LEO, NEO & QUADRO: Kampf um jedes Kilowatt

Es war nun doch schon wieder einige Zeit her, seit seine Anlage in Betrieb gegangen war. Aber das war für diesen besonderen Siedler nicht das Ende des Projektes gewesen, sondern erst der Beginn. Wie ein Virus hatte die Leidenschaft von ihm Besitz ergriffen, die Effizienz seiner Anlage weiter zu steigern und der Umwelt jede nur mögliche ‚kostenlose‘ Kilowattstunde zu entreißen.

Alle Werkzeuge dazu hatte er in der Hand: das war vor allem das Online-Schema, das zu jedem Moment die aktuelle Sensorwerte und Schaltzustände der Anlage anzeigte.

NEO-OL-Schema

Während andere ihre Zeit mit Seifenopern im Fernsehen tot schlugen, liebte er es, zu allen Jahreszeiten und bei den unterschiedlichsten Wetterverhältnissen das Onlineschema zu beobachten und dabei Ideen für seine nächsten strategischen Optimierungsmaßnahmen zu wälzen …

Dann wurden auch noch alle Anlagendaten aufgezeichnet. So konnte er den Zeitverlauf lückenlos nachvollziehen, Schwachstellen ausloten und die Wirksamkeit seiner Maßnahmen sofort überprüfen.

NEO-Logging

Schließlich machte es ihm der Fernzugriff auf den Regler leicht, schnell einmal einen Sollwert oder Schaltpunkt zu verändern, um dann wieder gebannt die Resultate im Onlineschema und in den Monitoringdaten zu verfolgen.

NEO-Fernzugriff

Manchmal fiel es ihm etwas schwer, dem obersten Grundsatz der Optimierung ‚Efficiency follows Comfort‘ zu folgen, was ihm die eine oder andere Diskussion mit seiner Familie einbrachte und ihm unmissverständlich aufzeigte, dass er die optimale Einstellung gefunden bzw. leicht überschritten hatte…

Besonders stolz war er auf eine Tüftelei, die es ihm ermöglichte mit einer minimalen Investition, die Vorlauftemperatur im Heizkreis und damit der Wärmepumpe wesentlich zu senken.

Dazu machte er sich die Bauweise seiner Flachheizkörper vom Typ 22 und 33 zunutze, die ein unten und oben offenes Gehäuse mit innenliegenden Wärmeleitblechen bildeten.

NEO-Heizkörpertypen

Mit einigen recht günstig verfügbaren PC Gehäuselüftern und Winkel-Profilen aus dem Baumarkt hatte er diese Heizkörper quasi in Konvektoren umgerüstet.

NEO-Lüfterkonstruktion

Nachdem er mit einigen Prototypen experimentiert hatte, kam er schließlich zur endgültigen Lösung, die die Luft von unten durch die Heizkörper und Wärmeleitbleche blies. Da waren sie komplett aus dem Sichtfeld und mit der relativ geringen Drehzahl auch akkustisch praktisch nicht wahrzunehmen.

NEO-Lüfter-eingebaut

Nach seiner Kalkulation konsumierte so eine Lüfterbatterie mit weniger als 5 Watt um Größenordnungen weniger Energie, als er sich durch die reduzierte Wärmepumpen-Kompressorleistung ersparte. In seinem Fall bedeutete das bei einer um mehr als 5°C reduzierten Wärmepumpen-Vorlauftemperatur eine um mehr als 200 Watt geringere Kompressorleistung.

„Saubere Lösung!“ dachte er sich, und noch dazu ohne dass ‚die oberste Direktive‘ verletzt worden war 😉 …

Ingenieurssoftware-Archäologie

Ingenieurssoftware hat oft eine kleine aber feine Zielgruppe – ein Grüppchen, das globale Softwarekonzerne nicht unbedingt im Visier haben. Dementsprechend atmet die Benutzeroberfläche oft nolstalgisch-spartanischen Charme.

Aber auch in den Tiefen solcher Software gibt es aufsehenerregende Funde aus dem Software-Paläozoikum – genau das richtige für das Elkement, das diese Bugs versteckten Features unerbittlich erschnüffelt. Von einem Paradebeispiel aus der täglichen Schnüffelpraxis soll diese Geschichte handeln!

Folgendes Filmchen soll metaphorisch auf das Thema einstimmen – ein prähistorisches Idol des Elkements, ein großartiger Jäger und Schnüffler, demonstriert seine Beharrlichkeit … und wird am Ende wie immer ausgetrickst:

Was man hätte sehen sollen (in jener Software): Ein Bild der Bedienelemente einer Regelung und darüber schwebende Zahlen. Mit Rumspielen an den abgebildeten Knöpfchen hätte man das echte Gerät simulieren können.

Was man sah: Eine Fehlermeldung in einem mutmaßlich fernöstlichen Zeichensatz.

Natürlich fragt der geübte Sniffer als Erstes Google Translate um Hilfe:

Die [XY]-Gerätedatei kann nicht gelesen werden.

… und es gibt tatsächlich eine Datei xydevice.xls … die sich aber mit Excel lesen lässt (?!) … also zumindest lassen sich die überwiegend fernöstlichen Zeichen in den Tabellen darin betrachten.

Nächster Schritt: Wahlloses Durchtesten der üblichen Fallstricke für Software aus vergangenen Epochen? 32bit versus 64bit? Administrator-Rechte? Dateiberechtigungen? Muss eine alte Windows-7-Maschine wiederbelebt werden? … und tatsächlich: Ein einziges Mal sieht der erschöpfte Schnüffler ganz kurz die Animation der XY-Regelung: Beim ersten Test auf einer paläozoischen Maschine (Windows 7 und 32bit). Leider ist der Test nicht reproduzierbar, also wird unerschrocken weitergeforscht.

Ein professionelles Schnüffelwerkzeug – Microsoft Sysinternals Process Monitor – zeigt, dass die Software erfolgreich auf die rätselhafte Datei zugreift:

Process Monitor: Prüfung Zugriff auf xls-Datei durch Anwendung

Kurz vor dem Zugriff arbeitet sich die Software durch Datenbanktreiber (‚JET‘) für Office-Dateien – die letzte davon ist msexcl40.dll – damit kann eine XLS-Datei wie eine Datenbank abgefragt werden.

Aber in dieser Schnüffelspur sieht man keine Fehlermeldung: Die xls-Datei wird geschlossen, bevor das Popupfenster mit Fehlermeldung erscheint … also ist die Anwendung halbwegs kontrolliert mit dem Fehler fertig geworden und hat ihn richtig ‚gehandled‘.

Das Elkement bzw. die Datenkrake haben langjährige einschlägige Erfahrung im wilden Basteln mit Konstrukten aus Excel- / Access- und Textdateien, die zu fragilen Datenbanken vereinigt werden. D.h. im Programmierer aus der fernen Zeitzone erkannte das Elkement eine verwandte Seele. Es versuchte, sich in diesem Lao Tse der Office-Programmierung hineinzufühlen. Beim einzig erfolgreichen Start des Programms waren einige XML-Dateien erzeugt worden. Soweit erahnbar durch Zeichenvergleich, wurden aus der xls-‚Datenbank‘ Einträge zu einem Gerät bestimmten Typs gelesen und in die XML-Datei geschrieben.

Aber was ging schief? Der Schnüffler der nächsten Tiefe wird gestartet – der Windows Debugger WinDbg (Teil der Debugging tools for Windows). Mit Reverse-Engineering-Halbwissen stolpert das Elkement zur nächsten unhandled oder handled exception – und wieder fällt msexec40.dll unangenehm auf:

Output Windows Debugger - Fehler bei Datenbankzugriff - msexec40.dll

Und da war sie endlich – die google-bare Fehlermeldung im Microsoft-O-Ton:

Unexpected error from external database driver (1).

So richtig optimistisch machte dieser eher generisch und schlicht gehaltene Text ja nicht. Aber man glaubt es kaum – es gab tatsächlich einen relativ neuen Microsoft-Artikel, der exakt diesen Fehler im genau passenden Kontext auflistet. In einem Überblick über  Betriebssystem-Updates von Herbst 2017 wird über ein Problem mit älteren JET-Datenbanktreibern für xls-Dateien brichtet – über einen neuer Fehler, der genau seit diesem Windows-Updates auftritt:

Microsoft-Artikel - Problem mit JET-Treiber / xls-Dateien nach Update

Damit kann endlich eine plausible Erklärung für den einzig erfolgreichen Test formuliert werden: Die Software wurde auf diesem länger nicht gestarteten Windows-7-Computer getestet – exakt als die Updates der letzten Monate noch nicht installiert worden waren, inklusive dem in diesem Artikel erwähnten Update.

Auch der dezente Hinweis von Microsoft, doch einen neueren Datenbanktreiber zu verwenden – neuer als Stand Office 2007 – passt dazu: Die ausführbaren Dateien der prähistorischen Softwaren waren alle ca. 10 Jahre alt.

Wie der possierlich-zappelige Schnüffler aus Ice Age wurde das Elkement damit mit einem Dilemma konfroniert und ausgetrickst: Um die Sicherheit nicht zu gefährden [Bitte Buzz Words passend einsetzen: Cyber Security – Internet of Things] wurde das unerbittliche Windows Update nicht mehr deinstalliert. Damit bleibt nur zu hoffen, dass entweder Lao Tse den Datenbanktreiber austauscht oder dass Microsoft, wie im Artikel angekündigt, das prähistorische Feature wieder aktiviert.

Aus BUSO wird LEO

Und so begab es sich, dass ein Siedler gedankenverloren seinen Blick über die schon in die Jahre gekommene Heizungsanlage schweifen ließ. Fast jede der Komponenten weckte eine kleine Erinnerung in ihm. Besonders diese große „Kiste“, wie er sie nannte, die in einer Ecke seines Kellers stand und zwei hervorragend gedämmte 1000-Liter Pufferspeicher verbarg.

BUSO-Kiste

Dazu gehörten ursprünglich 45m2BUSO-Solardach‚-Fläche auf seinem Schuppen, die er zusätzlich zu seiner ‚klassischen‘ Solaranlage vor mehr als einem Jahrzehnt montiert, aber inzwischen wieder stillgelegt hatte.

BUSO-Schuppen

Mit den Solaranlagen hatten sich auch schon einige Regelungen angesammelt: Neben einer UVR1611 aus BUSO-Zeiten, hing da auch noch eine RESOL-Regelung an der Wand. Und beide regelten ganz individuell ihren Teil der Anlage.

BUSO-Regelung-alt

Ja, und nicht zu vergessen: der Kombi-Speicher! Das war ein Husarenstück gewesen, ihn auf die Decke des Heizraums zu stellen. Alles sauber verrohrt und isoliert.

BUSO-Kombispeicher

Der alte Gaskessel mit seinen mehr als 25 Jahren auf dem Buckel tat zwar noch ganz brav seinen Dienst, aber wie lange wohl noch?

BUSO-Gaskessel

Längere Zeit hatte er schon hin- und her überlegt, wie er das Ganze konsolidieren und auf zukunftssichere Beine stellen konnte. Bis er in den Weiten des Internetz auf die pannonischen Tüftler und LEO_2 gestoßen war, und er sich an noch etwas erinnerte, das sich im hintersten Winkel seines Gartens befand:

BUSO-Becken

Das was vom Erfinder einmal als Schwimmbecken vorgesehen worden war, diente nun schon seit geraumer Zeit als Regenwasserspeicher. Aber was sprach eigentlich dagegen, es nun zum Eisspeicher umzubauen?

„Das ist sicher eine treffliche Tüftelei für Irgendwen!“, dachte sich der Siedler als er frischen Mutes elektronische Post nach Pannonien schickte.

Seine Ideen wurden mit Irgendwessen Ratschlägen verfeinert und in ein Konzept gegossen. Und als sich dann auch noch ein Freund namens BAFA bereit erklärte, sein Vorhaben zu unterstützen, steckte er auch schon mitten in seinem LEO_2-Projekt …

Zuerst musste er dem Regenwasserbecken einen etwas stabileren Deckel verpassen, der auch in der Lage war, später den Auftrieb des Eises im gefrierenden Wasser aufzunehmen. Seine Wahl fiel auf eine Holzbalkendecke, die er einfach selbst zusammenzimmern konnte und die für diesen Fall die kostengünstigste Lösung war.

Den gesamten Innenraum legte er mit Teichfolie aus um jedes Risiko hinsichtlich Undichtigkeiten von vorne herein auszuschließen und das verfügbare Volumen zu maximieren.

Die ovale Beckenform war zwar eine kleine Herausforderung. Aber auch dafür hatte Irgendwer einen passenden Wärmetauscher samt Trägergestell ausgetüftelt. Dafür konnte sogar einen Haufen altes PVC-Rohr, der noch irgendwo herumlag,  wiederverwertet werden…

BUSO-PVC-Rohrmaterial

Nachdem er den Eisspeicherdeckel mit Rasensamen begrünt hatte, ließ nur noch der längliche Einstieg in der Mitte vermuten, dass sich da noch mehr darunter befand als nur Erde…

BUSO-Eisspeicher-Deckel

Eine Ecke im Schuppen wurde zum idealen Platz für den ‚Soleverteiler‘ …

BUSO-Soleverteiler

… und der alte BUSO-Kollektor wurde komplett auseinander genommen und neu, möglichst luftig auf dem Schuppendach arrangiert, um ihn LEO_2-tauglich zu machen.

BUSO-Kollektor

Dann wurden noch ‚einige‘ Meter Sole-Leitung verlegt und die Wärmepumpe angeschlossen.

BUSO-Wärmepumpe

Das Kommando über die Regelung übernahm fortan eine UVR16x2, die sich über den CAN-Bus vortrefflich mit der bestehenden UVR1611 und über ein CMI mit dem Internet unterhalten konnte.

BUSO-Regelung

Die UVR1611 behielt zwar ihren Platz auf dem Brettchen und ihre Ein- und Ausgänge, wurde aber fast sämtlicher ‚Intelligenz‘ beraubt, die sie an die UVR16x2 abgeben musste. Für die RESOL-Regelung war der letzte Weg alles Irdischen gekommen. Ihre überschaubare Regelungslogik fand ebenfalls in der UVR16x2 ihre neue Heimat.

Als LEO_2 dann seinen Betrieb aufnahm, war die Hydraulik auf der Heizungsseite noch nahezu unverändert. Wie sich später herausstellen sollte, waren aber auch dort Altlasten verborgen, die die Tüftler noch vor die eine oder andere Herausforderung stellen sollten.

Aber das ist eine andere Geschichte 😉 …

Was man so alles in einem Hydraulikschema findet

Wie diese Internetpostille zeigen soll, ist der Bau eines Wärmepumpensystems ein wahrlich interdisziplinäres Unterfangen für einen Leonardo da Vinci – einen Pionier der nicht davor zurückschreckt, sich als Installateur, Tischler, Maurer, Elektriker und IT-Techniker zu versuchen.

Aber selbst die Siedler sind dann immer wieder überrascht, wie sehr sich dieser kühne, ganzheitliche Ansatz schon in jedem Hydraulikschema findet – in radikaler Ausrpägung!

Sowohl im Heizkreis als auch im Solekreis findet man Plutonium – Pu

Unklar ist, ob das ein Risiko darstellt, oder sich positiv auf die Energieernte auswirkt. Aber überraschend ist es nicht – ist doch Doc Emmett Brown der Held der Siedler:

Aber vielleicht kann man die Auswirkungen der Kontamination schon erkennen – wie könnte man sonst diese mutierten Schmetterlinge mit den drei Flügeln erklären? Die Markierung M muss ja auch eine Bedeutung haben …

Neben Nuklearenergie findet man aber auch eine andere – besonders innovative – Energiequelle. Als Standard-Notheizung wird offenbar Facebook Messenger verwendet …

… das muss eines dieser Energie-aus-der-Cloud-Projekte eines Internetgiganten sein!

Aber welche Bedeutung hat der Tennisball namens DF?

 

5 Jahre Tüftelei

Am dreiundzwanzigsten Dezember, Anno 2012 spitzte Irgendwer zum ersten Mal seinen virtuellen Federkiel und schrieb eine kleine Geschichte:

Doch dann hatte Irgendwer eine Idee ausgetüftelt, sich ans Reißbrett gesetzt, unzählige Entwürfe gezeichnet und wieder zerknüllt, nächtelang recherchiert und gegrübelt. Schließlich war ihm das Elkement mit seinem spitzen Rechenstift zu Hilfe gekommen und hatte theoretisch bestätigt, was er intuitiv vermutet hatte. Dann wurde in der Werkstatt gezimmert, geschraubt, geklebt, gepinselt und abgedichtet …

Zum ersten Mal wurde der Weltöffenlichkeit ein Blick auf den Kollektor 1.0 gewährt:

Der Urkollektor.

Mittlerweile sind 5 Jahre in das idyllische Land gezogen und die Anlage von Irgendwem und dem Elkement erlebte unzählige Mutationen. Irgendwer musste viele Abenteuer bestehen, die ihn oft an seine mentalen und physischen Grenzen brachten. Vom White-Out…

White-Out

… bis zum Kampf mit gar unheimlichen Kreaturen:

Kampf mit der Flexschlauch-Anaconda

Irgendwer folgte seiner innerem Stimme, die ihm sagte, dass er mutig vorangehen musste.

Und jetzt Du!

Die sehr scheuen pannonischen Tüftler schreckten sich fast, als sie telegraphische Post von anderen Siedlern erhielten – die Irgendwessen Aufruf tatsächlich folgen wollten!!

Und so ritt Irgendwer an einem legendären Morgen im Februar 2014 in den Sonnenaufgang – bepackt mit den Bauteilen für einen Tank-Wärmetauscher:

PVC-Trägerkonstruktion: Transport

Auf dieser Baustelle kam auch Cutting Edge Technology zum Einsatz  …

Internet-of-Things und Basteln 4.0

… und die Siedler begannen intern zu scherzen als (Ex-)Computer-Fuzzis :

Irgendwann machen wir so ein Wärmepumpenprojekt komplett als Fernprojekt!

Und im Herbst 2014 kam sie dann, die Rohrpost vom anderen Ende des Kontinents – der Beginn eines außergewöhnlichen Projektes, das ob der großen Entfernung zwischen dem Hohen Norden und Pannonien alleine auf die Mittel der modernen Kommunikation angewiesen war.

Seitdem wurden Elkement und Irgendwer ordentlich gefordert. Es gab offenbar ein kleines aber feines Grüppchen unerschrockener, verwegener und manchmal sogar tollkühner Siedler, die ihre Begeisterung für Eisspeicher, Wärmepumpen, Selber-Bau und Regelungs-Tüfteleien teilten.

Zaghafte Ideen irgendetwas zu ’standardisieren‘ wurden glücklicherweise durch die Ideen dieser motivierten Siedler im Keim erstickt:

Siedler bauten ihre Eisspeicher-Keller neu

Wärmetauscher in neu gebauten 'Eisspeicher-Keller'

… oder sie nutzen vorhandene Hohlräume wie  Zisternen oder Senkgruben

Flexschläuche -Senkgrube als Eisspeicher

Ein cleverer Siedler adaptierte ein altes Schwimmbecken. Ein anderer griff zum Vorschlaghammer, um einen bereits vorhandenen Eisspeicher umzubauen!

Eisspeicher waren eckig oder rund

Zylindrischer Eisspeicher selbst gemauert

… oder gebräuchliche Betonzisternen – eine oder zwei …

… oder besonders futuristische Kunststofftanks:

NEO und QUADRO

Diese Speicher wurden verbunden mit Kollektoren aller Art: Der zeitlos-klassische Schlauchkollektor auf Lärchenholz kann zaunartig montiert werden…

Kollektor auf Garagendach

… oder auch kühn an die Wand eines Hochbunkers gelehnt werden:

Kollektor am Hochbunker

Innovative Siedler bauten solarthermische Kollektoren um oder installierten einen Kollektor als Kühlung für ihre PV-Module. Ein echter Pionier arbeitet mit dem, was da ist: Auch industrielle Stahlwärmetauscher die irgendwo übrig geblieben waren hatte ein Ingenieur-Siedler in Erwägung gezogen.

Aber die Kombiquelle Eisspeicher und Kollektor ist für manche Siedler nicht Herausforderung genug. So erhielten Frau El(k)ement und Herr Irgendwer eine Anfrage zu einer Tüftelei, die dieser Bezeichnung alle Ehre machte. Seitdem wurde auch die Eisspeicher-Brunnenquelle ins Programm aufgenommen.

Auch was Verteilung und Speicherung der Wärme in der Siedlerhütte betrifft, sind die Siedler-Erfinder kreativ. Vorhandene Speicher mit kryptischem hydraulischen Verhalten wurden erforscht und so manches Wochenende der Bastelei im Heizraum gewidmet. Speicher wurden über engste Kellerstiegen in Heizungsräume transportiert die so klein waren, dass es physikalisch zunächst unmöglich erschien, alle nötigen Anlagenkomponenten dort unterzubringen. – Aber wo ein Wille, da auch ein Weg!

Mit Irgendwem hatten die Siedler diverse hydraulische Schaltungen ausgetüftelt, um u.a. aktivierte Betonkerne einzubinden – oder Wärmetauscher für Kühlung bzw. Wärmerückgewinnung.

Dank peniblester Dokumentation und ausführlichen Berichten der mutigen Siedler hatten die Pannonier immer das Gefühl, direkt in deren Werkstatt live dabei zu sein …

Siedlerwerkstatt: Kappsäge

Natürlich wurden auch unterschiedlichste Wärmepumpen ausprobiert – von den klassischen Fabrikaten aus Deutscher Ingenieurshand

Satelliten-Wärmepumpe

… bis zur berühmt-berüchtigten Chinesischen Wärmepumpe

Verwegen! (HISEER-Wärmepumpe)

Außerdem soll nicht unerwähnt bleiben, dass man gar keine Wärmepumpe haben muss, um ein Teil der Siedler-Tüftler-Community zu sein: Auch Solaranlagen geben Irgendwem immer wieder interessante Regelungsrätsel auf.

In diesem Sinne möchten sich die pannonischen Siedler nach 5 Jahren der abenteuerlichen Tüfteleien bei allen anderen Siedlern für ihren Mut bedanken!

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Weiterführende Literatur: Die chronologische Liste aller veröffentlichten Geschichten anderer Siedler sind auf dieser Seite aufgelistet.

Irgendwo im hohen Norden: Der Große Tag!

Mit Hingabe und höchster Sorgfalt hatte der verwegene Siedler im hohen Norden oft noch zu später Stunde an der Fertigstellung der Anlage gearbeitet.

IIHN-Verwegen

Alle Warnungen hatte er in den Wind geschlagen und mutig die Herausforderungen angenommen.

Nach der erfolgreichen Wärmepumpenexpedition galt es jetzt noch, die letzten Rohre und Ventile in die Installation einzufügen.

IIHN-Hydraulik-1

Zu manch später Stunde saß der Siedler grübelnd über den Skizzen von Irgendwem, und übersetzte I-Diagramme in handfeste Installateurskunst …

Ja, und fast hätte er es vergessen, da fehlte ja auch noch dieses Außenteil – ‚Kollektor‘ nannte das Irgendwer. Lange hatte er es hinausgezögert, aber nun galt es auch diese letzte Hürde in Angriff zu nehmen und in die Wanten zu steigen …

IIHN-In-die-Wanten

‚In die Wanten!‘ – so mussten sich die Matrosen auf den Segelschiffen vergangener Jahrhunderte gefühlt haben …

Schließlich betrachtete er zufrieden sein Werk: ein durchaus attraktiver Blickfang – in massivem Lärchenholzdesign an seine Burgmauer gelehnt. Schön langsam entwickelte sich das Ganze zu einem Gesamtkunstwerk.

IIHN-Kollektor

Wurde auch Zeit. Denn erstens nahte der Winter und zweitens wollte auch der frisch gelegte Estrich ausgeheizt werden.

Wie schön war doch der Anblick, als sich die Adern des Solekreises endlich mit dem grünen Frostschutzgemisch füllten.

IIHN-Solefüllung

Und dann ging es an die letzten Prüfungen. Nachdem er gemeinsam mit Irgendwem die Checkliste des Inbetriebnahme-Protokolls durchgegangen war, war er letztendlich da, der große Moment!

Wie ein Film lief das ‚Abenteuer Eisspeicher‘ noch einmal vor seinem inneren Auge ab – mit all den Höhen und Tiefen, die er in den letzten Monaten durchlebt hatte. Nicht ohne Stolz ließ er seinen Blick noch einmal über die Installation schweifen, die er mit eignen Händen und etwas Hilfe von den pannonischen Siedlern geschaffen hatte.

Das Herz schlug ihm bis zum Hals, als er – der Kapitän auf der Brücke – an der Regelung den letzten Schalter umlegte und die Wärmepumpe damit ‚freigab‘:

‚Energie !‘

 

Die Wärmepumpe sprang an, und gespannt beobachtete er die Anzeigen an der Regelung und im Online-Schema. Alles innerhalb normaler Parameter. Bis nach exakt 3 Minuten die Wärmepumpe mit einem ‚Indoor Flow Alarm‘ trotzig ihren Dienst verweigerte.

IIHN-Durchflusswächter

Dieser eigenwillige Durchflusswächter im Herzen der exotischen Wärmepumpe signalisierte einen ‚Indoor Flow Alarm‘ …

Es wäre kein richtiges Abenteuer gewesen, wenn nicht im letzten Moment noch ein ‚Alarm‘ den Adrenalinspiegel an den Anschlag geführt hätte. Wie schon so oft, lag aber die Lösung in den schier unendlichen Tiefen des Wärmepumpen-Manuals verborgen, für das man ’nur‘ den passenden Universalübersetzer benötigte.

IIHN-Manual-1

Alles klar, oder? Diese  Zeilen enthielten für Irgendwen den entscheidenden Hinweis …

Ein Parameter der Wärmepumpenregelung wurde umgestellt. Die Wärmepumpe sprang wieder an und – lief durch!

Nach anfänglichem ‚Herzflimmern‘ stellte sich nun ein ruhiger, regelmäßiger und kräftiger Herzschlag ein, der begann die Siedlerhütte im hohen Norden zu wärmen …

IIHN-Herzschlag

Unfreundliche Anwendungen mit schlechtem Benehmen

(… oder: Endlich wieder ein Beitrag aus der Akte-X-Serie…)

Das Elkement ist eine typische IT-Security-Abteilung und versucht daher den produktiven Ingenieursabteilungen die tägliche Arbeit so mühsam wie möglich zu machen.

So wurde auf dem Chefingenieurs-Notebook das neueste Windows-10-Feature gleich ausprobiert – Controlled Folder Access. Windows 10 Defender wacht über Zugriffe auf definierte Ordner und wehrt Angriffe von unfreundlichen Applikationen ab.

Und als ebensolche wurden gleich Winsol (und dann auch TAPPS) eingestuft:

Fügt man Winsol.exe in der Windows Defender Konfiguration zur Liste der erlaubten Anwendungen hinzu (Allow an App), ist der Spuk vorbei.

Beim Testen dieser Funktionen wurde das Elkement auf folgendes fundamentale Rätsel der Winsol-Konfiguration aufmerksam: Wo werden die Winsol-Daten eigentlich per Default gespeichert? …. ein jahrelang vernachlässigtes Forschungsgebiet! Die Siedler hatten ja in jeder Winsol-Installation immer gleich ihren eigenen speziellen Logfile-Ordner eingestellt – dort wo z.B. die hungrige Datenkrake auf die Logfiles wartet.

In einer frischen Winsol-Installation begegnet einem aber dieses Mysterium:

Aus Winsol heraus betrachtet – beim Versuch den Standardordner zu ändern, sieht man die neuesten Logfiles in C:\Program Files\Technische Alternative\Winsol\LogX (rechts im Bild). Direkt im Explorer (links im Bild) sucht man den LogX-Ordner aber vergeblich, ebenso wie die Infosol-Ordner mit den Kundendaten:

Bevor sich das Elkement mit so etwas theoretisch beschäftt, wird einmal geschnüffelt mit Microsoft Sysinternals Process Monitor.

Aha! Winsol greift in Wirklichkeit auf einen Unterordner VirtualStore im Benutzerprofil zu – hier gibt es eine ‚Umleitung‘ (REPARSE):

Die Logfiles verstecken sich somit hier:

C:\Users\[Benutzer]\AppData\Local\VirtualStore\Program Files\Technische Alternative\Winsol

Dieser VirtualStore ist ein seit Vista genutztes Sicherheits-Features, wenn Anwendungen etwas zu ‚anmaßend‘ sind. Hier ein Beispiel:

…  in most cases when a developer tells his program to save data in the Program Files folder, for example, program settings, he has completely forgotten that program settings should be a per-user thing! … In other words, a well-behaved application should instead save its settings in the
C:\Users\<User Name>\AppData\Local\<Manufacturer>\<Product>\<Product Version>

Ever since Windows Vista, applications that are not running with raised privileges that try to write to the Program Files (or Program Files (x86)) folder will in fact write to the VirtualStore folder, unknowingly.

Es gibt es aber auch einige offizielle Winsol-Einstellungen pro Benutzer im Ordner:

C:\Users\[Benutzer]\AppData\Roaming\Technische Alternative\Winsol

Hier wird z.B. das Cookie für die Anmeldung am Webportal abgelegt – aber eben nicht die Logfiles.

Zusammengefasst: Möchte man jetzt die aktuelle Winsol-Installation auf einen anderen PC übertragen oder lokal den Ordner ändern – und in mehrfacher Hinsicht ’sicher‘ konfigurieren, also sicher vor Hackern und vor allem für sich selbst auffindbar, geht der unerschrockene Monitoring-Bastler so vor:

  • Winsol wird auf dem Ziel-PC neu installiert.
  • In den Grundeinstellungen wählt man einen Ordner außerhalb von ‚Programme‘ – am besten dort, wo man auch andere Projektdateien speichert – also in einem Ordner für den eine regelmäßige Sicherung erfolgt (Z.B.: Cloud und externe Festplatte)
  • In diesen neuen Ordner werden die Dateien aus dem alten Winsol-Ordner kopiert, also alle ‚eigenen‘ Logdateien, exportierte CSV-Dateien und ggf. auch die Unterordner anderer Kunden im Ordner Infosol. (Das gilt nur dann uneingeschränkt, wenn auch die gleiche Winsol-Version verwendet wird – vor ca. 1 Jahr gab es ja eine subtile mehrstufige ‚Migration‘ bedingt durch Regler- und Software-Updates.)
  • Um sich das einmalige Anmelden am Portal zu sparen, kann auch der Inhalt von C:\Users\[Benutzer]\AppData\Roaming\Technische Alternative\Winsol kopiert werden.
  • In Controlled Folder Access in Windows 10 muss Winsol.exe in die Liste der erlaubten Anwendungen eingetragen werden (oder der Logfile-Ordner ausgenommen – sicherer ist, nur Winsol zu erlauben).

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Nachtrag 2018-01-31: Die Tests wurden mit der Winsol-Version 2.07 durchgeführt, kurz bevor die Version 2.08 zur Verfügung gestellt wurde. 2.07 war auf diesem PC ein Upgrade einer früheren Version.

Installiert man Winsol 2.08 neu (auf Windows 10), dann wird mittlerweile als Standardordner ein Unterordner im Profil vorgeschlagen – gutes Benehmen wie von Microsoft empfohlen 😉

C:\Users\[Username]\Documents\Technische Alternative\Winsol