Kanadische Herausforderung

Das Elkement hatte aus seiner internationalen Blogosphäre einige interessante Fragen zur Erfindung erhalten:

Würde die Erfindung auch in der Prärie von Saskachewan (Kanada) funktionieren?

Saskatoon in Winter

Saskatoon, die größte Stadt in Saskachewan.

Saskachewan ist ein dünn besiedeltes Land, das einst von tapferen und erfinderischen Siedlern in Besitz genommen wurde. Da es nur wenig Bäume gab, bauten diese Siedler ihre Häuser aus ‚Grasnaben-Ziegeln‘ (Sod Houses).

Saskatchewan sod house

‚Sod House‘ in Saskatchewan – ein Haus aus rechteckigen ‚Ziegeln‘, die aus der besonders dichten Nabe des Präriegrases ausgeschnitten wurden (Sod house in Wikipedia)

Das Klima in Saskachewan bietet ‚Herausforderungen und Chancen‘:

Temperaturen im Winter:

  • Mittlere maximale Tagestemperatur im Jänner: -10°C
  • Mittlere Temperatur im Jänner: -15°C

(National Climate Data: Mittelwerte für alle Monate und Wetterdaten von Dezember 2012 und Jänner 2012 für die Stadt Weyburn, aus der die Anfrage kommt.)

Damit ist es fast 15°C kälter als im Pannonischen Winter. Aus dem Kollektor könnte im November, Dezember und Jänner fast keine Energie gewonnen werden, da die Temperatur fast durchgängig unter 0°C beträgt. Die Arbeitszahl der Wärmepumpe wäre aufgrund der höheren benötigten Vorlauftemperatur etwas schlechter.

Saskachewan ist die zweit aktivste Tornado-Region in Kanada:
Der Kollektor müsste Tornado-sicher gebaut werden.

Es gibt Föhn-artige Winde – die Chinook Winds
… die Lufttemperatur innerhalb von wenigen Stunden von -20°C auf +10-20°C steigen lassen. In diesen Perioden könnte der Kollektor eine reiche Energieernte einfahren.

Bedrohlich wirkende Wolken, typisch für die Chinook winds – ‚Chinook Arch‘. (Source: Wikipedia)

Im schlechtesten Fall (Chinook-freie Zeit) kann Energie nur aus dem Gefrieren des Wassers im Tank gewonnen werden und zu einem kleinen Teil aus dem Boden. Im schlechtesten Fall müsste der Tank so groß gebaut werden, dass sein Volumen – umgerechnet in Schmelzwärme – dem Heizenergiebedarf der Periode ohne Kollektorernte entspricht.

Bei einer Arbeitszahl von ca. 4 müsste das Volumen im Tank ca. 3/4 des Heizenergiebedarfs entsprechen.

1 m3 Wasser im Tank liefert ca. 93 kWh: Würde die Kanadische Siedlerhütte den gleichen Heizenergiebedarf haben wie die in diesen Geschichten vorgestellte Pannonische Siedlerhütte (17.000 kWh), müsste der Tank ca. 137 m3 groß sein.

In Saskatchewan leben ca. 1 Million Siedler verteilt auf 650.000 km2 (Die ca. 8-fache Fläche von Österreich).
Wir können daher annehmen, dass ein Kanadischer Siedler Platz genug für einen 100-m3-Tank hat!

Siedler aus dem USA auf dem Weg in die Westliche Prärie, The Encyclopedia of Saskachewan

Siedler aus dem USA auf dem Weg in die Westliche Prärie (The Encyclopedia of Saskachewan)

Ein Gedanke zu „Kanadische Herausforderung

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