas profanes wie Windraeder oben drauf. Das waere dann doch ziemlich langweilig… gaehn!
    Noch ein Tip. Wenn die Security zu nervig wird oder sich die Tuerme endgueltig als Bedrohung herausstellen sollten, kannst du dir ein Pferd kaufen, eine Ritterruestung und ein Stosslanze und dann nichts wie drauf los! Das hat frueher in Spanien auch schon funktioniert und ein Typ Namens Cervantes hat das (vielleicht etwas zu minutioes) in einer ueber 1000 Seiten staken Gebrauchsanweisung festgehalten.

  4. Pingback: Seltsame Dinge (2) | punktwissen

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