Warum eigentlich keine Solaranlage ?

Es begab sich, dass ein Siedler-Freund folgende leicht provokante Frage an Irgendwen richtete:

„Warum mocht so a Öko-Fuzzi wia Du sei Woamwossa eigentlich ned mid ana Solaraunlog?“

(Übersetzt: Warum hast Du, der Du so viel für Deine Umwelt übrig hast, eigentlich keine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung?“.

Solaranlage zur Warmwasserbereitung (pixabay.com)

Warum sollte sich Irgendwer zusätzlich zu seiner ‚Erfindung‘ eine Solaranlage auf dem Dach installieren?

Woraufhin Irgendwer genauso lapidar wie überzeugt zurückgab:

„Weu’s ma nix bringt!“

(Übersetzt: Weil ich mir, als Betreiber ‚Der Erfindung‚ weder einen ökonomischen noch einen ökologischen Zusatznutzen davon verspreche!“).

Daraufhin entspann sich ein angeregter Dialog zwischen den beiden, in dem ‚die Sonne, die keine Rechnung schickt‚ genau so thematisiert wurde, wie ‚die kostenlose Umweltenergie‚. Solare Deckungsgrade und Arbeitszahlen wurden einander an den Kopf geworfen, jedes Für und Wider haarklein diskutiert. Da dieser Dialog auch zeitweise den Boden der Sachlichkeit verließ, ist er hier nicht im Detail wiedergegeben …

Angeregte Diskussion (pixabay.com)

Es entspann sich eine angeregte Diskussion über Für und Wider von Solaranlagen oder Wärmepumpen zur Warmwasserbereitung …

Schließlich kamen sie zum Schluss, dass es übers Jahr gesehen für einen Öko-Fuzzi‘ nicht wirklich einen Unterschied machte, welche der beiden Alternativen man für die Warmwasserbereitung einsetzte:

Der Besitzer der Solaranlage mit einem (typischen) solaren Deckungsgrad von 70% musste 30% seiner Warmwasserenergie mit einer konventionellen Heizung (oder mit einem Heizstab – also Strom) erzeugen.

Der Besitzer der ‚Erfindung‘ (Wärmepumpe) benötigt für die Warmwasserbereitung mindestens eine Jahresarbeitszahl von 3,33, um 70% seines Warmwasserbedarfes über Umweltenergie decken zu können. Das war mit ‚Der Erfindung‘ leicht zu schaffen!

Deckung Energiebedarf mit Umweltwärme

Warmwasser mit Wärmepumpe oder Solaranlage: Übers Jahr gesehen benötigt eine Solaranlage genausoviel ‚konventionelle‘ Zusatzenergie wie ‚Die Erfindung‘, um den gesamten Warmwasserbedarf zu decken.

Mit einer zusätzlichen Solaranlage könnte ‚Die Erfindung‘ zwar noch etwa 2% des Wärme-Energie-Jahresbedarfs einsparen. Das stünde aber in keinem Verhältnis zu den zusätzlichen Kosten…

Abgesehen davon war Irgendwer auch von den folgenden Vorteilen seiner ‚Erfindung‘ gegenüber einer Solaranlage überzeugt:

  • Warmwasser exakt dann, wenn er es benötigte, unabhängig vom Sonnenschein und mit einer Menge und Temperatur, die seinen Bedürfnissen entsprach.
  • keine Probleme mit einer Überhitzung der Anlage an heißen, sonnigen Sommertagen
  • EINE übersichtliche und robuste Anlage für Heizen, Kühlen und Warmwasserbereitung
  • an heißen Sommertagen konnte er die Kälte, die die Wärmepumpe bei der Warmwasserbereitung erzeugte, direkt für das Kühlen seiner Siedlerhütte verwenden

Und die Dachfläche hatte er eigentlich auch schon für etwas Anderes verplant …

3 Gedanken zu „Warum eigentlich keine Solaranlage ?

  1. Hallo,

    wir heizen mit Holz. Euere Beiträge habe ich mit grossem Interesse gelesen.
    Die Regelung incl. CMI die ihr benutzt haben wir auch seit kurzem, dadurch bin ich (Google machts möglich) auf den Blog gestossen.
    Wir besiedeln seit einigen Jahren auch noch ein kleines Feriendomizil das uns heztechnisch die nicht mehr vorhandenen Haare vom Kopf frisst.
    Ich hatte schon viele Ideen und habe aus unterschiedlichen Gründen viele wieder verworfen. Plaz genug ist vorhanden, mal abwarten was mir noch alles einfällt.

    Grüße
    Knut

  2. Pingback: Das Besondere an LEO_2: (3) Ein Multitalent | punktwissen

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