Fette Ernte (2)

Technische Innovationen sollen auch optisch ansprechend sein. Dies zeigt sowohl der futuristische Detektor des Large Hadron Collider (CERN) …

CMS-Detektor des LHC (Wikimedia)

CMS-Detektor des LHC (Wikimedia)

… als auch die Steampunk-Ästhetik von Edison’s Generator:

DMM 18326 Edison-Dynamomaschine

Von Thomas Edison 1879 gebauter Generator, er konnte ca. 80 Glühlampen versorgen. (Wikimedia)

Auch die stichprobenartigen Umfragen unter anderen Siedlern (SiedlerInnen) zeigten, dass die ästhetische Anmutung der Erfindung eine entscheidende Rolle spielt. Motiviert durch die Kommentare Kanadischer Siedlerfreunde (‚I think the solar collector has aesthetic appeal!‘) empfinden Irgendwer und Elkement die raffinierte Kombination von schlichtem Schlauchkollektor und wilder Natur als sehr stilvoll:

Kollektor und Tomaten

Die Abschirmung der Sonnenstrahlung stellt keinen Verlust dar, da im Sommer mehr als genug Energie allein durch die Umgebungsluft geliefert wird. Außerdem wird der Tank durch den umgebenden Boden erwärmt.

Im Winter ist das Angebot an Strahlung gering; im Sommer wird das Angebot nicht ausgenutzt, d.h. die Sole-Umwälzpumpe wird abgeschaltet, weil der Tank bereits warm genug ist. Die Sonnenstrahlung liefert somit – unter typischen Bedingungen – (nur) ca. 1/8 der Kollektor-Energieernte. Der Rest wird durch Konvektion aus der Umgebungsluft entnommen. Dies wurde durch Simulationsrechnungen des Elkements bestätigt (die mit einer Software durchgeführt wurden, die zu Unrecht den Ruf eines Tortendiagramm-Erzeugungs-Tools für Controller hat).

Steht weniger oder keine Strahlung zur Verfügung – z.B. aufgrund von Verschattung – muss die gesamte Energie durch Konvektion geerntet werden und die Solepumpe läuft daher länger. Insgesamt wird pro Jahr fast die gleiche Energie aus dem Kollektor gewonnen.

Nur in extremen Kälteperioden muss die fehlende Strahlung durch vermehrte Eisbildung kompensiert werden – das maximal erreichte Eisvolumen wäre daher ohne Strahlung etwas größer.

Kollektor und Tomaten

Irgendwers üppig wuchernde Tomaten stellen auch einen Härtetest für die statische Belastung des Kollektors dar – und demonstrieren den Zusatznutzen des Kollektors als Tomatenspalier.

Glücklicherweise dürften auch hohen Dosen von Tomaten nicht schädlich, sondern eher sehr gesundheitsfördernd sein. Sonst wäre die insgesamt zu erwartende Ernte besorgniserregend:

Tomaten und Kollektor

Dieses Bild zeigt auch, dass:

  • im Siedlergarten in vorbildlicher Weise ökologisch gewirtschaftet wird und kein Trinkwasser ver(sch)wendet wird.
  • die mögliche Nutzung des Tanks als Regenwasser-Zisterne hier noch nicht zur Anwendung gekommen ist.

3 Gedanken zu „Fette Ernte (2)

  1. Pingback: Der Kollektor – Reloaded | punktwissen

  2. Pingback: LEO_2 ist 1 | punktwissen

  3. Pingback: Die Kühlbilanz eines heißen Sommers | punktwissen

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