Seltsame Dinge (2)

Es war die Neugier, die an Irgendwem zu nagen begonnen hatte. Langsam aber sicher gewann sie die Überhand über die Angst, die ihm immer noch tief in den Knochen steckte, nachdem er damals Hals über Kopf reißaus genommen hatte

So war es nur eine Frage der Zeit, bis er sich – natürlich mit dem nötigen Respekt – wieder jenem Platz außerhalb von z-village näherte, den er unlängst wenig ruhmreich verlassen hatte.

Irgendwer hatte sich in Gedanken schon die wildesten Szenarien ausgemalt. Er hatte hohe Stacheldrahtzäune, knurrende Wachhunde und schwer bewaffnete Security-Leute erwartet. Daher wusste er nicht ob er erleichtert, überrascht oder sogar enttäuscht sein sollte, als er die Stelle menschenleer und verlassen vorfand.

Verlassene Baustelle

Die Baustelle war verlassen. Ein paar Reifenspuren waren alles, was Irgendwer noch vorfand …

Die Baumaschinen und die Einzäunung waren verschwunden. Das Riesenloch in der Erde mit dem seltsamen Stahlgerüst war wieder zugeschüttet worden und es ragte nur noch eine Art Betonring aus der Erde.

Nachdem er sich mit misstrauischen Blicken versichert hatte, dass weit und breit wirklich keine Menschenseele zu sehen war, schlich Irgendwer mutig näher und nahm das Ganze mit gebührender Vorsicht in Augenschein.

Loch in der Erde

In der Mitte dieses Betonringes tat sich ein riesiges Loch auf, dessen Tiefe und Verlauf Irgendwer nur erahnen konnte …

Befestigungsring

Besonders seltsam waren diese schwarzen Stutzen, die in regelmäßigen Abständen kreisförmig um das große Loch in der Mitte angeordnet waren…

Nachdem Irgendwer in sicherer Entfernung noch ein paar Minuten angestrengt gelauscht hatte, ob irgendwelche Geräusche aus der Tiefe drangen – was nicht der Fall war – trat er den Rückzug an, den man im Vergleich zum letzten mal durchaus als ‚geordnet‘ bezeichnen konnte.

Diese verdächtige Ruhe hatte nun endgültig sein Misstrauen geweckt. Irgendetwas ging da nicht mit rechten Dingen zu! Und so beschloss er, seine Kontrollgänge in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Da die Lage über die folgenden Wochen aber unverändert ruhig blieb, war Irgendwessen Wachsamkeit fast schon wieder eingeschlafen – bis zu jenem Tag! Insgeheim hatte er damit gerechnet und hatte sich deshalb genau zurechtgelegt, was er in diesem Fall zu tun hatte.

Nachdem der inzwischen routinemäßige Kontrollblick die Veränderung auf dem Areal erkannt hatte, ging Irgendwer blitzschnell hinter ein paar Büschen in Deckung und robbte lautlos zu einer Stelle wo er einen guten Ausblick auf das Geschehen hatte: Da waren sie wieder!

Turm

Aus seinem sicheren Versteck sah Irgendwer, wie die Kräne wieder ans Werk gegangen waren und seltsame Türme aus dem Boden wachsen ließen …

Fortsetzung folgt …

5 Gedanken zu „Seltsame Dinge (2)

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